„Dunkirk“ – Audiovisuell intensiv, erzählerisch leer

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Dass sich insbesondere die englischsprachigen Kritiken geradezu mit Superlativen bezüglich „Dunkirk“ überschlagen, hat mich letztlich doch noch ins Kino gelockt, obwohl ich Kriegsfilmen skeptisch gegenüberstehe und mich die Trailer bisher kaltgelassen haben. Nolans minimalistische Fokussierung auf das nackte Gefühl vom Überleben ist interessant, auch technisch ist der Film klar das Meisterwerk, zu dem es momentan mitunter erklärt wird. Sounddesign und Kamera sind fantastisch, sodass der Film eine intensive Kriegserfahrung ermöglicht. Erzählerisch hat der Film jedoch so wenig zu bieten, dass man trotz temporeicher Musikuntermalung und Schnittfolge irgendwann durch die repetitiven Szenen, die Gesichtslosigkeit der Figuren und die patriotischen Anklänge auf die Uhr guckt. Ich habe mich irgendwann eher gelangweilt. Der Gang ins Kino lohnt sich, wenn man sich einfach von den Bildern und Geräuschen berauschen lassen will.

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Christopher Nolan dreht Zweiter-Weltkrieg-Film „Dunkirk“

Christopher Nolan wird mit „Dunkirk“ das Science-fiction-Territorium verlassen und sich dem 2. Weltkrieg widmen. Die auf wahren Begebenheiten basierende Geschichte soll von einer riskanten Rettungsaktion von über 300.000 britischen, französischen, belgischen und niederländischen Soldaten aus der französischen Stadt Dunkerque handeln. Nolan will weitgehend Newcomer casten, spricht aber auch mit Mark Rylance, Kenneth Branagh und Tom Hardy. Drehbeginn – vor allen an Originalschauplätzen – ist Mai 2016; in die Kinos kommt der Film am 27.07.2017.

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„Jack Ryan: Shadow Recruit“ – Unspektakuläre Neuauflage

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Der neue Jack-Ryan-Thriller ist für den Versuch, nach 12 Jahren den bekannten Analysten für das Kino zu reaktivieren, erstaunlich unspektakulär ausgefallen: wenig Action, wenig Handlung, wenig Komplexität. Mit der alten Figur hat der Film nicht mehr viel zu tun, hat man ihr eine völlig neue Geschichte verpasst. Die Schauspieler sind okay, Kenneth Branagh sogar ganz authentisch als russischer Gegenspieler. Allerdings sind die US-patriotischen Einlagen nicht nur ein wenig störend, sondern in Anbetracht der derzeitigen Spannungen zwischen dem Westen und Russland auch unangenehm brisant, geht es im Film trotz Ende des Kalten Krieges wieder um böse Russen.

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„My Week with Marilyn“ – Gefühlvolles Monroe-Portrait

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Marilyn Monroe ist vielleicht eine der bekanntesten Schauspielerinnen aller Zeiten und dennoch auch ein Symbol für ein Opfer des Ruhms. Dieser Film widmet sich zwar nur einem sehr kurzen Auszug aus ihrem Leben und doch lässt er einen tief in Marilyns Psyche eintauchen, in eine emotionale Welt aus Begeisterung und Verzweiflung, großartig von Michelle Williams in Szene gesetzt. Perfekt trifft diesen Film ein abgegriffener, kitschiger Begriff: bezaubernd!

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„Thor“ – Der Donnergott als kunterbunte Comicfigur!

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Thor

Thor und Odin, nordische Gottheiten, fröhlich feiernd in Asgard in den düsteren Hallen von Walhalla, wohin die Wikinger kommen, wenn sie im Kampf sterben, ein Szenario, das immer wieder gerne als Grundlage für Filme genommen wurde. Also erwartet man eigentlich einen Film voller raufboldiger Nordmänner, die mit Äxten und Schwertern auf Wikingerbooten die Meere unsicher machen. Weit gefehlt, denn auch an den Gottheiten hat sich die Comicwelt bereits vergangen. „Thor“ bietet zwar seichte Unterhaltung für einen netten Kinoabend, aber trotzdem kann man sich schwer mit der futuristischen, bunten Comicversion anfreunden. Da kann auch der Einfluss von Shakespeare-Fan Kenneth Branagh als Regisseur nicht viel dran ändern.

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„Radio Rock Revolution“ – Piratenmusik im Meer

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Manchmal gibt es kleine Filmperlen, die man erst entdeckt, wenn sie auf DVD erschienen sind, so ging es mir jedenfalls mit „Radio Rock Revolution“, der bereits im April 2009 in unseren Kinos lief. Dieser Film ist eigentlich gar nichts besonderes, aber er macht Spaß, wird nicht langweilig und die Musik der 60er rundet ihn ab. Regisseur Richard Curtis hat für seine zweite Regiearbeit eine Reihe toller Darsteller bekommen können, die aus den DJs des Piratensenders auf dem Meer tolle abwechslungsreiche Typen machen. Wer die Musik der 60er mag, sollte sich dieses Filmchen nicht entgehen lassen.

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„Operation Walküre“ – Cruise als deutscher Nationalheld

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Ich mag Tom Cruise einfach nicht und die Thematik ist für uns in Deutschland auch nicht gerade neu, aber trotzdem habe ich mir „Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat“ angesehen. Der Film ist zwar mehr Popcornkino als Geschichtsunterricht, aber trotzdem nicht so extrem amilastig wie ich befürchtet habe. Mit einer Masse bekannter Stars, auch aus Deutschland, hat Regisseur Bryan Singer die interessante Thematik für das internationale Kino groß neu inszeniert. Der Film ist gut gemacht, aber irgendwie ist Tom Cruise als Stauffenberg eben doch zu glatt und cool, ein paar Ecken und Kanten hätten da sicher gut getan.

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