„The Favourite“ – Intrigenspiel am englischen Königshof

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Historenfilme gelingen nicht immer, doch die frechen und fiesen Machenschaften um Königin Anne im 18. Jahrhundert sind absolut sehenswert. Das liegt nicht nur an der tollen Optik und der grandiosen Ausstattung des Films, nicht nur an der überdrehten Handlung, deren politische Hintergründe auch heute noch recht aktuell wirken, sondern ganz klar an der überragenden Leistung von Olivia Colman, Emma Stone und Rachel Weisz. Das Intrigenspiel und die immer niederträchtigeren Ränkespiele um die Gunst und den Einfluss auf die Königin spielen die drei mit einer solchen Hingabe, dass es eine Freude ist. Dabei gelingt es sogar, keine der drei als wirkliche Identifikationsfigur den anderen voran zu stellen, bei allen wechselt man zwischen Zustimmung, Mitgefühl und Abneigung immer wieder hin und her. Die vielen Oscar-Nominierungen sind absolut verdient, ein echtes Highlight zum Start des Kinojahres! Weiterlesen

„Anonymus“ – Emmerich entlarvt Shakespeare als Lügner!

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Wenn der Name Roland Emmerich draufsteht, erwartet man eine Action- und Effektorgie, unter der meistens die ganze Erde leiden muss, doch statt eines erneuten Weltuntergangsszenarios ist Emmerichs neuer Film ein Kostümschinken, der zur Zeit William Shakespeares spielt und der weit verbreiteten Verschwörungstheorie folgt, Shakespeare habe seine Werke gar nicht selber geschrieben. Allerdings versucht der Film, zu viele Handlungsstränge zu verknüpfen und entfernt sich oft sehr vom eigentlichen Thema Shakespeare, dass der Film leider oft etwas verworren und langatmig daher kommt. Weiterlesen

„Alexander – The Final Cut“ – Monumentales Desaster?

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Angesichts der unlängst von mir gesehenen „Final Cut“-Version von Oliver Stones Monumentalverfilmung des Lebens von Alexander dem Großen kommt hier eine kleine Klassiker-Rezension zu diesem Film, auch wenn er schon einige Jahre alt ist (2004). Kritiker und Massenpublikum sind sich weitläufig einig gewesen, dass dieser Film misslungen sei, auch finanziell war er ein Flop. Doch ist der Film wirklich so schlecht wie sein Ruf? Hat dieses Epos nicht auch Stärken und kann der völlig neugeschnittene und erweiterte „Final Cut“ wieder einiges gutmachen? Weiterlesen

Bekommt „Der Mongole“ nun eine Trilogie?

Wer hier jetzt brandneue Infos erwartet, dem gleich vorweg: Die gibt es leider nicht. Dennoch kann man sich ruhig die Frage stellen, ob „Der Mongole“ (2007), ein Biopic, welches den Aufstieg Temudjins (inzwischen weltbekannt als Dschingis Kahn) zum Mongolenführer reflektiert hat, ein Sequel bzw. gleich zwei bekommen sollte. Es scheinen derzeit keine konkreten Planungen zu laufen, dennoch scheint Regisseur Sergei Bodrov nicht abgeneigt zu sein. Weiterlesen

„Die Herzogin“ – Am Hofe nichts Neues…

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In den letzten Jahren hat es viele gute Filme über die mittelalterlichen Ränke im britischen Königshaus wie „Elizabeth“ oder „Die Schwester der Königin“ gegeben, da habe ich es mit „Die Herzogin“ auch mal probiert. Auch dieser kann mit tollen Kostümen und schönen Aufnahmen protzen, aber Keira Knightley ist eben doch keine herausragende Schauspielerin und die hier verarbeitete Story bietet auch nicht wirklich Neues. Weiterlesen

„Der Mongole“ – Dschingis Kahns Anfangszeit

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Diesmal gab es in der lübecker Sneak Preview den Historienfilm „Der Mongole“ zu sehen, der das Leben von Temudgin, besser bekannt als Dschingis Kahn, vom Kindesalter bis zu seinem Aufstieg zum Anführer der Mongolen behandelt. Abseits von Hollywood ist der Film schon etwas Besonderes und kann mit einer umwerfenden Landschaft, authentischen Kostümen und Kulissen nahezu ohne Effekte und auch ein paar netten Kampfszenen punkten. Und auch wenn der Film ein paar Mängel hat, lohnt es sich trotzdem, ihn anzusehen. Weiterlesen

„Die Schwester der Königin“ – Keine Schnulze!

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schwester.jpgDass die deutschen Übersetzer von Filmtiteln immer so abschreckende Namen schaffen müssen! Hätten mich nicht die Darsteller Scarlett Johansson, Natalie Portman und Eric Bana in diesen Film gelockt, wäre mir ein großartiger Historienfilm entgangen, der bei weitem kein schnulziger Frauenfilm ist, wie es der Titel zuerst vermuten lässt. Wem die beiden „Elizabeth“-Filme gefallen haben, der sollte sich auch diesen Film ansehen, schon weil er historisch unmittelbar vor der Geschichte Elizabeths angesiedelt ist. Weiterlesen

„Elizabeth – Das goldene Königreich“ – Episches Kino!

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Es ist schon interessant, wie geschichtliche Sachverhalte völlig unterschiedlich interpretiert werden können. Vor kurzem habe ich als erstes „Elizabeth“ mit Cate Blanchett gesehen, den Vorgänger des neuen Kinofilms. Dieser war großartig inszeniert und gespielt. Danach habe ich den TV-Zweilteiler „Elizabeth I.“ gesehen, der zahlreiche Preise gewonnen hat, u.a. für Helen Mirren, die hier wieder einmal in der Rolle einer britischen Monarchin brilliert. Diese Version spielte in den späten Regierungsjahren Ende des 16. Jahrhunderts bis zum Tod der Königin, also inhaltlich parallel zu „Elizabeth – Das goldene Königreich“. Weiterlesen