„Werner – Eiskalt“ – Peinlich, traurig, grauenvoll!

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Jeder meinte vorher, dieser Film würde nur peinlich werden, aber als Werner-Fan musste ich einfach ins Kino. Natürlich sind die besten Zeiten des Comicstars und seines Schöpfers Brösel lange vorbei und doch war gerade der auch schon sehr verspätet in die Kinos gekommene vierte Teil mit dem abgrundtief schlechten Titel „Gekotzt wird später“ doch der zweitbeste Film der Reihe. Ungeschlagen bleibt weiterhin „Werner – Beinhart“, der allerdings an den Realszenen krankte. Und die killen auch „Werner – Eiskalt“, denn hier kommen Comicszenen nur am Rand und absolut zusammenhanglos vor, bis auf eine lustige Szene mit Meister Röhrich ist hier nur noch Fremdschämen und Kopfschütteln angesagt. Das hätte echt nicht sein müssen!

Brösel will mit einem neuen Werner-Comic zu neuem Ruhm aufsteigen, doch sein Produzent meint, die Zeit dafür wäre vorbei. Als Brösel sich dann beim Flachköppern den Kopf stößt, halten ihn alle für tot und eine großes Werner-Revival beginnt. Dabei erinnern sich alle an Anekdoten aus Brösels/Werners Leben, vor allem dessen Rivalität zu seinem Kumpel Holgi, gegen den er so einige Rennen verlor.

Dass die Realszenen ähnlich schlecht und störend wie bei „Beinhart“ werden würden, hat wohl keiner angezweifelt, dass sie aber einen so großen Teil des Films ausmachen würden, hat aber wohl keiner erwartet. Die wenigen Comics wollen aber auch nicht zünden, zu sehr konzentriert man sich auf den langweiligen Konkurrenzkampf mit Holgi oder das Polizeifest, nur die schon erwähnte Szene mit Eckat und Röhrich kann ein wenig „Werner“-Nostalgie hervorrufen. Leider kann auch „Torfrock“-Sänger und Werner-Stimme Klaus Büchner hier nicht viel aus den mauen Comics rausholen.

Ob es wirklich an mangelndem Talent oder nur an fehlendem Budget lag, Brösel hat sich mit diesem Rohrkrepierer keinen Gefallen getan. Es wirkt schon fast erbärmlich, wenn der Comiczeichner in diesem Film seine großen Erfolge aufleben lässt und sich selber vorgaukelt, er könne noch einmal im Ruhm baden, die schönsten, jungen Mädels abgreifen und das damals kläglich verlorene Rennen gegen Holgis Porsche in einem zweiten Versuch doch noch gewinnen.

Brösel ist ein Versager, Werner eine coole Comicfigur, hier noch einmal drauf hinzuweisen, dass sie ja eigentlich die gleiche Person sind, schadet der Figur Werner mehr, als sie dadurch gewinnt, denn Brösel wirkt gerade durch den sich selber auf den Leib geschriebenen Film-Erfolg noch mehr wie ein Loser. Wenn die echte Rockerbande mit Brösels Leiche durch Europa tourt, ist wirklich alles verloren, peinlich wird schnell zu oberpeinlich. Da fallen den meisten solche Pannen wie die Tatsache, dass Werner 1950 geboren wurde und sich Ende der 80er mit fast 40 Jahren immer noch in der Lehre befindet, schon fast gar nicht mehr auf.

Werner bleibt weiterhin eine grandiose Kultfigur der 90er, das hätte man so belassen oder für die Fans wenigstes so lange sparen sollen, bis man genug gute Comicvorlagen und genug Budget für einen kompletten Zeichentrickfilm zusammen gehabt hätte. Wenn Brösel schon vorher pleite war, könnte es sein, dass er seinen Schuldenberg mit diesem Schund noch weiter erhöht hat. Das gibt ganz doll Mecker vom Meister hier!!

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Ein Kommentar

  1. Stimme allen 100 % zu. Der Film war überhaupt nicht lustig. Viele Pannen sind aus älteren Werner Filmen recht ähnlich. Dann die Übergänge erst Film dann Comic. Ohne Sinn. Einfach einfallslos. Die jenigen die den Film nicht gesehen haben, haben nichts verpasst. Die 7,50€ fürs Kino waren Verschwendung. Einige Zuschauer verliessen den Saal bereits nach ca 30 Minuten.

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