schlechtmittelmäßiggutsehr guteinzigartig  (7 Stimmen ~3.57 Sterne) Loading ... Loading ...

Es gibt mittlerweile viele Filme im Stil von “Blair Witch Projekt” und doch hebt sich der gerade anlaufende Film “Paranormal Activity” vom Einheitsbrei der “Wackelkamera-Filme” ab. Denn aufgrund der minimalistischen und gut gesetzten Schockeffekte, wie einer generellen umwerfenden Inzenierung ist diese Jagd nach dem Übernatürlichen verdammt spannend geworden. Katie und Micah sind seit einigen Jahren zusammen und haben beschlossen zusammen zu ziehen, doch erst in der gemeinsamen Wohnung beichtet Katie ihrem Freund, dass sie etwas seit ihrem achten Lebensjahr verfolgt. Micah beschließt der Sache auf den Grund zu gehen und holt sich eine Kamera, um alle seltsamen Phänomene aufnehmen zu können. Doch damit fängt der Horror erst an…

“Paranormal Activity” besticht durch die gelungene Umsetzung der “Wackelkamera-Idee”. Das Prinzip, dass man den Hauptpersonen während des Schlafens beobachtet, besitzt schon einen unheimlichen Effekt, einfach weil es eine so intime Szene ist. Gerade das Schlafzimmer ist eine Stätte, die einem vielleicht am meisten trifft, weil man sich da geborgen fühlt und gerade diese Stätte in diesem Film auf so eine heftige Weise anzugreifen, trägt viel für das Gelingen des Films bei. Aber abseits der “Wackelkamera”, die einfach aufgrund ihrer Schlichtheit schon sehr schnell Emotionen gut rüberbringen kann, so besticht dieser Horrorfilm einfach aufgrund seiner Inzenierung. Die Schockeffekte sind rar, die Hauptdarsteller mal keine halbnackten Teenager und aufgrund der vielen und Alltagsdialoge kann man sich schnell in die Figuren hinein versetzen.

Zur Zeit der Gewaltpornos ist es toll, wenn man wieder einen Film sehen darf, der zeigt, wie man es auch anders machen kann. Ruhiger und an sich einfach besser, als das meiste andere, was sich zuletzt “Horror” schimpfen darf, aber trotzdem mit einer sehr hohen Intensität. Ein echter Überraschungsfilm 2009.

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