„Robin Hood“ – Ganz klar kein Treffer ins Schwarze!

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Für mich gibt es eigentlich nur zwei echte „Robin Hood“-Filme, die Version von Disney aus meiner Kindheit und „Robin Hood – König der Diebe“ mit Kevin Costner. Da die letzte und auch nicht gerade gelungene Kinoversion von Ridley Scott mit Russell Crowe auch schon wieder fast ein Jahrzehnt zurück ist, war die Zeit wohl wieder reif für einen weiteren Versuch. Doch wie schon zuletzt „King Arthur“ gelingt eine Wiederbelebung nicht unbedingt, wenn man vorrangig auf wilde Action und geplant coole Sprüche setzt. Taron Egerton kann nicht gegen die langweilige Interpretation des Bogenschützen anspielen und auch Jamie Foxx überzeugt nur bedingt als Little John. Ben Mendelsohn hat als Sheriff von Nottingham noch die besten Momente, und über das maue Spiel von Eve Hewson als Marian müssen wir gar nicht reden. Alles ersäuft in einer Geschichte, die man schon auswendig kennt, aber noch nie so langweilig adaptiert und einer Fülle an nervigen Actionszenen, die mitunter so schnell geschnitten sind, dass man nicht mal richtig erkennt, was eigentlich passiert. Da einem das aber schnell sowieso egal ist, auch nicht weiter schlimm. Hoffen wir mal, dass niemand die Drohung wahr macht, dass dieser Murks nur der Anfang eines ganzen Franchises sein soll. Weiterlesen

„Bohemian Rhapsody“ – Familienfreundliches Queen-Biopic!

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Wenn man so wie ich schon seit der Kindheit extremer Queen-Fan ist, der sich vor dem Film auch noch mit gut sechs Stunden Dokus vorbereitet hat, dann kann einen vermutlich gar kein Biopic über eine der wohl größten Rockbands aller Zeiten mit dem legendären Frontmann Freddie Mercury voll überzeugen, denn nicht nur die Bandgeschichte sondern vor allem das Leben von Mercury bietet so viele interessante Aspekte, dass es wohl für vier Filme reichen würde. So könnte ich mich jetzt den vielen Kritiken anschließen und bemängeln, dass die realen Ereignisse an vielen Stellen für die Filmdramaturgie geändert wurden, dass das exzessive Privatleben von Mercury nur angerissen wird, um den Film familienfreundlicher zu machen, und dass die Handlung sich nicht bis zum Tod Mercurys erstreckt. Wenn man sich letztendlich damit abfindet, dass der Film nicht (nur) für Fans der Band gemacht wurde, sondern auch die ansprechen soll, die außer ein paar Songs bisher gar nichts über Queen und ihre Geschichte wussten, dann bietet „Bohemian Rhapsody“ eine runde Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse bis zum legendären „Live Aid“-Konzert 1986 mit einem wirklich guten Rami Malek als Mercury. Und die Songs sind einfach weiterhin zeitlos und genial! Weiterlesen

„Borg / McEnroe“ – Shia LaBeouf pöbelt in Wimbledon!

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In den 80ern, als Boris Becker noch als versierter Tennisspieler und nicht nur als tumber Medientrottel bekannt war, war Tennis noch eine der erfolgreichsten Sportarten überhaupt. Nach zahlreichen Sportfilmen war es also auch mal an der Zeit, dass man sich hier ein paar besonderen Charakteren widmen würde. Mit den Erzrivalen Björn Borg, dem ruhigen Kraftprotz aus Schweden, und Jon McEnroe, dem ständig pöbelnden Newcomer aus den USA, hat man sich hier auch zwei wirklich einzigartige Tennisspieler herausgesucht, deren Zusammentreffen in Wimbledon 1980 immer noch eins der packendsten Tennisduelle aller Zeit darstellt. Doch „Borg / McEnroe“ ist nicht nur was für Tennisfans, der Film ist mit Shia LaBeouf und Sverrir Gudnason großartig besetzt und bietet einen interessanten Einblick in die Welt hinter dem Tenniscourt. Weiterlesen

„Die versunkene Stadt Z“ – Spannende Dschungel-Expedition!

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Der Offizier und Abenteurer Percival Fawcett soll nicht ohne Grund eine Inspiration für George Lucas gewesen sein, als dieser „Indiana Jones“ erfand, denn er war einer der ersten, die sich tief in den südamerikanischen Dschungel wagten, dort mit Pfeilen beschossen und von Schlangen bedroht wurden, um Legenden zu folgen und versunkene Schätze zu finden. Natürlich kommt dieses Biopic nicht so übertrieben daher wie die Abenteurer des Kult-Archäologen, aber spannend und interessant ist der Film auf jeden Fall. Beeindruckende Aufnahmen, mitten im Dschungel gedreht, machen den Film auch optisch sehenswert, die tiefgehende Handlung rundet den Film ab. Hinzu kommt, dass die Schauspieler wirklich klasse sind, neben Sienna Miller und Tom Holland vor allem Charlie Hunnam und Robert Pattinson, denen man eine derartige Leistung wohl gar nicht so zugetraut hätte. „The Lost City of Z“ überzeugt zum einen als Drama, aber eindeutig auch als Abenteuerfilm. Weiterlesen

„King Arthur: Legend of the Sword“ – Uncooler König!

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Guy Ritchie hat mit Filmen wie „Bube, Dame, König, grAs“ und „Snatch“ schon früh bewiesen, dass er mit rasanten Schnitten, cleverer Action und coolen Sprüchen umzugehen versteht. Mit seiner Kinoversion von „Sherlock Holmes“ und der Fortsetzung konnte er ebenso die Fans und Kritiker überzeugen, daher nahm er sich jetzt eine weitere Legende vor: King Arthur. Auch hier gibt es Action ohne Ende, lässige Charaktere mit losem Mundwerk und so einiges auf den Deckel, aber hier will das irgendwie nicht funktionieren. Zu sehr wird die Legende abgewandelt, zu unpassend der Stil zur Handlung und letztendlich auch zu düster und zu wenig selbstkritisch, um wirklich lustig zu sein. Ein missglücktes Experiment, das hoffentlich nur ein Ausrutscher von Guy Ritchie war. Weiterlesen

„Jackie“ – Natalie Portman als Kennedys Witwe

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Jackie Kennedy hat im Weißen Haus Spuren hinterlassen wie kaum eine andere First Lady. Doch nach dem Attentat auf John F. Kennedy 1963 muss sie nicht nur die Trauer verarbeiten, sondern will auch noch dafür sorgen, dass das Vermächtnis Ihres Mannes gerettet wird. „Jackie“ baut auf einem Interview mit der Witwe eine Woche nach dem Attentat auf und zeigt, wie erschüttert und gleichzeitig wie stark sie wirklich war. Natalie Portman liefert eine ihre besten Rollen ab, zudem kann der Film optisch beeindrucken und setzt so ein weiteres Statement für den Stil der Präsidentengattin und ihre Hingabe zu Kunst und Kultur. Weiterlesen

„Hercules“ – Auch dieser griechische Halbgott floppt!

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Die Geschichte vom griechischen Halbgott Herakles/Herkules dürfte mit den heutigen technischen Möglichkeiten eine eindrucksvolle Umsetzung bekommen, entsprechend hoch waren die Erwartungen an die beiden diesjährigen Verfilmungen. Doch dann hatte „The Legend of Hercules“ so gar nichts mit der Legende zu tun, ähnlich ist es aber leider auch mit diesem Film. Der schlägt zwar eine interessantere Richtung ein, aber insgesamt erzählt er doch wieder eine Geschichte, die allerdings wieder die Möglichkeiten nicht mal ansatzweise ausnutzt, die der Charakter eigentlich zu bieten hat. So bleibt ein durchschnittlicher Actionfilm, den man mal nebenbei schauen kann, aber der auch dem Titel nicht gerecht wird. Weiterlesen

„47 Ronin“ – Keanu Reeves als Samurai-Kämpfer!

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Wenn Hollywood versucht, japanische Legenden zu verfilmen, ist das eigentlich schon gleich zum Scheitern verurteilt, sowas machen die Asiaten einfach besser. Das gilt leider auch für „47 Ronin“, der krampfhaft versucht, episch zu wirken, aber an schlecht animierten Fantasy-Elementen, Kitsch und einer hier und da etwas unlogischen Handlung scheitert. Auch Keanu Reeves wirkt deplatziert und kann dem Film nicht wirklich helfen. Für Fans japanischer Fantasy ein netter Zeitvertreib, aber garantiert kein Geheimtipp. Dann sollte man lieber wieder zu Klassikern wie „Tiger & Dragon“ oder „Hero“ greifen. Weiterlesen