„Die Frau des Zoodirektors“ – Ganz klar kein Tierfilm!

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Wenn man das Cover mit Kuschellöwe sieht und den Titel hört, denkt man sofort an einen Familienfilm wie „Wir kaufen einen Zoo“. Doch „Die Frau des Zoodirektors“ ist ein trauriges Drama, dass die recht unbekannte wahre Geschichte des polnischen Ehepaares Antonina und Jan Żabińska zeigt, die während des Zweiten Weltkriegs Juden und andere von den Nazis Verfolgte in ihrem Zoo versteckten. Der Film ist gefühlvoll und doch bitter, auch wenn seine Heldin ein wenig überzeichnet wirkt. Das liegt aber nicht in erster Linie an Darstellerin Jessica Chastain, die in der Rolle überzeugen kann. Ganz weit vorne spielt auch mal wieder Daniel Brühl, der als Zoodirektor Berlins und gleichzeitig als hochrangiger Nazi zwischen seinen zoologischen Interessen und der Zuneigung zu Antonia und seinen Pflichten als deutscher Soldat hin- und hergerissen ist.

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„Jungle“ – Daniel Radcliffe kämpft gegen den Urwald!

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Das Finale der „Harry Potter“-Filmreihe liegt bereits sechs Jahre zurück und noch immer wird Daniel Radcliffe in erster Linie mit dem Zauberer in Verbindung gebracht. Und doch macht er weiterhin alles richtig in seiner Karriere, nach seiner einzigartigen Performance in „Swiss Army Man“ kann er in „Jungle“ erneut in einer absoluten Ausnahmerolle überzeugen. Realistisch, bitter und spannend erzählt der Film die reale Geschichte eines jungen Mannes, der in den 80ern mehrere Wochen alleine im südamerikanischen Dschungel überlebte. Neben einem großartigen Radcliffe, der für die Rolle fast bis auf die Knochen abmagerte, spielen auch Joel Jackson, Kevin Gale und Thomas Kretschmann die Rollen seiner Begleiter auf der Urwald-Expedition wirklich klasse. Der fieseste Darsteller ist allerdings der menschenfeindliche Dschungel selber.

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„Mr. Mercedes“ – Hochspannender King-Thriller in Serie!

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Und weiter geht der Stephen-King-Hype 2017, dieses Mal mit der Verfilmung des ersten Teils seiner Bill-Hodges-Trilogie. „Mr. Mercedes“ ist ein wirklich spannender Thriller über einen pensionierten Cop, der einem nicht gefassten Killer noch auf die Schliche kommen will, aber stattdessen selber von diesem in ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel verwickelt wird. Glücklicherweise wurde der vielschichtige Roman in zehn Serienfolgen umgesetzt, so bleibt genug Zeit für die Charakterbildung und die spannende, immer wieder überraschende Handlung. Das Beste sind aber eindeutig die Darsteller, allen voran Brendan Gleeson als Hodges und Harry Treadaway als Brady „Mr. Mercedes“ Hartsfield, dessen Rolle ursprünglich von dem verstorbenen Anton Yelchin gespielt werden sollte. Ein wirklich toller Krimi, der nicht nur King-Fans voll in seinen Bann ziehen dürfte.

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„Barry Seal – Only in America“ – Tom bescheißt alle!

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Dass ich nicht gerade ein Fan von Tom Cruise bin, ist nichts Neues, in diesem Film hat er mir allerdings richtig Spaß gemacht. „Barry Seal“ ist irgendwie eine Mischung aus „Narcos“ und „Blow“, auch hier geht es um Drogenschmuggel in den 80ern, die Geschichte von Barry Seal setzt allerdings allem die Krone auf. Der Pilot arbeitete nämlich in seinen besten Zeiten zeitgleich für die CIA, das Medellin-Kartell und Rebellen aus Nicaragua, eine Konstellation, die zwangsläufig zu sehr viel Geld aber auch sehr vielen Problemen führte. Der Film wurde bewusst locker inszeniert, so schien sich auch Barry Seal nie der Ernsthaftigkeit seines Tuns wirklich bewusst zu sein. Cruise spielt den Piloten erstaunlich facettenreich, der Film ist abwechslungsreich und spannend in Szene gesetzt, aber das Beste ist eben die reale Geschichte selber.

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„Cars 3“ – Pixar schickt die Rennwagen wieder los!

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Mit „Cars“ hat Pixar vor über zehn Jahren einen seiner schwächsten Filme überhaupt auf die Kinoleinwand gebracht, allerdings gleichzeitig den beim Merchandise wohl mit erfolgreichsten. So musste fünf Jahre später eine völlig überflüssige Fortsetzung her, an die ich so gar keine Erinnerung mehr habe. Als Pixar-Fan habe ich mich dann doch noch an den dritten Teil „Cars: Evolution“ herangetraut, der erwartungsgemäß ebenfalls völlig überflüssig ist, aber immerhin wieder ein wenig mehr Herz hat und so immerhin ohne bleibende Schäden durchzuhalten ist. Immerhin endet der Film so, dass man wohl auch nicht mehr an einen vierten Teil denkt, das wäre dann doch zu viel des Guten.

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„1922“ – Netflix überzeugt mit weiterer King-Verfilmung

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Gerade erst letzten Monat hatte Netflix mit der Adaption von Stephen Kings „Das Spiel“ ganz weit die Nase vorn, da wird mit „1922“ aus der Novellensammlung „Zwischen Nacht und Dunkel“ gleich die nächste runde Verfilmung einer Vorlage des Horrormeisters nachgereicht. Auch dieser Film hat eine vergleichsweise überschaubare Handlung über einen Farmer, der zusammen mit seinem Sohn seine Frau umbringt und dann selber von einem Unglück ins nächste gerät, doch wer Stephen King kennt, der weiß, dass dieser oft aus den einfachsten Ideen die originellsten Wendungen entwickelt. Der Cast um Thomas Jane, Molly Parker und Dylan Schmid ist perfekt besetzt, die Optik großartig und die Gruselmomente wirklich ungemütlich in Szene gesetzt. Netflix zeigt mal wieder, dass man mit King-Vorlagen, die man in der Lauflänge eines Films fast originalgetreu wiedergeben kann, ein gutes Ergebnis erzielen kann.

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„The LEGO Ninjago Movie“ – Abgedrehter Ninjaspaß!

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Nach dem verrückt-liebevollen „The LEGO Movie“ und dem grenzwertig absurden „The LEGO Batman Movie“ hatte ich schon überlegt, ob ich „The LEGO Ninjago Movie“ überhaupt schauen will. Letztendlich habe ich es aber nicht bereut. Der Film ist zwar auch komplett überdreht wie seine Vorgänger, voller bekloppter Charaktere und seltsamer Handlungsstränge, aber für einen LEGO-Film erstaunlich gradlinig, wenn das überhaupt möglich ist. Das Setting ist schnell klar, man springt auch nicht von einem Universum ins nächste, ein wenig Ninjakampfkunst, ein skurriler Vater-Sohn-Konflikt und ein paar Anekdoten über Reife und das Erwachsenwerden, so funktioniert der Film in erster Linie für Kinder, aber auch Erwachsene kommen gerade beim Humor auf ihre Kosten. Wer den Stil der anderen beiden LEGO-Movies mochte, kann auch diesen bedenkenlos schauen.

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„Kingsman 2: The Golden Circle“ – Solide Fortsetzung!

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Als vor zwei Jahren „Kingsman: The Secret Circle“ in die Kinos kam, wurde dort ein großartiges Feuerwerk voller überdrehter Kampfszenen, cooler Sprüche und verrückter Einfälle gezündet. Jetzt kommt mit „The Golden Circle“ die unausweichliche Fortsetzung, die Fans des ersten Teils sicher auch unterhalten kann, aber bei weitem nicht die Klasse des Vorgängers erreicht. Auch die überraschende Rückkehr eines geliebten Charakters wirkt etwas konstruiert, die Handlung holpert generell an vielen Stellen, nur der Humor und die Kampfszenen funktionieren auch hier. Neben den altbekannten britischen Agenten Taron Egerton, Colin Firth und Mark Strong fügen sich auch die amerikanischen Neuzugänge Jeff Bridges, Halle Berry, Channing Tatum und Pedro Pascal gut in die Filmreihe ein, bleiben aber hinter ihren Möglichkeiten zurück, vielleicht bekommen sie in einem dritten Teil mehr Chancen. Wirklich Spaß macht aber Julianne Moore als verrückte Drogenbaronin!

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