„Planet der Affen – Prevolution“ – Grandiose Neuauflage!

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Wer bei „Planet der Affen“ gleich an die alten Filme aus den 70ern oder das nicht gerade ruhmreiche Remake von Tim Burton denkt, der sollte das alles vergessen, bevor er diesen Film sieht. Denn trotz des komischen Zusatztitels des deutschen Verleihs „Prevolution“ handelt es sich hier nicht um ein Prequel, auch wenn einige Parallelen zur Handlung des originalen vierten Teils der Filmreihe aus den 70ern zu finden sind. Dieser Film geht das Thema völlig neu an und kann mit einer spannenden, unterhaltsamen und gleichzeitig sehr sozialkritischen Story punkten. Und auch wenn man den Affen oft noch ansieht, dass sie animiert sind, kann auch die Technik in diesem Film absolut überzeugen.

Seit sein Vater an Alzheimer leidet, versucht Wissenschaftler Will Rodman mit Experimenten an Affen ein Gegenmittel zu finden. Als wegen eines Zwischenfalls das Projekt beendet wird, nimmt Will heimlich ein Affenbaby mit nach Hause und zieht es groß. Aufgrund der Gene dessen mit einem von Will entwickelten Medikament behandelten Mutter entwickelt der junge Affe Caesar schnell eine beeindruckende Intelligenz. Als Will jedoch ohne Erlaubnis seinen kranken Vater mit dem Medikament behandelt und Caesar nach einem Vorfall in ein Affenhaus gesperrt werden muss, geraten alle guten Absichten und Kontrollmechanismen aus den Fugen.

Interessant war die Thematik schon immer, schlauerweise greift Regisseur Rupert Wyatt aber auf den Anteil der Reihe zurück, der in der heutigen Zeit spielt und nicht auf die Zukunftsvision, an der schon Tim Burton mit seinem Remake scheiterte. Kombiniert mit dem Thema Alzheimer wird der angestaubten Originalgeschichte eine völlig neue Richtung verpasst, die über die komplette Filmlänge fesseln kann. Hier ist für jeden etwas dabei, vom Actionfan zum Spannungsbegeisterten bis zum Freund von guten Stories mit Tiefgang und Emotionen.

Der Cast hat mit Hauptdarsteller James Franco und den mit Tom Felton, Brian Cox, John Lithgow und Tyler Labine passend besetzten Nebenrollen zwar einiges zu bieten und doch sind es natürlich die Affen, die hier die Handlung vorantreiben, mit denen man sich identifiziert und mitfiebert. Natürlich steckt hinter der Performance des Hauptaffen Caesar mal wieder Andy Serkis, der schon anderen animierten Charakteren wie Gollum im „Herrn der Ringe“ oder „King Kong“ in Peter Jacksons Remake über Motion Capturing Leben und Gefühle einhauchte.

„Planet der Affen: Prevolution“ zeigt endlich wieder, dass Action und Spannung nicht unbedingt eine miese Story mit sich bringen müssen. Ein absolutes Highlight in diesem Kinojahr!

Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)


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