Kurz kritisiert 24: Von Büchern, Bühnen und Toten

Es ist echt verblüffend, wie viele Biopics derzeit im Kino laufen, zu „Bohemian Rhapsody“, „Rocketman“, „Astrid“, „Stan & Ollie“, „Tolkien“, „Vice“, „Brexit“ und „Aufbruch zum Mond“ habe ich ja schon ausführlicher meine Meinung gesagt, aber im ersten Schwung der noch offenen Kurzkritiken will ich kurz noch was zu Filmen über Hape Kerkeling („Ich bin dann mal weg“, „Der Junge muss an die frische Luft“), „Mary Shelley“, Sidonie-Gabrielle „Colette“, „Maria Stuart“, „White Boy Rick“, Bertolt „Brecht“ und seinen „Dreigroschenfilm“, Lyndon B. Johnson („LBJ“), Fritz Honka („Der goldene Handschuh“), Ted Bundy („Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile“) und Vincent „Van Gogh“ sowie die DDR-Ballonflucht („Ballon“) und die Verfolgung von Bonnie & Clyde („The Highwaymen“) loswerden. Weiterlesen

„Gefährten“ – Spielbergs Pferdefilm voll Kitsch und Pathos

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Vermutlich, weil ich eigentlich alle Filme von Steven Spielberg gesehen habe, habe ich „Gefährten“ jetzt doch noch eine Chance gegeben. Aber der Film entsprach leider genau meinen Erwartungen, eine rührseelige Ansammlung voller Kitsch und Pathos, fast schon eine Beleidigung des Regisseurs, der doch einst mit Filmen wie „Der Soldat James Ryan“ sehr eindrucksvoll zeigte, wie grausam der Krieg sein kann. Ich frage mich wirklich, für wen dieser weichgespülte Film eigentlich sein soll, Männer wollen keinen Pferdefilm, Frauen keinen Kriegsfilm, also? Weiterlesen

„Same Same But Different“ – Bucks Neuer

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„Same Same But Different“ ist ein Liebesfilm, der in einem Genre überzeugen kann, welches unter einer Vielzahl von schnell produzierten Ramschfilmen verkommt. Bucks neuester Film handelt von dem jungen Ben, der sich in Kambodscha eigentlich nur volldröhnen wollte und dabei die große Liebe gefunden hat, doch für diese Liebe muss er einen hohen Preis zahlen. Dabei dreht sich der Film um die Liebe, das Erwachsenwerden, kulturelle Hindernisse und den Tod. Weiterlesen

„Der Vorleser“ – Altes Thema, neuer Ansatz

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Ich will auf keinen Fall das grauenhafte Thema des Holocausts herunterspielen, aber mir persönlich gibt es davon inzwischen zu viele Verfilmungen und jede wird gleich für einen Oscar nominiert, so dass man auch hier mal etwas kritischer an die Filme an sich abseits des Themas gehen sollte. „Der Vorleser“ bietet da einen neuen Ansatz, hier wird der Schrecken in den Lagern nicht gezeigt, sondern nur auf Basis eines Gerichtsprozesses aufgegriffen. Die Handlung um die ehemalige Aufseherin Hannah Smitz, die eine Affäre mit einem 15-Jährigen beginnt, der sie dann während seines Jura-Studiums vor Gericht wiedersieht, ist sehr interessant und großartig gespielt. Weiterlesen

„Krabat“ – Kein Potter-Klon

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„Krabat“ ist die Verfilmung eines berühmten und mit Preisen überhäuften Buchs, welches auf einem serbischen Märchen basiert. Der Film ist eigenständig und nicht als Klon der modernen Fantasy-Filme zu bezeichnen. Weder moderne Sprache, hippe Elemente der heutigen Jugendkultur oder Kämpfe voll mit CGI-Effekten erwarten einen. Es erwartet einen vielmehr ein Film mit vielen Details, die gut umgesetzt wurden, doch leider ist „Krabat“ nicht rundum perfekt. Weiterlesen