„Toy Story 4“ – Unglaublich, wieder gelungen!

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1995 brachte das junge Animationsstudio Pixar mit „Toy Story“ seinen ersten komplett am Computer animierten Spielfilm heraus, ein Meilenstein der Filmgeschichte. Fortsetzungen sind normalerwiese nicht unbedingt Pixars Stärke, aber mit „Toy Story 2“ gelang 1999 ein zweiter Teil, der dank inzwischen gewonnener Erfahrung den ersten sogar noch überbieten konnte. Über zehn Jahre später kam dann „Toy Story 3“ und unglaublicherweise zeigte sich, dass man die Geschichte um die Welt der lebendigen Spielzeuge nicht nur interessant weitererzählen, sondern noch um viele originelle Ideen und Charaktere ergänzen konnte. Mit der Ankündigung eines vierten Films aus dem Franchise wurde man dann aber doch skeptisch, doch unglaublicherweise schafft es das 3D-Franchise tatsächlich, sich ein viertes Mal neu zu erfinden, die Handlung nicht nur amüsant, gefühlvoll und spannend weiterzuspinnen, sondern die Grundstory sogar noch perfekt abzurunden. Dank der weiterentwickelten Technik ist der vierte Teil ein echter Hingucker, aber auch inhaltlich muss er sich kein Stück hinter seinen Vorgängern verstecken. Vier Meisterwerke in Folge, welches Franchise kann das sonst schon von sich sagen, vor allem bei einer Zeitspanne von fast 25 Jahren? Weiterlesen

„Friedhof der Kuscheltiere“ – Nur bedingt überzeugende Neufassung!

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„Friedhof der Kuscheltiere“ ist sicher einer der besten Romane von Stephen King, doch zur 1989er Verfilmung von Mary Lambert gehen die Meinungen weit auseinander. Während einige sie für eine der besten King-Verfilmungen halten, hadern viele mit dem schlechten Hauptdarsteller und der mitunter etwas billigen Effekte. Nach dem Erfolg der tatsächlich gelungenen Neuauflage von „ES“ und dem neuen King-Boom in TV und Kino machte es also Sinn, auch „Pet Sematary“ eine Neuauflage zu gönnen. Hier macht man zwar mit Hauptdarsteller Jason Clarke alles richtig, aber irgendwie kann der Film sich nicht über die alte Verfilmung hinweg setzen. Weder der Grusel- noch der Gewaltfaktor überzeugen mehr und auch die kleinen Änderungen können nicht so richtig überzeugen. Wer die alte Verfilmung nicht kennt, wird vermutlich auch hier mit dem Einschlafen ein paar Probleme haben, wer aber weiß, was passiert, der wird hier leider nicht mehr abgeholt als damals. Weiterlesen

Welche Filme und Serien eignen sich für Kleinkinder (2 Jahre bis 5 Jahre)?

Meine beiden Töchter sind inzwischen 2 und fast 6 Jahre alt, aber was schaut ein Filmfan wie ich mit seinen Kindergartenkindern? Ab wann kann man überhaupt mit richtigen Kinderfilmen starten und was verkraftet welches Kind in welchem Alter? Letzten Endes ist das wohl bei jedem Kind anders, trotzdem sollte man sich schon vorab überlegen, wie viel Fernsehen und welche Sendungen dem eigenen Kind gut tun, das gilt ganz speziell für Walt-Disney-Filme. Meine Tipps basieren in erster Linie auf den Erfahrungen mit meiner großen Tochter und sind natürlich auch stark durch die Highlights meiner eigenen Kindheit geprägt, es gibt aber sicher noch weitere passende Filme und Serien, die ich nicht aufgeführt habe. Für eine bessere Übersicht habe ich meine Empfehlungen nach Alter sortiert. Weiterlesen

„Summer of 84“ – Retrojagd nach einem Serienkiller!

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Die 80er bleiben für immer eins der interessantesten Jahrzehnte, so wird es immer beliebter, Filme wie „Ready Player One“, „The Nice Guys“ und „Super-8“ oder Serien wie „Dark“, „Deutschland ’83“ oder ganz klar „Stranger Things“ in dieser Epoche spielen zu lassen oder sie im Stil von Filmen aus der Zeit zu inszenieren. „Summer of 84“ nutzt beide Option bestmöglich aus, der Film wirkt tatsächlich wie ein verlorener Klassiker aus den 80ern. Er kommt dabei zwar nicht an „Stranger Things“ heran, macht aber rundum Spaß und ist gleichzeitig so spannend und überraschend, dass er wirklich fesseln kann. Für Retrofans eine ganz klare Empfehlung. Es fehlen zwar die Aliens, aber Kids auf BMX-Rädern, die einem düsteren Geheimnis auf der Spur sind, gibt es auch hier! Weiterlesen

„Die Unglaublichen 2“ – Grandiose Rückkehr von Pixars Superhelden!

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Fast 15 Jahre ist es her, dass Pixar mit „Die Unglaublichen“ eine Familie von Superhelden losschickte und lange vor der Übernahme des Kinos durch Marvel und DC einen herrlichen Actionklamauk im Stil alter Comics auf die große Leinwand schickte. Der Film gehört bis heute zu einem der besten von Pixar und, obwohl eine Fortsetzung immer wahrscheinlich war, hat so lange danach wohl doch keiner mehr damit gerechnet. Aber kann man nach so langer Zeit, gerade in Zeiten von absolutem Superhelden-Überschuss im Kino, tatsächlich ausgerechnet mit „Die Unglaublichen 2“ noch mal einen Knaller zünden? Oh ja, man kann! Regisseur Brad Bird macht mit seiner Fortsetzung einfach alles richtig und bietet eine rasante Actionkomödie voller witziger Einfälle und unterhaltsamer Action. Trotz der langen Zeit dazwischen schließt der zweite Teil nicht nur von der Story her nahtlos an das erste Abenteuer an, der komplette Film ist die perfekte Fortsetzung und hätte genau so auch schon damals gepasst. Wie schon „Die Unglaublichen“ widersteht auch die Fortsetzung der Option, möglichst aktuellen Trends zu folgen und bietet lieber zeitlose Themen, Gags und Action. Dass die Technik aber einen ganzen Sprung nach vorne gemacht hat, merkt man dem Film schon an, die Animationen sind einfach großartig und zeigen, dass man im Animationsfilm im Verhältnis zu den mitunter völlig übertriebenen Actionfilmen der heutigen Zeit eben doch noch einen draufsetzen kann. Weiterlesen

„A Quiet Place“ – Der leiseste Horrorfilm aller Zeiten!

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Mit „A Quiet Place“ hat das Horrorgenre endlich mal wieder einen Kandidaten, der mit einer frischen neuen Idee daher kommt, und in dem einen jedes noch so kleine Geräusch das Fürchten lehrt. Diese geniale Idee hat bereits jetzt dazu geführt, dass der Film zu einem der erfolgreichsten des Jahres zählt und vermutlich im Verhältnis von Produktions- und Einnahmekosten locker alle großen Blockbuster in die Tasche steckt. Wer kann sich schon vorstellen, in einer Welt zu leben, in der Geräusche sofort fiese Monster anlocken, die den sicheren Tod bedeuten. Das Maximum an Spannung erreicht der Film, wenn die schwangere Hauptperson geräuschlos ein Baby zur Welt zu bringen und danach vor den Monstern versteckt zu halten versucht. John Krasinski kann hier gleich doppelte Lorbeeren ernten, zum einen als Regisseur und zusätzlich als männlicher Hauptdarsteller. Der Film lebt aber maßgeblich von Emily Blunt als Mutter und den beiden Jungdarstellern Millicent Simmonds und Noah Jupe. Weiterlesen

„Das Zeiträtsel“ – Völlig konfuse, langweilige Kinder-Fantasy!

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Es gibt immer wieder Kinderfilm, wie „Die Geheimnisse der Spiderwicks“ oder zuletzt „Gänsehaut“, in denen die Abenteuer von Kindern mit der Konfrontation einer Fantasywelt neben der realen Welt so unterhaltsam inszeniert wird, dass auch Erwachsene ihren Spaß daran haben. „Das Zeiträtsel“ hätte auch dazu gehören können, aber trotz bunter Bilder und einem ziemlich überdrehten Universum passt hier irgendwie nichts zusammen. Das beginnt schon damit, dass die Identifikation mit den Kindern so gar nicht funktionieren will, aber auch die Handlung selber stolpert ständig über die eigene Logik und schafft es nicht, einem sinnvollen roten Faden zu folgen. Die kurzen Ausflüge in die Welt der Physik und der Literatur zeigen, dass die Buchvorlage wohl ganz anderen Grundsätzen gefolgt ist, die hier aber dann doch typisch Disney auf Liebe, Familie und weichgespülte Popsongs reduziert werden. Da helfen auch bekannte Stars wie Reese Witherspoon, Oprah Winfrey, Zach Galifianakis oder Chris Pine nicht weiter. Weiterlesen

„Black Mirror“ – Beeindruckende Sammlung dystopischer Kurzfilme!

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Mit „Black Mirror“ folgt eine weitere wirklich sehenswerte Serie, deren vierte Staffel gerade herausgekommen ist. Interessant an der Sammlung dystopischer Geschichte ist, dass die inzwischen 19 Folgen weder zusammenhängend noch chronologisch daher kommen, jede Folge funktioniert wie ein eigenständiger Film. Was die Serie so großartig macht, ist die Erzählweise der völlig unterschiedlichen Episoden. Fast immer folgt man dem Schicksal von einer oder mehrerer Personen durch eine schwere Lebensphase mit der Hoffnung, dass Ihnen eine neuartige Technlogie helfen könnte, sich aber oft eher als Fluch entpuppt. Die Erzählweise ist eher düster, der Stil immer zwischen Drama und Science-fiction. Beeindruckenderweise schafft es aber fast jede Folge, einen immer wieder zu überraschen und die Sicht auf die Dinge und die Personen mitunter vollständig umzukrempeln. Hier wird versucht Kinder per Chip zu überwachen, mit dem künstlichen Abbild eines Verstorbenen zu telefonieren oder sich dessen Bewusstsein in seinen Kopf zu übertragen, in einer von Likes bestimmten Gesellschaft zu überleben oder den brutalen Anweisungen von Cyberkriminellen zu folgen. Jede Geschichte ist interessant und brilliant und erschreckenderweise erstaunlich nah an der Realität. Weiterlesen