„Paranormal Activity 3“ – Prequel zum Prequel misslungen!

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Vor zwei Jahren kam mit „Paranormal Activity“ eine neue Art von Horrorfilm in die Kinos, ein Schocker, der statt mit übermäßiger Gewalt und viel Blut durch gut platzierte Schockmomente überzeugen konnte. Natürlich musste eine Fortsetzung her, man entschied sich für ein Prequel und verblüffenderweise konnte „Paranormal Activity 2“ nicht nur ähnlich gruseln, sondern bildete auch einen perfekten Anschluss zum ersten Teil. Also ist jetzt wieder ein Jahr später ein dritter Teil im Kino, sozusagen ein Prequel zum Prequel, das aufzeigen soll, wie der Horror schon in der Kindheit der Frauen angefangen hat. Das allerdings ist voll in die Hose gegangen.

Einige Jahrzehnte, bevor Katie und Kristi von einem Dämon heimgesucht werden, fängt die kleine Katie an, mit einem imaginären Freund namens Tony zu sprechen, woraufhin bald unheimliche Dinge im Haus vorgehen. Katies Stiefvater versucht, diese Phänomene auf Video festzuhalten, doch als Tonys Übergriffe heftiger werden, bleibt der Familie nur die Flucht aus dem Haus, doch Tony folgt ihnen.

Wenn man bereits zweimal erfolgreich punkten konnte, muss man einen draufsetzen, daher hatte ich erwartet, dass man hier den Schocklevel noch etwas anziehen würde. Aber im Gegenteil, fast zwei Drittel des Films passiert eigentlich gar nichts und auch dann sind die Schocker nur ein müder Abklatsch der Vorgänger.

Viel schlimmer ist jedoch die Handlung, die nicht nur absolut unlogisch daher kommt, sondern sich auch so gar nicht an die Vorgänger anschließen will und diesen eher widerspricht, als eine weitere Erklärung zu bieten. Über die Bildqualität und Bandlauflänge von Videokameras aus den 80ern muss man besser auch nicht reden, ist hier halt so.

Was mich persönlich am meisten geärgert hat, ist, dass es vorab zwei Trailer gab, die fast ausschließlich Szenen gezeigt haben, die nicht im Film vorkamen. Wenn man überlegt, wie viel damals der Trailer zum ersten Teil verraten hatte, kann man das Argument der Filmemacher zwar verstehen, dass man die Zuschauer mit den Trailern bewusst in die Irre führen wollte, damit keiner wirklich vorhersehen konnte, was im Film wirklich passiert, aber das Ärgerliche ist, dass alle nicht verwendeten Szenen aus den Trailern deutlich mehr Spannung, Gruselatmosphäre und sogar eine gelungenere Storyline zu bieten hatten, als das, was jetzt letztendlich auf die Leinwand gekommen ist. Also ganz klar bei den ersten beiden Filmen belassen, wobei man fast sicher sein kann, dass auch noch ein vierter Teil gedreht wird.

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