„Stephen Kings ES – Kapitel 2“ – Gelungen, aber nicht genial!

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Als vor zwei Jahren der erste Teil der Neuauflage von Stephen Kings Meisterwerk „ES“ in die Kinos kam, hatte man so ziemlich alles richtig gemacht, die einzigartigen Kinderdarsteller, die Nähe zur Vorlage, das 80er-Feeling und die Horrormomente, hier passte alles zusammen. Zwei Jahre hat Andy Muschietti nach seinem Megaerfolg gebraucht, um die Fortsetzung ins Kino zu bringen. Die kann man zwar wieder grundsätzlich als gelungenen Film bezeichnen und doch macht der Regisseur hier ein paar Fehler, die den Film leider nicht aus dem Schatten des Erstlings heraustreten lassen. Denn auch, wenn die erwachsenen Loser wirklich toll gecastet wurden, mit den Kindern konnte man sich doch mehr identifizieren, das können auch die Rückblenden nicht retten. Was mich aber noch mehr gestört hat, war die Masse an immer nach dem gleichen Schema ablaufenden „Jump Scares“, die zwar alle für sich als schöne Schocker funktionieren, in der Masse dann aber doch zu ähnlich sind, um wirklich noch gruseln zu können. Genial ist aber wieder Bill Skarsgård, der seinem Pennywise hier noch einen Level fieser spielen darf. Weiterlesen

„The Dead Don’t Die“ – Jim Jarmusch und die Zombies

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Wenn ein Regisseur wie Jim Jarmusch, der mit künstlerisch anspruchsvollen Charakterstudien wie „Night on Earth“, „Dead Man“, „Ghost Dog“ oder „Broken Flowers“ seine ganz eigene Langsamkeit für die Filmwelt entwickelt hat, plötzlich einen Zombiefilm dreht, sollte man skeptisch sein und nicht unbedingt einen massentauglichen Film erwarten. Tatsächlich ist „The Dead Don’t Die“ wohl Jarmuschs erster Film, der einer breiten Masse etwas zu bieten hat, aber natürlich überhaupt nicht das, was ein Fan von „Dawn of the Dead“ oder „28 Days Later“ erwarten würde. Verglichen mit Jarmuschs anderen Filmen ist dieser fast schon rasant, im Vergleich mit anderen Film eher ruhig, aber trotzdem mitunter überraschend brutal. Neben einer ganz besonderen Form der Zombieapokalypse in einem amerikanischen Kaff sind es vor allem Bill Murray und Adam Driver, die hier den Film immer auf einem unterhaltsamen Level halten, aber auch Tilda Swinton, Steve Buscemi, Chloë Sevigny, Selena Gomez, Danny Glover sowie die Musiker Tom Waits und Iggy Pop, die schon oft in Jarmuschs Filmen mit von der Partie waren, haben in ihren absurden Nebenrollen wirklich besondere Momente. Wer auf fiesen Horror und Splatter steht, wird hier wohl eher enttäuscht, wer sich dafür interessiert, was dabei rauskommt, wenn ein absoluter Independent-Regisseur sich das abgedroschene Zombiethema vornimmt, der wird hier auf jeden Fall ein paar tolle Momente genießen. Weiterlesen

„Brightburn“ – Das fiese Superman-Arschlochkind!

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Durch seine beiden „Guardians of the Galaxy“-Filme hat Regisseur James Gunn definitiv Eindruck gemacht. So war ich auch gespannt auf den von ihm produzierte Film einer düsteren Version der Superman-Origin-Geschichte. Doch das Ergebnis schafft es trotz einiger origineller Ideen und Abrechnungen mit dem Helden in den roten Unterhosen und teilweise echt derben Gore-Momenten leider keine solide Handlung zu bieten, die tatsächlich über den ganzen Film funktionieren würde. Der Wechsel vom Mustersohn zum fiesen Arschlochkind, dass seine übernatürlichen Kräfte auf Arten einsetzt, bei denen sich auch die meisten Bösewichte aus anderen Superheldenfilmen schütteln würden, geht einfach zu plötzlich und bietet dann auch keine wirklich spannende Entwicklung mehr. Jackson A. Dunn macht seine Sache als fieser Superboy zwar gut und auch Elizabeth Banks und David Denman haben als „Adoptiveltern“ ihre Momente, aber irgendwie wäre bei der echt guten Idee viel mehr drin gewesen. Ach ja, wer die Trailer kennt, weiß sowieso fast alles, was passiert, das hat man hier tatsächlich auch wieder verrissen. Weiterlesen

„Friedhof der Kuscheltiere“ – Nur bedingt überzeugende Neufassung!

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„Friedhof der Kuscheltiere“ ist sicher einer der besten Romane von Stephen King, doch zur 1989er Verfilmung von Mary Lambert gehen die Meinungen weit auseinander. Während einige sie für eine der besten King-Verfilmungen halten, hadern viele mit dem schlechten Hauptdarsteller und der mitunter etwas billigen Effekte. Nach dem Erfolg der tatsächlich gelungenen Neuauflage von „ES“ und dem neuen King-Boom in TV und Kino machte es also Sinn, auch „Pet Sematary“ eine Neuauflage zu gönnen. Hier macht man zwar mit Hauptdarsteller Jason Clarke alles richtig, aber irgendwie kann der Film sich nicht über die alte Verfilmung hinweg setzen. Weder der Grusel- noch der Gewaltfaktor überzeugen mehr und auch die kleinen Änderungen können nicht so richtig überzeugen. Wer die alte Verfilmung nicht kennt, wird vermutlich auch hier mit dem Einschlafen ein paar Probleme haben, wer aber weiß, was passiert, der wird hier leider nicht mehr abgeholt als damals. Weiterlesen

„Nightflyers“ – Wirre Science-fiction von George R.R. Martin!

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So langsam naht das Ende von „Game of Thrones“ und während man schon an Spin-Offs zur Erfolgsfantasy arbeitet, dachte man sich, man könnte doch auch im alten Fundus von Autor George R.R. Martin nach etwas Brauchbarem suchen. Doch die alte SciFi-Novelle „Nightflyers“, die schon in den 80ern in einen völlig überflüssigen Film verwandelt wurde, kann auch in der völlig überreizten Serienform nicht so richtig überzogen. Die Serie hat auf jeden Fall ihre Momente, aber insgesamt kommt sie doch so übertrieben und sinnfrei daher, dass auch die mitunter aufblitzenden optischen Highlights, abgedrehten Twists und schauspielerischen Leistungen die Serie nicht aus dem inhaltlichen Chaos retten können. Wäre es doch wenigstens eine abgeschlossene Staffel geworden, aber so endet der unbefriedigende Ausflug ins All noch unbefriedigender. Weiterlesen

„Das Haus der geheimnisvollen Uhren“ – Netter Fantasy-Grusel!

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Filme, in denen vom Schicksal geplagte Kinder plötzlich in eine übernatürliche Welt eintauchen und dort ihre wahren Stärken entdecken, können nicht erst seit „Harry Potter“ fesseln. Horrorregisseur Eli Roth schickt dieses Mal einen kleinen Jungen in eine Welt voller dunkler Magie los, um zusammen mit Jack Black, der gerade erst letztes Jahr mit „Gänsehaut“ in einem anderen Kinderorrorfilm überzeugte, und Cate Blanchett los, um den fiesen Hexenmeister Kyle MacLachlan zu stoppen. Das ist zwar an vielen Stellen nicht zuletzt dank der guten Schauspieler recht unterhaltsam, insgesamt aber doch irgendwie nicht ganz rund. Hier wurde das Potential bei weitem nicht ausgeschöpft. Weiterlesen

„Halloween“ – Horror-Reboot und späte Fortsetzung!

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„Halloween“ ist einer das großen Horrorklassiker und der messerschwingende Michael Myers eine Ikone. So folgten auf das John Carpenters Original von 1978 bereits einige Fortsetzungen und Neuauflagen. Nun entschied man sich nicht nur für einen weiteren Neustart, sondern gleichzeitig für eine Fortsetzung, denn „Halloween“ ignoriert inhaltlich alle anderen Filme und baut nur auf dem Erstling auf. Doch auch Jamie Lee Curtis kann nicht helfen, dass auch ein Slasher, der versucht, dem Original gerecht zu werden, eben trotzdem nur ein überflüssiger weiterer Slasher ist. Weiterlesen

„Predator: Upgrade“ – Der beste „Predator“-Film seit 1987!

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Mit „Predator“ bekam 1987 nicht nur die Filmkarriere von Arnold Schwarzenegger einen enormen Schub, es wurde auch eins der coolsten Filmmonster erschaffen. Und doch wurde mit einer Fortsetzung 1990, zwei „Alien vs. Predator“-Filmen 2004 und 2007 und dem Reboot „Predators“ von 2010 nie wieder die Qualität des kultigen Originals erreicht. Dass nun ausgerechnet „Predator: Upgrade“, von dem während der Produktion nur Schlechtes zu hören war, so rocken könnte, hätte ich absolut nicht erwartet. Doch die neue Fortsetzung startet von Anfang an mit Vollgas und setzt immer noch einen drauf! Was dem Film aber besonders gut tut, ist, dass er sich selber kein Stück ernst nimmt, auf beiden Seiten die größten Machokiller ins Rennen schickt, die mit Waffen wie mit Sprüchen nur so um sich ballern. Das macht den Film ganz klar zu einem Männerfilm und eindeutig mehr zu einem Action- als einem Horrorfilm, aber hier ist die neue Herangehensweise einfach mal herrlich erfrischend. Nun heißt es hoffen, dass die geplanten Fortsetzungen den Level halten können und man vielleicht sogar Schwarzenegger zu einer Rückkehr ins Franchise überreden kann. Weiterlesen