„Tolkien“ – Nicht mal für „Herr der Ringe“-Fans interessant!

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Warum gab es über J.R.R. Tolkien, den Autor von „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“, der rund um diesen Meisterwerke eine komplette Welt mit Jahrtausenden Geschichte, genauer Geografie und eigenen Sprachen entwickelte, eigentlich vorher noch nie ein Biopic? Das ist nach diesem Film absolut klar: Außer seiner schriftstellerischen Leistung war er ein absolut langweiliger Mensch, der eigentlich auch nichts Besonderes erlebte. „Tolkien“ versucht nun auf mitunter recht plumpe Art, eine Liebesgeschichte und Tolkiens Erfahrungen mit Studienfreunden und im Ersten Weltkrieg so zusammenzubasteln, dass ein Bezug zu seinem Werk deutlich wird. Letztendlich ist es aber nicht spannend, wie es das Sprachgenie auf Umwegen doch noch in die richtigen Kurse schafft, seine Freunde bieten wenig Parallelen zu seinen berühmtesten „Gefährten“ und wenn er in den Kriegsgräben in Frankreich statt Flammenwerfern plötzlich Drachen sieht, ist das leider sehr weit hergeholt. Für echte Tolkien-Fans vielleicht interessant, aber wer glaubt, nach diesem Film etwas Neues über Gandalf, Frodo und Bilbo gelernt zu haben, der wird bitter enttäuscht werden. Weiterlesen

Neue Dokus: „Die Kennedy-Saga“ und „Das Wunder der Jahreszeiten“

Wieder mal sind zwei neue Dokumentationen auf DVD erschienen, die wir euch kurz vorstellen möchten. Die sechsteilige Reihe „Die Kennedy-Saga“ bietet einen interessanten Einblick in das Leben und die Intrigen rund um eine der wohl bekanntesten Familien Amerikas. Die vierteilige Naturdoku „Das Wunder der Jahreszeiten“ ist ein wirklich tolles Erlebnis, das einen rund um den Globus zu ganz besonderen Ereignissen im Jahreszyklus der Tierwelt führt. Beide Dokumentationen sind seit dem 28. Juni 2019 im Handel erhältlich. Weiterlesen

„The Favourite“ – Intrigenspiel am englischen Königshof

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Historenfilme gelingen nicht immer, doch die frechen und fiesen Machenschaften um Königin Anne im 18. Jahrhundert sind absolut sehenswert. Das liegt nicht nur an der tollen Optik und der grandiosen Ausstattung des Films, nicht nur an der überdrehten Handlung, deren politische Hintergründe auch heute noch recht aktuell wirken, sondern ganz klar an der überragenden Leistung von Olivia Colman, Emma Stone und Rachel Weisz. Das Intrigenspiel und die immer niederträchtigeren Ränkespiele um die Gunst und den Einfluss auf die Königin spielen die drei mit einer solchen Hingabe, dass es eine Freude ist. Dabei gelingt es sogar, keine der drei als wirkliche Identifikationsfigur den anderen voran zu stellen, bei allen wechselt man zwischen Zustimmung, Mitgefühl und Abneigung immer wieder hin und her. Die vielen Oscar-Nominierungen sind absolut verdient, ein echtes Highlight zum Start des Kinojahres! Weiterlesen

„Die dunkelste Stunde“ – Gary Oldman ist Winston Churchill!

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Nach dem vollkommen vermurksten „Churchill“ mit Brian Cox sieht man dieses Mal Gary Oldman in der Rolle eines der bedeutendsten Staatsmänner der 20. Jahrhunderts. Gary Oldman!? Man darf sich zurecht fragen, was der Ausnahmeschauspieler und der ehemalige britische Premierminister miteinander gemeinsam haben mögen, aber Oldmans schauspielerische Leistung ist einfach umwerfend. Die Maske ist einfach beeindruckend und Oldman spielt den äußerst speziellen Churchill brillant mit all seinen guten und schlechten Eigenarten. Doch was „Die dunkelste Stunde“ von Regisseur Joe Wright noch ausmacht, ist der Zeitpunkt, zu dem er spielt, und weil er einen noch einmal in eindrucksvollen Bildern vor Augen führt, dass der Zweite Weltkrieg vielleicht ganz anders ausgegangen wäre, wenn sich Churchill direkt nach seiner Ernennung zum Premierminister 1940 nicht allen zum Trotz der Option auf Verhandlungen mit Deutschland widersetzt und Großbritannien auf den unausweichlichen Widerstand eingeschworen hätte. Zudem liefert der Film den geschichtlichen Hintergrund für „Dunkirk“ gleich mit, der auch die Ereignisse in einem völlig anderen Licht erscheinen lässt. Ein weiteres Meisterwerk des Kinojahres 2018! Weiterlesen

„Babylon Berlin“ – Geniales, deutsches Serien-Monstrum!

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Erst kürzlich habe ich „Stranger Things“ zur besten Serie der Welt gekürt, dann kam „Babylon Berlin“ um die Ecke! Die millionenschwere deutsche Serie über das Berlin Ende der 1920er Jahre kann sich nicht nur optisch mit den besten Serien aus den USA messen, die Handlung ist nicht nur überragend spannend, abwechslungsreich und überraschend, die Thematik ist einfach etwas Besonderes, schließlich bietet die Serie einen grandiosen Einblick in die politischen und gesellschaftlichen Zustände während der Weimarer Republik in Berlin und damit einen interessanten Einblick in die deutsche Vergangenheit. Was das Regie-Trio Tom Tykwer, Hendrik Handloegten und Achim von Borries aus dem Romanstoff herausgeholt haben, ist wirklich einzigartig! Tolle Schauspieler, eine fesselnde Handlung, die zugleich Kriminalthriller und doch auch Geschichtsunterricht ist, garniert mit einer unfassbar realistischen Optik! „Babylon Berlin“ ist ein wahres Serien-Monstrum und die jetzt verfügbaren ersten beiden Staffeln mit jeweils acht Folgen sollten für jeden in unserem Land Pflichtprogramm sein! Weiterlesen

Neue Dokus: „Wikinger“, „Wildes Thailand“ & „Dunkirk“

Hier kommen wieder drei neu erschienene Dokumentationen, die wir euch kurz vorstellen wollen. Als erstes wäre da „Die Wikinger – Legende und Wahrheit“, ein Zweiteiler mit neuen Erkenntnissen zu den nordischen Kriegern, die dreiteilige Naturdokumentation „Wildes Thailand“, die eins der schönsten Länder Asiens mit seiner beeindruckenden Tierwelt präsentiert, und zuletzt die Kriegsdoku „Dunkirk“, die sich in drei Teilen der Belagerung Dünkirchens im Zweiten Weltkrieg widmet. Weiterlesen

„Die Verführten“ – Sofia Coppolas neues Drama!

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Sofia Coppola, Tochter des legendären Francis Ford Coppola, startete damals mit „The Virgin Suicides“ und ihrem Meisterwerk „Lost in Translation“ als Regisseurin wirklich stark durch. Doch schon „Marie Antoinette“ konnte nicht mehr mithalten, „Somewhere“ war zwar wieder ganz nett, aber „The Bling Ring“ wieder überflüssig. Ihr neuer „Die Verführten“ hat mit Nicole Kidman, Kirsten Dunst, Elle Fanning und Colin Farrell einen beachtlichen Cast zu bieten, der Film ist solide inszeniert und gespielt, aber trotzdem nichts, was sich wirklich einprägt. Interessant wird er im Vergleich zur 1971er Verfilmung „Betrogen“ mit Clint Eastwood. Weiterlesen

„Die Frau des Zoodirektors“ – Ganz klar kein Tierfilm!

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Wenn man das Cover mit Kuschellöwe sieht und den Titel hört, denkt man sofort an einen Familienfilm wie „Wir kaufen einen Zoo“. Doch „Die Frau des Zoodirektors“ ist ein trauriges Drama, dass die recht unbekannte wahre Geschichte des polnischen Ehepaares Antonina und Jan Żabińska zeigt, die während des Zweiten Weltkriegs Juden und andere von den Nazis Verfolgte in ihrem Zoo versteckten. Der Film ist gefühlvoll und doch bitter, auch wenn seine Heldin ein wenig überzeichnet wirkt. Das liegt aber nicht in erster Linie an Darstellerin Jessica Chastain, die in der Rolle überzeugen kann. Ganz weit vorne spielt auch mal wieder Daniel Brühl, der als Zoodirektor Berlins und gleichzeitig als hochrangiger Nazi zwischen seinen zoologischen Interessen und der Zuneigung zu Antonia und seinen Pflichten als deutscher Soldat hin- und hergerissen ist. Weiterlesen