„Close to Home“ – Mutterinstinkt gegen das Böse

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„Close to Home“ ist die neue Freitag-Abend-Serie auf VOX. Jennifer Finnigan spielt als Annabeth Chase die Hauptrolle neben Kimberly Elise und John Carroll Lynch (einigen vielleicht noch aus seiner Nebenrolle in „Face/Off“ bekannt). Ebenso wie bei „CSI“ hat auch hier Jerry Bruckheimer seine Finger mit im Spiel. Allerdings ist „Close to Home“ fast eine Homage an die Mutter – Querstrich – Karrierefrau: Annabeth Chase spielt eine erfolgreiche Staatsanwältin, die nebenbei auch eine erfolgreiche Mutterrolle erfüllt. Das lässt erahnen, dass diese Serie eher für das weibliche Publikum gedacht ist.

Die zahlreichen Werbeplakate, die VOX zu Beginn der ersten Staffel verteilte, wiesen bereits darauf hin: Das Herz einer Mutter schlägt härter als jede Faust. Das mag wohl richtig sein. Viele weibliche (emanzipierte) Frauen fühlen sich vielleicht auch dadurch sehr angesprochen, für mich wirkte diese Philosophie aber eher abschreckend. Zuviel weibliche Intuition könnte eine Serie schnell unrealistisch und kitschig wirken lassen. Nach einem ersten Eindruck kann ich sagen: Die Serie versucht einen Mittelweg zu finden.

Die Story und die einzelnen Fälle von Annabeth Chase machen Spaß und können durchaus fesseln. Auch verstehen es die Macher, eine gute Spannung aufzubauen und grundsätzliche moralische Konflikte aufzugreifen. Obwohl mein Frauenherz bei dem Anblick des zuckersüßen Babys von A. Chase höher hüpft, weiß ich nicht recht, ob es deshalb in jeder Folge mitspielen muss. Letztlich muss sich also jeder – ob Mann, ob Frau – selbst ein Bild machen.

Die Serie ist gut, aber ich weiß nicht, ob sie tatsächlich gut genug ist!

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