„Der Ja-Sager“ – Jim Carrey macht wieder Grimassen

nur miesschlechtfast mittelmäßigmittelmäßigfast gutgutfast sehr gutsehr gutfast einzigartigfast einzigartig   5,67 (9 Stimmen)
Loading...

Nach einem erneuten Ausflug in den ernsten Bereich mit „Number 23“ besinnt sich Jim Carrey wieder auf sein erfolgreiches Knautschgesicht, aber irgendwie sind die „Ace Ventura“- und „Die Maske“-Zeiten einfach vorbei, diese neue Komödie ist zwar nett, aber mehr auch nicht. Was den Film aber erheblich aufwertet, ist Sonnenschein Zooey Deschanel, die mal wieder unglaublich viel Charme versprüht und einen mit ihren blauen Augen verzaubert.

Carl geht dem Leben aus dem Weg, seit seine Frau ihn verlassen hat. Als ein Freund ihn zu einem „Ja-Sager“-Seminar überredet, nimmt er den Vorschlag auf, ab jetzt auf alles mit „Ja“ zu antworten. Das kostet ihn zwar erstmal einige Nerven und einiges Geld, aber er merkt, dass er in das Leben zurückkehrt, als er mit auf Partys geht, Gitarrespielen lernt, Flugstunden nimmt und einfach alles mitmacht. Das bringt ihm zwar eine Gehaltserhöhung ein und seine Freunde zurück, aber außerdem noch mit der durchgeknallten Allison zusammen, die von seiner offenen Art begeistert ist. Doch immer nur „Ja“ sagen, kann auf Dauer auch nicht gut gehen…

Eigentlich ist der Ansatz des Films gar nicht schlecht, mir selber ist mal wieder aufgefallen, wie gerne ich kategorisch immer erstmal „Nein“ sage, anstatt mal was zu riskieren. Aber er schafft es trotzdem nicht über die Mittelmäßigkeit hinaus, Jim Carreys Grimassenspiel wirkt mitunter schon zu übertrieben, das hat halt besser funktioniert, wenn der ganze Film darauf ausgelegt war, hier erscheint Carrey oft schon leicht peinlich, wenn er sein Gesicht verzieht.

Über die süße Zooey Deschanel könnte ich hier wie ein Schuljunge stundenlang schwärmen, dieses niedliche Gesicht scheint unglaublich meinen Nerv zu treffen. Und nachdem sie in „The Happening“ recht unnahbar war, spielt sie hier wieder das süße, verrückte Mädel, was einfach besser zu ihr passt. Zudem bringt sie ein paar sehr skurille Gesangseinlagen. Bereits in „Buddy der Weihnachtself“ konnte man ja schon ihre schöne Stimme hören und im letzten Jahr kam zudem ihre Stimme auf dem Debutalbum von „She & Him“ großartig zur Geltung.

Ich weiß nicht, was ich in Zukunft von Jim Carrey sehen wollen würde, die Grimassenzeit ist vorbei und dass er auch in ernsten Rollen bestehen kann, hat er ja auch bewiesen, aber irgendwie habe ich das Gefühl, seine Hochzeit ist lange vorbei.

Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)


Verwandte Artikel

3 Kommentare

  1. Jo, das trifft es recht gut. Es war halt Standard „Hey, lass uns noch einen Film mit dem Typen mit dem Gesicht machen, wo er Dinge tun muss, die er gar nicht will zuerst und dann lernt er ne Lektion in irgendwas…“

  2. Auch wenn Jim Carry nicht mehr so gut ist wie früher muss man sagen das er noch gut spielt, aber nicht wie früher. Es war schon lustig, aber war eher standard mäßig, aber trotzdem nett.

  3. Kann mich nur anschliessen. Nette Unterhaltung. Bisschen gestört hat mich, dass das Ja-Sagen teilweise nur sehr inkonsequent durchgeführt wurde (er sagt zwischendrin immer wieder Nein, vielleicht etc.). Das hätte man besser machen können.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.