“Blau ist eine warme Farbe” – Voyeuristische Einblicke in Adèle

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Der im französischen Original “La vie d’Adèle” betitelte ‘Skandalfilm’ und Cannes-Gewinner über die lesbische Beziehung zwischen Adèle und Emma stellt eine Montage vieler einzelner Momentaufnahmen aus dem Leben der Protagonistin dar. Geradezu voyeuristisch sieht der Zuschauer der Titelfigur beim Tanzen, durch die Gegend gehen, Sex haben oder irgendwo rumstehen zu – dabei klebt die Kamera meist effektiv sehr dicht am Körper von Adèle. Auch die berüchtigten Sexszenen sind weitgehend gelungen (das Marketing darüber auch) und der 3 Stunden lange Film kann mit einer langsamen, fragmenthaften Erzählung viele Emotionen und Spannung erzeugen. Weiterlesen

“Her” – Spezieller Liebesfilm mit zynischen Seitenhieben

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Joaquin Phoenix führt eine Beziehung mit seinem Betriebssystem. Klingt wie eine Komödie oder eine böse Dystopie. Überraschender Weise gelingt Regisseur Spike Jonze (“Being John Malkovich”, “Adaption.”) aber ein hochemotionaler Film über Liebe und Beziehungen, der das ungewöhnliche Liebespaar durchaus ernst nimmt. Dass bei dieser Beziehung jedoch einige Probleme vorprogrammiert sind (pun intended), liegt auf der Hand. Der Film ist ruhig und melancholisch inszeniert, kann aber gerade am Anfang auch einige humoristische und zukunftskritische Klänge einstreuen. Aus einer interessanten Idee wurde ein gut umgesetzter Film, der zum Weiterdenken anregt. Ein kleiner Höhepunkt des Filmjahres! Weiterlesen

“47 Ronin” – Keanu Reeves als Samurai-Kämpfer!

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Wenn Hollywood versucht, japanische Legenden zu verfilmen, ist das eigentlich schon gleich zum Scheitern verurteilt, sowas machen die Asiaten einfach besser. Das gilt leider auch für “47 Ronin”, der krampfhaft versucht, episch zu wirken, aber an schlecht animierten Fantasy-Elementen, Kitsch und einer hier und da etwas unlogischen Handlung scheitert. Auch Keanu Reeves wirkt deplatziert und kann dem Film nicht wirklich helfen. Für Fans japanischer Fantasy ein netter Zeitvertreib, aber garantiert kein Geheimtipp. Dann sollte man lieber wieder zu Klassikern wie “Tiger & Dragon” oder “Hero” greifen. Weiterlesen

“Don Jon” – Denkanstöße über Geschlechterrollen, inkonsequente Ausführung

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“Don Jon” hätte ein wirklich mutiger Film werden können, der sich in Form eines zugänglichen, unterhaltsamen Films mit dem Thema Pornos und gängigen Geschlechterrollen auseinandersetzt. Diesem Anspruch scheint Joseph Gordon-Levitt in seiner ersten Regiearbeit, für die er ebenfalls das Drehbuch verfasst hat, auch nachgehen zu wollen, scheitert jedoch trotz einiger gelungener Momente und interessanter Denkanstöße an einer plumpen, geradezu ärgerlich inkonsequenten Ausführung und einem Finale, das alle guten Ansätze des Films vollkommen ad absurdum führt. Weiterlesen

“Parade’s End” – Tolle britische Kurzserie mit Cumberbatch!

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Mit “Sherlock” hat die BBC schon einmal eine großartige Serie mit Benedict Cumberbatch herausgebracht, nun haben sie den Schauspieler auch in der Hauptrolle der Miniserie “Parade’s End – Der letzte Gentlemen” besetzt und auch hier einen guten Riecher bewiesen. Denn die sechsteilige Serie um einen britischen Edelmann Anfang des 20. Jahrhunderts kann nicht zuletzt dank Cumberbatch und den u.a. mit Rebecca Hall, Adelaide Clemens, Miranda Richardson und Stephen Graham ebenfalls gut besetzten Nebenrollen punkten, die gelungene Mischung aus Historiendrama, Gesellschaftsstudie und Liebeskomödie mit viel britischem Charme ist wirklich gelungen. Man muss diese Kurzserie einfach mögen, auch wenn man gar nicht genau sagen kann, was genau einen so begeistert hat. Weiterlesen

“Twilight 3: Eclipse” – Das absolute Filmhighlight der Saga!

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Es ist schon erstaunlich, was ein Regisseur ausmachen kann. Nach dem soliden ersten Teil und der unfassbar verkitschten Fortsetzung hat bei “Biss zum Abendrot” der neue Regisseur David Slade, auch verantwortlich für “30 Days of Night“, wirklich alles richtig gemacht. Sein Film ist spannend, actiongeladen und trotzdem gefühlvoll und oft sehr witzig. Kitsch ist aufgrund der Buchvorlage natürlich auch vorhanden, aber gerade der Hahnenkampf von Jacob und Edward um Bella bietet so viele lustige Szenen, dass man sich wirklich freut, für diesen Film ins Kino gegangen zu sein, auch wenn Männer im Kinosaal nahezu nicht vertreten waren. “Eclipse” ist der Männerfilm der Reihe und der beste überhaupt, denn angesichts der vierten Buchvorlage, die wirklich nur noch misslungen ist, kann leider nicht besseres mehr kommen. Weiterlesen

“New York, I Love You” – New York und die Liebe

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Nach dem Erfolg des Episodenfilms “Paris, je t’aime” dachte man sich, dass New York eine ähnlich gute Kulisse dafür bilden könnte und so taten sich wieder eine Reihe von Regisseuren wie Brett Ratner oder Fatih Akin, aber auch Regieneulinge wie Natalie Portman und Scarlett Johannson zusammen und drehten ihre kurzen Geschichten über New York und die Liebe. Vor der Kamera tummeln sich Schauspieler wie Natalie Portman, Andy Garcia, Shia LaBeouf, Ethan Hawke, Orlando Bloom, Hayden Christensen, John Hurt und Christina Ricci. Trotzdem sind die Kurzfilme aus der französischen Hauptstadt viel lustiger, gefühlvoller und interessanter geraten, hier sind zwar auch ein paar nette Anteile dabei, aber insgesamt fehlt dem Film doch das Herz. Weiterlesen

“Durst” – Südkoreas Beitrag zum Vampirhype

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Nach seiner Rache-Trilogie mit “Sympathy For Mr. Vengeance”, “Oldboy” und “Lady Vengeance” meldet sich Chan-Wook Park mit einem neuen sehr eigenwilligen Film zurück. Filme über Vampire gibt es wie Sand am Meer, aber wenn der Ausnahme-Regisseur aus Südkorea die Thematik anpackt, musste eigentlich etwas Besonderes dabei herauskommen. Blutig, zynisch und mit viel schwarzem Humor schickt er daher einen Priester auf die Jagd nach Blut. Weiterlesen