„Ready Player One“ – Spielbergs bunte Nerd-Nostalgie-Effekt-Orgie!

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Steven Spielberg ist sicher einer der bedeutendsten Regisseure der 80er und hat nicht zuletzt die Popkultur ins Kino gebracht. Nachdem seine letzten Blockbuster „Indiana Jones 4“ sowie „Tim und Struppi“ in keiner Form an seine kultigen Erfolge aus den 80ern anknüpfen konnten, konzentrierte sich der Regisseur mehr auf historisch und politisch motivierte Filme wie „Lincoln“, „Bridge of Spies“ und zuletzt „Die Verlegerin“, eine Rückkehr zu seiner alten Qualität schien unwahrscheinlich. Mit „Ready Player One“ kehrt Spielberg jetzt allerdings nicht nur mit lautem Knall in die Welt des Popcornkinos zurück, er verfilmte dafür zudem eine Romanvorlage, die sich zentral eben genau um die Popkultur der 80er dreht. Während ich am Anfang noch skeptisch war, ob mich der größtenteils animierte Film tatsächlich seinen Bann ziehen würde, war ich bald voll drin in der wilden Achterbahnfahrt. Denn „Ready Player One“ bietet nicht nur das gute alte „Jugendliche und Bösewichte auf rasanter Schatzjagd“-Thema, der Film ist dermaßen voll von Anspielungen auf die Film-, Musik- und Computerspielwelt der 80er, dass man sicher noch beim dritten Mal neue Anspielungen und Charaktere erkennen würde. Endlich mal wieder gelungenes Spielberg-Popcornkino!

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„Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ – Nostalgischer Kindheitstrip!

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Da „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende mein absolutes Lieblingsbuch als Kind war und ich die Version der Augsburger Puppenkiste unzählbare Male gesehen habe, konnte ich nicht wirklich objektiv an die erste Kinoversion herangehen. Doch wurde meine Erwartungshaltung erfüllt? Wurde die Verfilmung den Helden meiner Kindheit und ihren Abenteuern gerecht? Hat sich das lange Warten auf eine Kinofassung ausgezahlt? Kurz gesagt: Die Verfilmung ist optisch fantastisch gelungen, sie trifft absolut den Nerv der Vorlage und kommt trotz spannender Momente sehr kindgerecht daher. Man kann dem Film nicht vorwerfen, dass er wichtige Aspekte vernachlässigt oder sich durch ausschweifende Änderungen weit von der Vorlage entfernt, doch da liegt die kleine Schwäche des ansonsten wirklich unterhaltsamen Familienfilms. Da er alle Aspekte trotz langer Laufzeit nur anreißen kann und systematisch abhakt, wirkt er leider manchmal etwas oberflächlich und lässt eine spezielle eigene Note vermissen. Sehenswert ist der Film trotzdem, und Lust auf eine Verfilmung der Fortsetzung „Jim Knopf und die Wilde 13“ macht er auch.

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„Dark“ – Erste deutsche Netflix-Produktion ist düster!

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„Babylon Berlin“ hat gerade erst gezeigt, dass auch in Deutschland Serien in internationalem Format gedreht werden können, da präsentiert auch Netflix seine erste deutsche Produktion, die ebenso ein internationaler Erfolg werden dürfte. „Dark“ mag zwar in Grundzügen an „Stranger Things“ erinnern, hat aber trotz entführter Kinder, Mystery-Grusel und seiner 80er-Komponente eigentlich gar nichts mit der US-Serie gemeinsam. Denn hier ist alles düster, alle Charaktere haben dunkle Geheimnisse, Sympathieträger sucht man fast vergebens und sowas wie auflockernder Humor wurde ersatzlos gestrichen. Stattdessen gibt es ein wirklich konfuses Puzzle über mehreren Zeitebenen, ein mysteriöses Höhlensystem, ein Atomkraftwerk und dazu sehr viele Lügen. Die Mysteryserie versteht es, einen mit seinem Mindfuck-Konstrukt bis zum Finale bei der Stange zu halten, mit einer einzigartig düsteren Optik und tollen Bildern und einem wahrhaft depressiven Sound. Die Serie erinnert in vielerlei Hinsicht an „Donnie Darko“, der Zeitreise-Aspekt hier ist zudem sehr interessant und spannend und letztendlich sogar ziemlich rund. „Dark“ mag mit seiner Düsternis zwar insgesamt schon etwas übertrieben, ist aber in jedem Fall sehenswert!

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„Flatliners“ – Völlig überflüssige Neuauflage!

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Der 80er-Klassiker „Flatliners“ mit Kiefer Sutherland, Julia Roberts und Kevin Bacon ist in meinen Augen auch kein Meisterwerk, aber trotzdem für die damalige Zeit interessant, da er sich dem Thema „Leben nach dem Tod“ schon damals auf eine interessante, nicht-religiöse Weise widmete. Jahrzehnte später ist die Technik nun schon um Längen weiter, trotzdem gibt es keine verlässlichen Informationen zu dem Thema, eine perfekte Grundlage, um sich dem Stoff auf eine interessante neue Weise ein weiteres Mal zu widmen. Die Chance wird hier allerdings im großen Stil vertan, die Handlung wird kaum variiert, nur der Horroranteil wird unnötig erhöht. Und wer aufgrund der Nebenrolle von „Original-Flatliner“ Kiefer Sutherland auf eine Fortsetzung und einen Bezug zum alten Film gehofft hat, der wird ebenfalls enttäuscht. Auch „Flatliners“ ist nur ein müder Neuaufguss, der dabei tatsächlich die Chance gehabt hätte, dem Stoff eine neue Richtung zu geben.

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„Borg / McEnroe“ – Shia LaBeouf pöbelt in Wimbledon!

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In den 80ern, als Boris Becker noch als versierter Tennisspieler und nicht nur als tumber Medientrottel bekannt war, war Tennis noch eine der erfolgreichsten Sportarten überhaupt. Nach zahlreichen Sportfilmen war es also auch mal an der Zeit, dass man sich hier ein paar besonderen Charakteren widmen würde. Mit den Erzrivalen Björn Borg, dem ruhigen Kraftprotz aus Schweden, und Jon McEnroe, dem ständig pöbelnden Newcomer aus den USA, hat man sich hier auch zwei wirklich einzigartige Tennisspieler herausgesucht, deren Zusammentreffen in Wimbledon 1980 immer noch eins der packendsten Tennisduelle aller Zeit darstellt. Doch „Borg / McEnroe“ ist nicht nur was für Tennisfans, der Film ist mit Shia LaBeouf und Sverrir Gudnason großartig besetzt und bietet einen interessanten Einblick in die Welt hinter dem Tenniscourt.

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„Stranger Things Staffel 2“ – Die beste Serie der Welt!

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Wie ein Relikt aus den 80ern, als hätte Stephen King „Die Goonies“ geschrieben und Steven Spielberg das Ganze verfilmt. Schon die erste Staffel war nicht nur eine großartige Hommage an das Kino der 80er, es fühlte sich tatsächlich so an! Und auch in Staffel 2 begibt man sich wieder auf Zeitreise, in eine geliebte Welt der Kindheit mit sympathischen Außenseitern, bösen Wissenschaftlern und fiesen Monstern, in eine Kleinstadt voller Klischees, die aber genau so in diese Serie gehören! Wer die erste Staffel schon geliebt hat, den haut die zweite Staffel trotzdem noch um. Die ins Herz geschlossenen Charaktere werden großartig weiterentwickelt, dieses Mal auch individuell und nicht vorrangig in der Gruppe, nach dem Aufstellen der neuen und alten Charaktere wird ab der Hälfte dann mit Horror, Action und Spannung richtig losgelegt, wie es bei einem zweiten Teil sein muss! Trotz mehr Budget und deutlich mehr in jeder Hinsicht übernimmt sich die Serie nicht und fesselt von der ersten bis zur letzten Minute! Ein einzigartiger Geniestreich!

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„Kingsman 2: The Golden Circle“ – Solide Fortsetzung!

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Als vor zwei Jahren „Kingsman: The Secret Circle“ in die Kinos kam, wurde dort ein großartiges Feuerwerk voller überdrehter Kampfszenen, cooler Sprüche und verrückter Einfälle gezündet. Jetzt kommt mit „The Golden Circle“ die unausweichliche Fortsetzung, die Fans des ersten Teils sicher auch unterhalten kann, aber bei weitem nicht die Klasse des Vorgängers erreicht. Auch die überraschende Rückkehr eines geliebten Charakters wirkt etwas konstruiert, die Handlung holpert generell an vielen Stellen, nur der Humor und die Kampfszenen funktionieren auch hier. Neben den altbekannten britischen Agenten Taron Egerton, Colin Firth und Mark Strong fügen sich auch die amerikanischen Neuzugänge Jeff Bridges, Halle Berry, Channing Tatum und Pedro Pascal gut in die Filmreihe ein, bleiben aber hinter ihren Möglichkeiten zurück, vielleicht bekommen sie in einem dritten Teil mehr Chancen. Wirklich Spaß macht aber Julianne Moore als verrückte Drogenbaronin!

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„Ich – Einfach unverbesserlich 3“ – Lustig und total FLAUSCHIG!

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Nach dem Solo-Film der „Minions“ sind endlich auch Gru und seine knuffige Familie zurück. Nach einem soliden ersten Teil und einer wirklich witzigen Fortsetzung muss jetzt der dritte Teil zeigen, ob die Reihe weiterhin Potential hat. Und das gelingt ihm auf voller Länge! „Ich – Einfach unverbesserlich 3“ ist lustig und actionreich, führt ein paar gelungene neue Charaktere wie Grus Zwillingsbruder oder den Bösewicht Balthazar Bratt, einen echten Fan der Musik und Kleidung aus den 80ern, ein und bietet wieder ein paar echt süße Momente mit den drei kleinen Mädchen und ihren beiden Adoptiveltern. Ja, natürlich die Minions dürfen auch ihren Teil dazu beitragen, der Film würde aber auch problemlos ohne sie funktionieren. Diese Reihe schafft es tatsächlich, mit jedem Film besser zu werden.

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