„Resident Evil 6: The Final Chapter“ – Endlich vorbei!

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Die Zeit der Videospielverfilmungen ist lange vorbei, doch „Resident Evil“ wollte nach einem gelungenen ersten Teil einfach entsprechend der zahlreichen Fortsetzungen des Videospiels auch im Kino nicht aufhören. So musste man sich durch einen zweiten, dritten, vierten und sogar fünften Teil quälen, um jetzt mit „The Final Chapter“ (hoffentlich) endlich am Ende anzukommen. Doch auch wenn die letzte Fortsetzung den Bogen zum ersten Teil spannt und gleichzeitig eine Gesamterklärung und eine Auflösung zu bieten versucht, habe ich schon vor einigen Teilen die Handlung aus den Augen verloren, wenn es denn überhaupt jemals eine gab.

residentevilfinalKampfkatze Alice bekommt die geheime Botschaft, dass dort, wo vor zehn Jahren der Zombievirus freigesetzt wurde, ein Gegenmittel zu finden ist, bis zur völligen Vernichtung der Menschheit allerdings nicht mehr viel Zeit ist. Also ballert und kämpft sich Alice mit ein paar Verbündeten ein weiteres Mal durch die Zombiemassen, um die Menschheit zu retten.

Man muss schon sagen, dass wohl kein anderer Regisseur neben Paul W.S. Anderson derart viele Schnitte, Effekte und Actionszenen in so kurzer zeit abfeuern kann. Das ist allerdings irgendwann ermüdend, wenn man überhaupt nicht mehr weiß, wer da eigentlich warum gegen wen kämpft. Stirbt mal jemand, war er nur ein Klon, also ist er schnell wieder da, irgendwie ist Alice mit oder ohne Superkräfte sowieso unbesiegbar und alle anderen um sie herum sowieso nur Kanonen- und Zombiefutter. Was im ersten Teil als interessanter Horrorthriller begann, ist mit der Zeit zu einem endlosen Geballer ohne wirklich roten Faden verkommen, ähnlich dem Spiel halt, hier geht es ja auch vorrangig um Action, Splatter und Rabatz, mehr nicht.

Milla Jovovich, Ali Larter und Iain Glen schaffen es dann natürlich zum großen Showdown, der wie so oft in Hollywood in erster Linie dem „Wir haben 9 Minuten Zeit, aber selbst der Film mit zahlreichen Schnitten und Zeitsprüngen läuft in dieser Zeit eine gute halbe Stunde“-Prinzip zum Opfer fällt, aber mit seiner künstlich zusammengebastelten „Erklärung für alles“ auch so gar nicht überzeugen kann. Irgendwie habe ich mich sowieso gefragt, wie viele der letzten überlebenden Menschen blöden Sprüchen und langatmigen Dialogen zum Opfer gefallen sind, bis endlich die Rettung erfolgte.

Vielleicht gibt es wirklich Hardcore-Fans, die während der endlosen Reihe immer wussten, was Phase ist. Ich gehöre nicht dazu und bin tatsächlich froh, dass mit diesem Teil das Franchise ein Ende hat!

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