„Der Nebel“ – Solide bis gute King-Verfilmung

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Bei dem Film „The Mist – Der Nebel“ handelt es sich nicht um ein Remake von „The Fog“ von Carpenter und es ist auch kein Mist (wuhaha), sondern es ist nämlich eine weitere Verfilmung von King, die glücklicherweise auch gelungen ist. In dem Film geht es um einen Künstler (ein ungewohnt verdammt gut spielender Thomas Jane), der mit seinem Sohn nach einem schweren Sturm zum Supermarkt führt. Plötzlich breitet sich ein mysteriöser Nebel draußen aus und jeder Mensch, der sich in den Nebel traut, kommt nicht mehr wieder. Schnell merken die Menschen im Supermarkt, dass sie nicht rauskönnen. Sie sind im Supermarkt gefangen.

Der Film behandelt zwei Aspekte: Zum einen den Nebel selbst mit all seinen Monstren, zum anderen den Konflikt innerhalb der Gruppe der Gefangenen. Viele schnappen über und es bilden sich zwei Gruppen. Während die größere Gruppe fordert, dass täglich jemand geopfert wird. Die Situation wird gefährlich …

Ich hatte Bedenken, dass der Film zu flach wird bzw. zu B-Movie mäßig. Denn Thomas Jane ist nicht gerade für seine schauspielerischen Fähigkeiten bekannt, aber er hat eine echt gute Leistung für seine Verhältnisse abgeliefert. Der Regisseur machte schonmal zwei King Verfilmungen (beides Dramen) und das Filmende ist neu und unabhängig von Kings Kurzgeschichte „Der Nebel“. Dieser Film schafft es als einer der wenigen, echte Spannung erzeugen zu können und für kurze Momente verliert man sich komplett in den Film.

Dazu muss ich sagen, wenn man in die Spätvorstellung geht, wirkt es alles wohl noch ein bischen anders. Der Film ist solide bis sehr gut inzeniert worden. Den letzten Punkt bekommt er aufgrund einiger kleiner Logikfehler, den schlechten Animationen (leider) und der Tatsache, dass es wie bei „I am legend“ cooler gewesen wäre, wenn man weniger von den Monstern gesehen hätte. Im Endeffekt aber bin ich zufrieden, obwohl ich den Film eigentlich scheiße finden wollte, da ich die Kurzgeschichte schon zigmal gelesen habe und großer King-Fan bin und dementsprechend mein Anspruch sehr hoch war.

Fazit: Ein echter kleiner Überraschungshit mit vielen großen Szenen.

P.S. Am Anfang des Filmes sitzt Thomas Jane als Maler von Filmplakaten an einem „Dunklen Turm“-Plakat. Großes Kino!

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14 Kommentare

  1. Ich fand den Film mittelmäßig. Er ist sicherlich nicht schlecht, aber gerade durch die vielen unrealistischen Monster bleibt es ein B-Movie-Film mit so einigen Logikfehlern und nicht nachzuvollziehenden Handlungen der Leute. Auch schauspielerisch hebt sich keiner ab, wenn überhaupt einer, dann die fanatische Gläubige. Ansonsten hätte man viel mehr draus machen können… und deutlich indirekter. Ich bin Fan von indirekten Spannungselementen; möglichst wenig sehen und das auch spät, darum finde ich „Signs“ einfach klasse. Man hätte irgendwelche mysteriösen Lichter oder Geräusche oder so einsetzen sollen. Ansonsten: Das „Dunkle Turm“-Plakat war großes Kino und das war mit Sicherheit eines der verstörendsten Enden, die ich je gesehen habe, dafür habe ich dann doch gerade noch drei Sterne vergeben.

  2. Na ja, komm! Thomas Jane verdient ja wohl auch nochmal für seine Leistung am Ende ne kleine Bemerkung, wie er abdreht(dafür, dass ich der Meinung war, dass er ein besserer Van Damme ist). Aber es stimmt schon, es gab ziemlich viel Unlogisches und man hätte weniger von den monstern zeigen sollen.

    Ich hätte mir aber gewünscht, dass die Monster viel viel abartiger wären. Dafür, dass es so Viecher aus ner anderen Dimension waren, sahen sie halt zu normal aus. So nen Spinnenvieh, solche fliegenden Insekten, Tentakel… Einzig das Monster am Ende, das riesige Ding, ging so ein bischen in die Richtung, die ich haben wollte. Halt abstrakte Viecher, die nicht von unserer Welt sind.

  3. Das Ende war wirklich unglaublich krass! Ansonsten war mir das mit den Monstern auch zu B-Movie-mäßig. Hatte mehr Psycho und Unwissenheit über die Beschaffenheit des Nebels erwartet und dann kommen da so plötzlich Tentakel raus. Aber trotzdem tat es dem Film gut, sich größtenteils auf die Leute zu konzentrieren, nicht ausschließlich auf die Monster. Und nochmal, das Ende hat echt einiges rausgerissen. Da hat Hollywood sich mal was getraut.

    Wie sehr weicht der Film denn von der Vorlage ab. Das Ende in dieser Form würde ja zu King passen, dessen düstere Enden in Hollywood ja gerne etwas in Richtung Happy-End gezogen werden?

  4. Du täuscht dich. Ich hatte bei meinen Kingbüchern den Eindruck, dass die Enden meistens eher weniger düster sind. Die Charaktere eines Kingromanes sind am Anfang einer Geschichte schon ganz weit unten und King lässt auch gerne Leute in der Mitte der Geschichte opfern, aber meist sind seine Ende besonnen und wenn sie düster werden, dann aber nie so, dass die Chatraktere leiden müssen.

    In der „Kurzgeschichte“ endet es damit, dass ein bestimmter Trupp von Menschen ins Auto gelangt und wegfährt. Also ein offenes Ende, wie King es oft macht. Wobei ich mich bei der Geschichte an nicht viel mehr erinnern kann. Ich kann mich sehr gut am Anfang erinnern, etwas am Ende und ich habe das vage Gefühl, dass der restliche Film ziemlich originalgetreu verfilmt wurde.

  5. Hmmm, selbst in vielen Verfilmungen sterben die Hauptdarsteller und soweit ich weiß, sterben in den Buchvorlagen noch mehr, die man im Film hat leben lassen. Das mit dem offenen Ende mag sicher stimmen, aber Happy-Ends sind wohl nicht gerade typisch. Höchstens, wenn der Held sich für die anderen Hauptdarsteller opfert…

  6. Kommt drauf an. Ein schlimmes Ende ist das wohl bekannte von „Misery“, aber fast alle Bücher, die ich von King besitze, haben ein zum Schluß gutes oder wenigstens gerechtes/versöhnliches Ende wie z.B. Atlantis und die beiden anderen Geschichten in Atlantis, dann „Die Auegn des Drachen“ und „Puls“ sowie ein paar andere, an die ich mich erinnere.. Kann aber nur sechs Geschichten von King urteilen. Die meisten anderen habe ich nicht mehr im Kopf. Und die Verfilmungen gehen ja oftmals einen ganz anderen Weg. Imo ist King jemand, der oftmals nett zu seinen Charakteren ist.

  7. Vorsicht, MEGA-SPOILER-COMMENT!!!

    Carrie: Das Mädchen stirbt.
    Christine: Der Hauptdarsteller stirbt. Nur seine Freunde überleben.
    Cujo: Im Buch stirbt der Junge.
    Brennen muss Salem: Der Hauptdarsteller kann seine Freundin nicht retten.
    Friedhof der Kuscheltiere: Alle sterben.
    Misery: Im Buch stirbt der Autor.
    Shining: Der Vater stirbt.
    The Stand: Der Trupp der Retter stirbt.
    Dead Zone: Der Hauptdarsteller stirbt.
    Der Feuerteufel: Der Vater stirbt.
    Tommyknockers: Der Hauptdarsteller stirbt.
    The Green Mile: Der Schwarze stirbt.
    Das geheime Fenster: Die Frau wird getötet.
    Zimmer 1408: Der Hauptdarsteller stirbt.
    Der Nebel: …

    Für mich bleibt King daher jemand, der gerne wichtige Personen opfert, bei denen man bis zum Ende gehofft hat, sie würden überleben, selten gibt es sowas wie ein Happy-End. Und „Puls“ hatte doch wenn überhaupt auch kein gutes Ende, höchstens ein offenes, oder?

    Ich muss zugeben, dass ich fast keine Bücher kenne von King, aber selbst in den Verfilmungen gibt es selten ein wirkliches Happy-End.

  8. Gut, du gehst von den Verfilmungen aus. Ich kann nur von den Büchern reden und auch „nur“ von ca. 12 Geschichten plus 20 Kurzgeschichten und da habe ich halt einen anderen Eindruck bekommen. Aber so ist es wahrscheinlich bei einem Autoren, der sehr viel schreibt.

    SPOILER

    Auch „Der Turm“ bekam für die Nebendarsteller auch so ne Art Happy-End.

    Aber wahrscheinlich sind seine bekannteren Werke eher düster.

  9. Ich fand‘ den Film eigentlich echt klasse! Nur – wie du schon sagtest – haben die Monster nicht wirklich gewirkt … sahen eher urzeitlich aus, Pterodaktylus oder Rieseninsekten, wie es sie damals gab … das letzte war cool … ich dachte, jenes wäre das Kraken-Teil vom Anfang gewesen? Oo Aber dieses Größere mit den Scheren, das Mr. Revolverheld (keine Ahnung, wie er noch gleich hieß) geschnappt hab, fand‘ ich auch nicht schlecht … hat mich an den Sleeper aus Gothic erinnert!
    Fand‘ den Film wie gesagt durchweg gut, abgesehen vom Schluss und von der Gestaltung der Monster (die Spinnen sind auch falsch gelaufen irgendwie … da sind die Bewegungen im HdR von Kranka weitaus naturgetreuer!) … das Ende ist zu lange hinausgezogen … offener Schluss wie in der KG wäre das Beste gewesen … doch hier … der Protagonist wendet sich gen Heimat und fährt fast direkt ins Monsternest zurück, um seine Frau zu sehen, die man am besten hätte streichen sollen, da sie doch nur die Handlung ablenkt, denn der Protagonist hat ja wohl wenig Schiss um sie? Getrennt lebend hätte der Junge sie vermissen können, man hätte Tränen gesehen, aber er hätte (wie er es ja trotzdem getan hat) unbeeinflusst durch Gedanken an sie handeln können!
    Die Spannung ist in dem Moment raus, in dem sie von dannen fahren … und jetzt kommt noch mal so richtig fett Action mit Selbstmord … sicher, ergreifend, überspannt aber den Bogen der Geschichte meiner Meinung nach … es geht um den Supermarkt, nicht um das Weiterziehn des Protagonisten …

  10. Hy:

    Ich finde den Film „Der Nebel sehr klasse gemacht“. Naja vielleicht die Monster passen nicht dazu man hätte besser Aliens nehmen sollen aber egal. Zum Schluss fand ich das so schlimm das der Vater seinen Sohn und die zwei älteren Personen erschossen hatte. Er wollte nicht das diese Monster sie töten also tat er es selbst. Ich fand das sehr tragisch stellt das euch mal vor. Man hat ja die Szene nicht gesehen.

    Aber ein sehr guter Film mit guter HAndlung!!!! Applaus!!!!!

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