„Astrid“ – Ergreifendes Biopic über die Jugend von Astrid Lindgren!

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Was wäre die Kindheit ohne die Bücher und Kinderfilme über Pippi, Ronja, Michel, Lotta, Karlsson, Tjorven, Kalle oder Madita? Niemand sonst hat so viele großartige Kindergeschichten geschrieben wie die Schwedin Astrid Lindgren. Wenn man weiß, dass sie selber wie in Bullerbü aufgewachsen ist, erwartet man auch von der Geschichte ihrer Jugend eine Sammlung witziger Momente, behütet und voller Abenteuer auf dem Land, zusammen mit der Familie und vielen anderen Kindern. Doch die Wahrheit sah ganz anders aus. Nach diesem Film hat man nicht nur eine andere Sicht auf Lindgren selber, die so viele Schicksalsschläge, Entbehrungen und Enttäuschungen durchleben musste, sondern auch auf ihre Bücher und deren Charaktere. Und auch wenn Lindgren schon als Kind voller Fantasie und Kreativität war, so waren es doch ganz andere Umstände, die letztendlich den Grundstein für die vielen tollen Bücher legten. Für alle, denen ihre Geschichten wie mir sehr am Herzen liegen, kann ich diesen Film nur empfehlen. Aber unbedingt darauf einstellen, dass „Astrid“ keine fröhliche Kindergeschichte ist. Aber natürlich auch kein Film ohne amüsante Momente. Diese Vielschichtigkeit wird vor allem durch Haupstdarstellerin Alba August einfach grandios übertragen. Weiterlesen

„Friedhof der Kuscheltiere“ – Nur bedingt überzeugende Neufassung!

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„Friedhof der Kuscheltiere“ ist sicher einer der besten Romane von Stephen King, doch zur 1989er Verfilmung von Mary Lambert gehen die Meinungen weit auseinander. Während einige sie für eine der besten King-Verfilmungen halten, hadern viele mit dem schlechten Hauptdarsteller und der mitunter etwas billigen Effekte. Nach dem Erfolg der tatsächlich gelungenen Neuauflage von „ES“ und dem neuen King-Boom in TV und Kino machte es also Sinn, auch „Pet Sematary“ eine Neuauflage zu gönnen. Hier macht man zwar mit Hauptdarsteller Jason Clarke alles richtig, aber irgendwie kann der Film sich nicht über die alte Verfilmung hinweg setzen. Weder der Grusel- noch der Gewaltfaktor überzeugen mehr und auch die kleinen Änderungen können nicht so richtig überzeugen. Wer die alte Verfilmung nicht kennt, wird vermutlich auch hier mit dem Einschlafen ein paar Probleme haben, wer aber weiß, was passiert, der wird hier leider nicht mehr abgeholt als damals. Weiterlesen

„Shazam!“ – DC amüsiert mit kindlichem Superhelden!

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Zu Zeiten von „The Dark Knight“ hatte DC im Comic-Kino ganz klar die Nase vorne, doch seit dem Erfolg des MCU bis zum aktuellen Höhepunkt „Avengers 4“ versauerte das Franchise rund um die „Justice League“, konnte mit „Wonder Woman“ einen kleinen Lichtblick und mit „Aquaman“ solide Unterhaltung bieten, aber das war’s dann auch. Mit „Shazam!“ versucht man nun etwas ganz Neues, denn dieser wohl kaum einem bekannte Superheld ist in Wirklichkeit ein Teenager, der mal eben zum Superhelden gemacht wurde. Und wenn man einem pubertierenden Jungen ohne wirkliches Verantwortungsgefühl solche Kräfte gibt, kann das schon amüsant werden. Überraschenderweise klappt das sogar ziemlich gut, der Film lässt einen vergessen, wieviel düsteren Pathos man bei DC in den letzten Jahren ertragen musste, und stolpert leicht und witzig über die Leinwand. Die kindlichen Gags funktionieren dabei tatsächlich, ohne peinlich zu werden. Und trotzdem gibt es auch ein paar emotionale Momente. Eine schöne Abwechslung im Gegensatz zu ernstem Gekloppe und übertriebenem Slapstick. Weiterlesen

„Maniac“ – Verrückt, aber nicht verrückt genug!

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Einerseits ist „Maniac“ herrlich abgedreht, voller absurder Einfälle und kranker Fantasiewelten, aber andererseits ist die Serie dann doch nicht so cool und originell, wie sie sich darzustellen versucht. Das liegt ganz klar nicht an Emma Stone und Jonah Hill, die hier eine beeindruckende Bandbreite skurriler Charaktere abliefern, auch die Szenarien, die sie während des pharmazeutischen Experiments durchleben, sind teilweise echt großartig, die andere Hälfte schrammt dann aber leider nah an peinlich vorbei. „Maniac“ ist aber auf jeden Fall anders, aber trotz des Versuchs, möglichst verrückt rüberzukommen, weit weg vom Mindfuck-Level einer Serie wie „Legion“.

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„Spuk in Hill House“ – Grandiose Horror-Drama-Serie!

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Mit „The Haunting of Hill House“ ist Netflix mal wieder ein echter Serien-Geniestreich gelungen. Das Setting mit dem verfluchten und von Geistern heimgesuchten Haus rund um die Familie Crain kommt einem schon alleine aufgrund des erfolgreichen Kinofilms „Das Geisterschloss“ von 1999 sehr vertraut vor. Doch die Serie geht ihre eigenen Wege. Dabei verblüfft es, dass trotz der wirklich gruseligen Ereignisse und mitunter echt heftigen Schockmomente die Serie eigentlich ein Drama ist, welches das traurige Schicksal einer Familie aus unterschiedlichen Zeitperspektiven betrachtet. Neben der gelungenen Atmosphäre, der gruseligen Optik und den tollen Darstellern lebt die Geschichte vor allem von ihren Zeitsprüngen, die wirklich erst ganz am Ende ein großes Bild ergeben und einen auf dem Weg dahin immer wieder in die Irre führen. Ganz klar ein echtes Serienhighlight! Weiterlesen

„Aufbruch zum Mond“ – Emotionales Biopic über Neil Armstrong!

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Dass Neil Armstrong der erste Mensch auf dem Mond war, ist allgemein bekannt und doch hat „Whiplash“– und „La La Land“-Regisseur Damien Chazelle aus seinem Biopic ganz bewusst kein Heldenepos gemacht. „First Man“ ist ein sehr bewegender Film, der in vielerlei Hinsicht absolut sehenswert ist. So bekommt man einerseits einen sehr interessanten Blick auf den Charakter Armstrong mit all seinen Schicksalsschlägen und Eigenarten, die ein ganz anderes Bild zeigen, als man erwartet hätte. Dies liegt nicht zuletzt an einer mal wieder großartigen Performance von Ryan Gosling. Auf der anderen Seite sind die Aufnahmen aus dem NASA-Trainingsprogramm und zuletzt dann von der Apollo-11-Mission so beeindruckend gedreht, dass man wirklich das Gefühl hat, mit dabei zu sein. Weiterlesen

„Die Unglaublichen 2“ – Grandiose Rückkehr von Pixars Superhelden!

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Fast 15 Jahre ist es her, dass Pixar mit „Die Unglaublichen“ eine Familie von Superhelden losschickte und lange vor der Übernahme des Kinos durch Marvel und DC einen herrlichen Actionklamauk im Stil alter Comics auf die große Leinwand schickte. Der Film gehört bis heute zu einem der besten von Pixar und, obwohl eine Fortsetzung immer wahrscheinlich war, hat so lange danach wohl doch keiner mehr damit gerechnet. Aber kann man nach so langer Zeit, gerade in Zeiten von absolutem Superhelden-Überschuss im Kino, tatsächlich ausgerechnet mit „Die Unglaublichen 2“ noch mal einen Knaller zünden? Oh ja, man kann! Regisseur Brad Bird macht mit seiner Fortsetzung einfach alles richtig und bietet eine rasante Actionkomödie voller witziger Einfälle und unterhaltsamer Action. Trotz der langen Zeit dazwischen schließt der zweite Teil nicht nur von der Story her nahtlos an das erste Abenteuer an, der komplette Film ist die perfekte Fortsetzung und hätte genau so auch schon damals gepasst. Wie schon „Die Unglaublichen“ widersteht auch die Fortsetzung der Option, möglichst aktuellen Trends zu folgen und bietet lieber zeitlose Themen, Gags und Action. Dass die Technik aber einen ganzen Sprung nach vorne gemacht hat, merkt man dem Film schon an, die Animationen sind einfach großartig und zeigen, dass man im Animationsfilm im Verhältnis zu den mitunter völlig übertriebenen Actionfilmen der heutigen Zeit eben doch noch einen draufsetzen kann. Weiterlesen

„Hereditary – Das Vermächtnis“ – Auf einer Ebene mit „Shining“?

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Vermutlich wäre „Hereditary“ auch an mir einfach vorübergegangen, wenn ich nicht über so viele lobreiche Kritiken gestolpert wäre. Aber ist das Spielfilmdebüt von Regisseur Ari Aster wirklich ein neues Horrormeisterwerk, das sich in eine Reihe mit Psychothrillern wie „Shining“ oder „Rosemaries Baby“ stellen darf? Ganz so weit würde ich nicht gehen, aber der Film ist sicher einer der besten Horrorfilme der letzten Jahre. Das liegt nicht nur an der traumatischen Geschichte, die sich auch ohne die Gruselmomente schon nachhaltig im Gehirn festsetzt, sondern auch an Asters grandioser Optik und seltsamer Bildsprache und nicht zuletzt an den Schauspielern, bei denen vor allem Toni Colette eine Leistung vollbringt, die sie voll auf Oscar-Kurs katapultieren dürfte. „Hereditary“ ist ein bitterer Film über den Tod und dessen Verarbeitung, der auch ohne den mystischen Teil schon sein Grauen voll entfaltet hätte, durch den übernatürlichen Anteil in der zweiten Hälfte aber noch eine ganze Schippe drauflegen kann. Weiterlesen