„Green Book“ – Unterhaltsames Feel-Good-Movie!

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Regisseur Peter Farrelly kommt eigentlich aus der tiefsten Klamaukecke, Filme wie „Verrückt nach Mary“, „Dumm und dümmer“, „Schwer verliebt“ oder „Ich, beide und sie“ gehen auf sein Konto. So darf man schon verblüfft sein, wie sein neuer Film sogar den Oscar als bester Film einheimsen konnte. Mit Viggo Mortensen und Mahershala Ali hat er auf jeden Fall zwei talentierte Darsteller verpflichten können, die auch wirklich großartig spielen. Dem Film selber gelingt es, eine gefühlvolle Geschichte über Rassismus, Freundschaft und Musik auf angenehme Art aufzubereiten, der Film geht ans Herz, vermeidet aber trotz gelegentlichem Tiefgang trotz des zentralen Themas „Rassismus“ extrem tiefgründig zu werden. So macht der Film Spaß, nicht zuletzt dank des Zusammenspiels der beiden Hauptdarsteller, doch so gut, dass er besser als alle Filme des letzten Jahres gewertet werden könnte, ist er nicht. Anschauen sollte man ihn trotzdem, zumal es fast schon gut tut, das Thema Rassismus nicht so brutal vorgesetzt zu bekommen wie bei „Detroit“, ohne dabei die Botschaft trotzdem nicht zu verfehlen. Weiterlesen

„The Favourite“ – Intrigenspiel am englischen Königshof

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Historenfilme gelingen nicht immer, doch die frechen und fiesen Machenschaften um Königin Anne im 18. Jahrhundert sind absolut sehenswert. Das liegt nicht nur an der tollen Optik und der grandiosen Ausstattung des Films, nicht nur an der überdrehten Handlung, deren politische Hintergründe auch heute noch recht aktuell wirken, sondern ganz klar an der überragenden Leistung von Olivia Colman, Emma Stone und Rachel Weisz. Das Intrigenspiel und die immer niederträchtigeren Ränkespiele um die Gunst und den Einfluss auf die Königin spielen die drei mit einer solchen Hingabe, dass es eine Freude ist. Dabei gelingt es sogar, keine der drei als wirkliche Identifikationsfigur den anderen voran zu stellen, bei allen wechselt man zwischen Zustimmung, Mitgefühl und Abneigung immer wieder hin und her. Die vielen Oscar-Nominierungen sind absolut verdient, ein echtes Highlight zum Start des Kinojahres! Weiterlesen

„I, Tonya“ – Margot Robbie unterhält als „Eishexe“

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Die Geschichten berühmter Rivalitäten in der Welt des Sports bringen derzeit viele tolle Filme hervor, nach Rennsport („Rush“) und Tennis („Borg/McEnroe“ und „Battle of the Sexes“) ist jetzt der wohl bekannteste Fall aus der Welt des Eiskunstlaufes dran. Dabei macht die Verfilmung der Karriere von Tonya Harding, die letztendlich durch ihre Verwicklung in einen Angriff auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan zu weltweitem Ruhm gelangte, aus mehreren Gründen Spaß. Zum einen ist die Geschichte Hardings nicht uninteressant, aber die Umsetzung als halbe Dokumentation, in der die Darsteller auch immer mal wieder direkt in die Kamera sprechen, passt bei der herrlich absurden Geschichte wirklich perfekt. Abgerundet wird die zudem mit tollen Aufnahmen auf dem Eis mit wirklich einzigartigen Darstellern. Auch wenn Margot Robbie gerade bei den Oscars leer ausging, spielt sie die rotznäsige Harding wirklich herrlich frech, sodass man sie trotz ihrer patzigen Art fast schon lieb gewinnt. Neben den durchweg atemberaubend tumben Männern in Hardings Umfeld verdient vor allem Allison Janney eine Erwähnung für ihre wirklich krasse Darstellung der rücksichtlosen Mutter Hardings, wofür zu Recht sogar der Oscar als beste Nebendarstellerin drin war. Weiterlesen

„Fences“ – Denzel Washingtons 50er-Jahre-Familiendrama

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Basierend auf einem Teilstück eines prämierten Theaterstücks von August Wilson über das Leben von Afroamerikanern im 20. Jahrhundert hat Denzel Washington nicht nur als Hauptdarsteller sondern auch als Regisseur einen gelungenen Film gemacht, dem man seine Theaterherkunft deutlich anmerkt. So spielt „Fences“ fast ausschließlich im selben Hinterhof und lebt in erster Linie von seinen Dialogen. Der Film verdeutlicht nicht nur die Schwierigkeiten, mit denen Farbige in den 50ern zu kämpfen hatten, sondern erzählt auch eine sehr emotionale Familiengeschichte, die dank zahlreicher Wendungen immer wieder aus der Bahn geworfen wird. Trotz zahlreicher Nominierungen gab es hier am Ende nur einen Oscar für Nebendarstellerin Viola Davies. Weiterlesen

„Moonlight“ – Oscarprämiertes Drama über einen homosexuellen Farbigen

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Eigentlich besteht „Moonlight“ aus drei Kurzfilmen, die jeweils einen bestimmten Zeitpunkt im Leben eines jungen Afroamerikaners zeigen, der sich neben seinem kriminellen Umfeld auch mit dem Erwachsenwerden und seiner Homosexualität auseinander setzen muss. Da die drei Wendepunkte jedoch so gut miteinander verknüpft sind, funktioniert der Film als Ganzes ebenso perfekt. Neben einer tollen Bildsprache und der tiefgehenden Handlung profitiert der Film maßgeblich von Alex R. Hibbert, Ashton Sanders und Trevante Rhodes, die den Jungen in drei verschiedenen Altersstufen nicht nur an sich großartig, sondern auch so ähnlich spielen, dass man glauben könnte, es wäre wirklich immer der gleiche Junge. Aber auch Janelle Monáe, Naomie Harris und Mahershala Ali spielen ihre Nebenrollen super, Letzer wurde dafür sogar mit dem Oscar ausgezeichnet, „Moonlight“ selber holte neben dem Oscar als bester Film 2017 auch noch einen für das beste adaptierte Drehbuch. Weiterlesen

„Manchester By The Sea“ – Casey Affleck spielt super

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Es gibt Filme, deren Handlung einen tatsächlich berührt und zum Nachdenken anregt, „Manchester By The Sea“ gehört dazu. Das traurige Drama profitiert aber auch sehr von einem wirklich großartig spielenden Casey Affleck. Der Bruder von Ben Affleck wurde daher nicht umsonst bereits mit dem Oscar und dem Golden Globe ausgezeichnet. Das Szenario um einen von Schicksalsschlägen geprägten Einzelgänger, der sich nach dem Tod seines Bruders um dessen Sohn kümmern soll, ist sehenswert und schafft es immer wieder, einem emotional in die Magenkuhle zu schlagen, ohne dabei die Hoffnung auf eine positive Entwicklung verschwinden zu lassen. Weiterlesen

Oscars 2017 – Die Gewinner

Im Gegensatz zu den Golden Globes konnte „La La Land“ bei den Academy Awards nicht mal die Hälfte der Nominierungen in Auszeichnungen umwandeln, Hauptdarstellerin Emma Stone und Regisseur Damien Chazelle waren aber auch hier unter den Gewinnern. Und auch, wenn fälschlicher- und peinlicherweise zuerst das Musical auch als bester Film ausgerufen wurde, kam die Korrektur kurz danach und die Auszeichnung ging an „Moonlight“. Doch auch „Moonlight“, „Arrival“, „Hacksaw Ridge“ und „Manchester By The Sea“ konnten nur wenige ihrer Nominierungen auch in Form einer Trophäe mitnehmen. Casey Affleck wurde für Letztgenannten auch hier als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Weiterlesen

„Raum“ – Großartiges Entführungs-Familien-Drama!

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Letzendlich konnte nur Hauptdarstellerin Brie Larson für ihre einmalige Leistung einen Oscar für diesen Film gewinnen, verdient hätte er sicher mehr. „Room“ ist so vielschichtig, spannend und gefühlvoll wie kaum ein anderer Film. Das Schicksal von Mutter und Kind, eingesperrt in einen kleinen Raum, die versuchen das Beste aus ihrer Situation zu machen, ist einzigartig inszeniert und neben Brie Larson auch von dem kleinen Jacob Tremblay wirklich erstklassig gespielt. Auch die Nebendarsteller Joan Allen, William H. Macy und Sean Bridgers können überzeugen. Sicher einer der besten Filme des Jahres! Weiterlesen