Neue Dokus: „Die Kennedy-Saga“ und „Das Wunder der Jahreszeiten“

Wieder mal sind zwei neue Dokumentationen auf DVD erschienen, die wir euch kurz vorstellen möchten. Die sechsteilige Reihe „Die Kennedy-Saga“ bietet einen interessanten Einblick in das Leben und die Intrigen rund um eine der wohl bekanntesten Familien Amerikas. Die vierteilige Naturdoku „Das Wunder der Jahreszeiten“ ist ein wirklich tolles Erlebnis, das einen rund um den Globus zu ganz besonderen Ereignissen im Jahreszyklus der Tierwelt führt. Beide Dokumentationen sind seit dem 28. Juni 2019 im Handel erhältlich. Weiterlesen

„Green Book“ – Unterhaltsames Feel-Good-Movie!

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Regisseur Peter Farrelly kommt eigentlich aus der tiefsten Klamaukecke, Filme wie „Verrückt nach Mary“, „Dumm und dümmer“, „Schwer verliebt“ oder „Ich, beide und sie“ gehen auf sein Konto. So darf man schon verblüfft sein, wie sein neuer Film sogar den Oscar als bester Film einheimsen konnte. Mit Viggo Mortensen und Mahershala Ali hat er auf jeden Fall zwei talentierte Darsteller verpflichten können, die auch wirklich großartig spielen. Dem Film selber gelingt es, eine gefühlvolle Geschichte über Rassismus, Freundschaft und Musik auf angenehme Art aufzubereiten, der Film geht ans Herz, vermeidet aber trotz gelegentlichem Tiefgang trotz des zentralen Themas „Rassismus“ extrem tiefgründig zu werden. So macht der Film Spaß, nicht zuletzt dank des Zusammenspiels der beiden Hauptdarsteller, doch so gut, dass er besser als alle Filme des letzten Jahres gewertet werden könnte, ist er nicht. Anschauen sollte man ihn trotzdem, zumal es fast schon gut tut, das Thema Rassismus nicht so brutal vorgesetzt zu bekommen wie bei „Detroit“, ohne dabei die Botschaft trotzdem nicht zu verfehlen. Weiterlesen

„BlacKkKlansman“ – Schwarzer Cop im Ku-Klux-Klan!

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Spike Lee hat in seinen Film schon oft Rassismus und die Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung Amerikas thematisiert, aber sein neuer Film ist ein wahrer Genuss für alle, denen der zunehmende Rechtsruck auf der Welt Unwohl bereitet. Ganz klar liegt der Fokus der Verfilmung der wahren Geschichte des schwarzen Ermittlers Ron Stallworth, der in den 70ern den Ku-Klux-Klan unterwanderte, auf dem rassistischen Umgang mit den Schwarzen und deren Widerstand, aber nicht zuletzt am Ende des Film wird ganz klar auf die Parallelen zur heutigen Zeit verwiesen. Dabei gelingt ihm großartig der Spagat zwischen amüsanten und ernsten Momenten, der Film bietet einige echt witzige Momente, die einen aber nie vergessen lassen, wie bitter die Realität damals aussah und auch heute wieder aussieht. Spätestens wenn die Mitglieder vom Ku-Klux-Klan immer wieder die Worte „America First“ rufen, ist die Botschaft ganz klar angekommen. Weiterlesen

„Feinde – Hostiles“ – Christian Bale im düsteren Wilden Westen!

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Dass die Soldaten und die Indianer zu Zeiten des Wilden Westens nicht unbedingt einer Meinung waren, ist sicher kein Geheimnis, aber so bitter wie in „Hostiles“ wurde dieser Konflikt selten gezeigt. Im Zentrum steht ein mal wieder genial spielender Christian Bale, der jahrzehntelang die Indianer bekämpft hat und nun den Auftrag erhält, einen begnadigten, kranken Häuptling und dessen Familie quer über den Kontinent in seine Heimat zu begleiten. Wenn sich dann noch eine Frau dazu gesellt, deren Familie von Indianern brutal ermordet wurde, und der Gruppe noch ein Verurteilter angehängt wird, der wegen seines Verhaltens gegenüber Indianern gehängt werden soll, ist das Pulverfass in vielerlei Hinsicht kurz vor der Explosion. Doch obwohl der Begriff „Feinde“ hier viele Bedeutungen hat, zeigt der Film auch, dass Menschlichkeit und Mitgefühl letztendlich stärker als der Hass sein kann. Weiterlesen

„Red Sparrow“ – Jennifer Lawrence als russische Spionin!

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Zusammen mit Regisseur Francis Lawrence lieferte Jennifer Lawrence (nicht verwandt!) bereits einiges an Mainstream-Ware mit den letzten „Tribute von Panem“-Filmen ab. Von „Red Sparrow“ hatte man eigentlich mehr erwartet. Dieses mehr wird hier in erster Linie durch Sex und vor allem Gewalt dargestellt, Jennifer Lawrence ist die perfekte Besetzung für das verführerische russische Mädchen, das zum eigenen Überleben Spione und Verräter auf allen Seiten gegeneinander ausspielt und das nicht zuletzt dank ihrem Training im harten „Verführungscamp“! Der Film funktioniert grundsätzlich auch nicht schlecht als Spionagefilm mit ein wenig Bond-Feeling, aber trotzdem mit deutlich mehr Härte. Andererseits kommen die Russen hier fast noch schlechter weg als bei „The Death of Stalin“, was vielleicht nicht mehr ganz so zeitgemäß ist, erschreckenderweise aber vielleicht gar nicht so weit von der Realität weg ist, wenn man dem Autor der Romanvorlage glauben mag. Weiterlesen

„Die Verlegerin“ – Spielberg und die Freiheit der Presse!

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Es ist sicher kein Zufall, dass Steven Spielberg zusammen mit den Stars Tom Hanks und Meryl Streep gerade jetzt einen Film in die Kinos bringt, in dem es um den Presseskandal in den 70ern, als die Washington Post und andere Verlage brisantes Material zum Vietnamkrieg in die Finger bekamen und die US-Regierung versuchte, die Veröffentlichung zu verhindern. Wenn auch nicht unbedingt Intelligenz an erster Stelle steht, so zeigt auch dieser Film deutlich die Parallelen zwischen Donald Trump und Richard Nixon, wenn es darum geht, die gegebene Macht zu überschreiten und sich mal eben über alle Grundsätze der Pressefreiheit hinweg zu setzen. „The Post“ ist ein spannender Zeitungsthriller und nicht zuletzt fast schon ein Prequel zu „Die Unbestechlichen“, dem Film über die Watergate Affäre mit Robert Redford und Dustin Hoffman. Bevor Spielbergs nächstes Popcorn-Event „Ready Player One“ in wenigen Wochen in die Kinos kommt, zeigt er noch mal, wie gut er auch „kleine“ Filme in Szene setzen kann. Weiterlesen

„Suburbicon“ – Matt Damon und die Abgründe der Vorstadt!

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Wenn ein politisch engagierter Schauspieler wie George Clooney ein altes Script der Coen-Brüder mit Stars wie Matt Damon, Oscar Isaac und Julianne Moore verfilmt, bei dem es um die rassistische und engstirnige Welt eines Vorortes Ende der 50er geht, erwartet man bitterbösen schwarzen Humor und einen ordentlichen Schwung Gesellschaftskritik. Beides ist bei „Suburbicon“ zu finden, aber trotzdem will der Film sich irgendwie nicht richtig anfühlen. Für eine schwarze Komödie ist vieles zu ernst, für einen ernsten Film ist vieles zu überdreht. Der Film ist böse, ganz klar, letztendlich gibt es hier eigentlich keinen, der es nicht faustdick hinter den Ohren hat. Allerdings ist der große Twist viel zu früh aus dem Sack, danach zählt man nur noch Leichen und der Mob nebenan, der aufs Fieseste gegen eine schwarze Familie vorgeht, verkommt völlig zum irgendwie nicht richtig mit der Haupthandlung verwobenen Nebenschausplatz. Leider gibt es hier weder für Clooney, Damon, Moore oder die Coens einen wirklichen Pluspunkt auf dem Filmkonto. Weiterlesen

„Barry Seal – Only in America“ – Tom bescheißt alle!

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Dass ich nicht gerade ein Fan von Tom Cruise bin, ist nichts Neues, in diesem Film hat er mir allerdings richtig Spaß gemacht. „Barry Seal“ ist irgendwie eine Mischung aus „Narcos“ und „Blow“, auch hier geht es um Drogenschmuggel in den 80ern, die Geschichte von Barry Seal setzt allerdings allem die Krone auf. Der Pilot arbeitete nämlich in seinen besten Zeiten zeitgleich für die CIA, das Medellin-Kartell und Rebellen aus Nicaragua, eine Konstellation, die zwangsläufig zu sehr viel Geld aber auch sehr vielen Problemen führte. Der Film wurde bewusst locker inszeniert, so schien sich auch Barry Seal nie der Ernsthaftigkeit seines Tuns wirklich bewusst zu sein. Cruise spielt den Piloten erstaunlich facettenreich, der Film ist abwechslungsreich und spannend in Szene gesetzt, aber das Beste ist eben die reale Geschichte selber. Weiterlesen