„Trollhunter“ – Wackelkamerahorror aus Norwegen

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Nachdem schon so mancher Kultfilm aus Dänemark kam, hat es jetzt mal ein Film aus dem hohen Norwegen in unsere Kinos bzw. in den nächsten Tagen auf DVD und Blu-ray geschafft. Inspiriert von „Blair Witch Project“, „[REC]“ und „Cloverfield“ schickt man dieses Mal einen Trupp junger Filmstudenten in die norwegische Wildnis, wo eine Doku über einen vermeintlichen Bärentöter plötzlich in die Flucht vor Trollen umschlägt. Das ist natürlich nicht auf Hollywood-Niveau produziert, Effekte und Story haben hier und da ihre Hänger, aber unterhaltsam und spannend ist dieses kleine Filmexperiment dann doch geworden.

Drei junge Filmstudenten wollen eine Dokumentation über einen geheimnisvollen Bärentöter drehen, doch als sie diesen mitten in der Nacht in die Wälder verfolgen, müssen sie erschreckt feststellen, dass er etwas völlig anderes jagt, nämlich Trolle. Als er sich bereit erklärt, seine Arbeit filmen zu lassen, begeben sich die Studenten immer weiter in Gefahr, zudem sind Vertreter der norwegischen Regierung nicht gewillt, dieses gut gehütete Geheimnis an die Öffentlichkeit kommen zu lassen.

Der Film hat seine Längen und natürlich auch seine Schwächen, aber für einen Film aus dem in der Filmwelt nicht gerade groß vertretenen Norwegen ist die schon etwas seltsame Geschichte erstaunlich gut in Szene gesetzt worden, sodass man die oft recht großen Logiklöcher und Anschlussfilme gerne verzeiht. Zudem sind Trolle tatsächlich mal Wesen, die man filmtechnisch noch nicht so oft verwendet hat, was dem Film dann doch eine gewisse Originalität verpasst. Und machen wir uns nichts vor, eine amerikanisches Remake ist sicher schon in Planung, mit mehr Action, mehr Gewalt, mehr Spannung …aber bestimmt deutlich weniger Herzblut.

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Ein Kommentar

  1. Entschuldigung, aber Hollywood ist ja quasi der Inbegriff für Logiklöcher und Anschlussfehler. Da macht Trollhunter seine Sache sogar bedeutend besser mit unverbrauchten Charakteren weg von den öden Stereotypen, die uns die langweiligen Amifilme ständig präsentieren.
    Der Trolljäger hat erstaunlich viel Tiefe und man spürt regelrecht, wie er durch seinen Job hin- und hergerissen zwischen dem Töten und dem Retten der Trolle ist. So eine subtile Charakterzeichnung gelingt den wenigsten Filmen aus Übersee.
    Längen konnte ich hier auch nicht feststellen. Andere Wackelhorrorfilme haben auch ruhige Momente, man denke an Paranormal Activity, der sein Grauen auch sehr langsam entfaltet.

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