„24“ – Die 5. Staffel macht wieder Spaß

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Kiefer Sutherland ist als Jack Bauer wieder zurück und jagt in der fünften Staffel der Erfolgsserie „24“ dieses Mal Terroristen mit gestohlenem Giftgas quer durch Los Angeles. Mal vorweg, ein paar Regeln des Möglichen und den Glauben an wirkliche „Echtzeit“ sollte man lieber beim Schauen nicht zu hoch ansetzen, sondern sich einfach mitreißen lassen. Egal, ob das alles so geht, hauptsache, es macht wieder Spaß!

Jack Bauer, der am Ende der vierten Staffel seinen Tod vertäuschen musste, kehrt nach einer Reihe von Attentaten zurück nach Los Angeles, um seinen Freunden beizustehen und die Welt vor einem Komplott von Terroristen und höchsten Kreisen der Regierung zu warnen und zu retten. Dafür kämpft er dieses Mal in Flugzeugen, Helikoptern und U-Booten. Nach dem Motto „Jeder außer Jack ist entbehrlich“ müssen auch dieses Mal ein paar vertraute Gesichter dran glauben, aber mehr will ich natürlich nicht verraten. Nur soviel, die Terroristen mit dem Giftgas sind nur der Anfang…

Nach dem einmaligen Konzept der ersten Staffel, eine Serie quasi in Echtzeit laufen zu lassen, mussten natürlich neue Staffeln her. So wurde immer mehr draufgesetzt, erst rettet Jack seine Familie, dann eine Stadt, dann die Welt, so dass der in der ersten Staffel noch so beeindruckende Realismus immer mehr auf der Strecke blieb. Gleichzeitig wurde der Gewaltlevel immer höher, Jack durfte foltern und opfern ohne Rücksicht auf Verluste, er war ja der Gute, da darf man sowas ja. Echt!?

Während die zweite und dritte Staffel trotz allem durch Spannung und überraschende Wendungen beeindrucken konnten und einem weiterhin am Ende einer Staffel das Gefühl einer mehrstündigen Achterbahnfahrt vermittelten, triefte die vierte Staffel nur noch von Übertreibungen, Gewalt und lächerlichen Aktionen. Die zweite Hälfte der Staffel brachte zwar noch etwas Spannung zurück, aber grundsätzlich ging ich an die fünfte Staffel eher skeptisch heran.

Allerdings wurde viel zurück genommen, was in der vierten Staffel so übertrieben lächerlich und brutal gewirkt hatte. Die Story und die Charaktere machen wieder Spaß und man konnte endlich mal wieder mitfiebern. Staffel 5 übertreibt natürlich auch wieder sehr stark, aber irgendwie kann man es dieses Mal verzeihen. Selbst Charaktere, die einem in der vierten Staffel noch auf die Nerven gingen, wirken auf einmal sympathisch. Und neue Gaststars wie Sean Astin, Julian Sands und Peter Weller bringen ebenfalls frischen Wind in die Serie.

Ja, das Konzept ist nicht mehr neu, aber immerhin kann es wieder überraschen und mitreißen. Aber ob dieser Level noch über die nächsten beiden Staffeln und den danach geplanten Kinofilm beibehalten werden kann, ist fraglich.

Für alle, die den Anfang der 5. Staffel verpasst haben, sei noch gesagt, dass die DVDs bereits im Mai herauskommen sollen.

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4 Kommentare

  1. „24“ fand ich von der ersten Staffel an cool. Die Idee war groß… Kann man das nun in die fünfte und sechste Staffel retten? Ich glaube schon, nur sollte man mal über ein paar neuerungen nachdenken. Ich finde zum Beispiel nicht, dass die Serie nun an den Charakter „Jack Bauer“ gebunden ist. Das Konzept hätte man allgemeiner nutzen sollen und nicht immer wieder die nahezu selbe Story neu zu verpacken. Es erinnert schon stark an eine Daily Soap ;-)

    Klar, an SFX und Überraschungen haben sie auch in der fünften Staffel nicht gespart, aber mir geht „Jack“ mittlerweile absolut auf den Zeiger. Sein Charakter ist meiner Meinung nach inzwischen nur noch lachhaft. Sein Motto, der Zweck heiligt ALLE Mittel paßt vielleicht in Amerika, aber das ist ja nun kein Maßstab.

    Ich würde mich über sein Aussteigen aus der Serie schon freuen. Also, mal eine Frischzellen-Kur für die Serie, alles ein wenig flexibler gestalten, neue Schauplätze, andere Themen, nur an den 24 Stunden „Echtzeit“ festhalten und die Serie hat eine Chance.

  2. kann mich pau da absolut anschließen. es ist schade, dass sie den echtzeit- und tageszeit-faktor immer weniger berücksichtigen; wobei sie sich bei zweiterem auch in dieser staffel wieder mühe gegeben haben (ich erinnere mich an eine jack-steht-im-sonnenaufgang-szene). so einige technisch völlig lächerliche dinge (die displays in der CTU) aus der vierten staffel wurden wieder entfernt – es wurden nicht mehr ganz so viele soundmäßig dramatische 3d-animationen aus dem ärmel geschüttelt. ich finde, sie könnten sich generell ruhig mehr zeit lassen – es geht in der fünften staffel nur noch von einer action-sequenz in die nächste; die dadurch keinen großen spannungsfaktor mehr besitzen (denkt man an die erste staffel gab es zahlreiche folgen, in denen fast nichts passiert ist und jack nur auto fährt). die charaktere in staffel fünf sind nicht mehr ganz so ätzend wie in vier (seine freundin nervt nicht mehr so sehr und sean astin ist dabei!). ich muss also insgesamt sagen, dass ich positiv überrascht wurde. an die ersten staffeln wird die serie wohl nicht mehr rankommen, aber, wie pau es schon zutreffend beschrieb, sie macht im gegensatz zur viertel staffel wieder spaß…

  3. So, habe heute die 5.te Staffel durch und meine Gefühle sind gemischt.
    Ja, die 5.te ist besser als die vierte, aber sie ist auch nicht soo viel besser.
    Positiv zu erwähnen sind wohl die Schauspieler, die neuen, die mit der Staffel kommen und die alten Charaktere, die auch nicht mehr nerven.
    Ich empfand die letzten zwei Folgen der Staffel, die ja teilweise schon Epilog waren, deutlich besser als den ganzen Rest davor, denn in Sachen Unrealismus sind die Macher der Serie hier auch wieder ganz oben. Noch dazu wirkt es hier unglaublich lächerlich, wie schnell sie mit einem Auto alles erreichen. Abgesehen von einer Ausnahme(maximal zwei) brauchten sie immer nur 20-30 Minuten. Das kam mir in den vorigen Staffeln nie so schlimm vor.

  4. Unglaublich, aber endlich spricht es mal jemand „offiziell“ an, dass der Folterlevel in „24“ nicht gerade harmlos ist, aber dass ausgerechnet das US-Militär etwas dagegen sagen würde: http://www.spiegel.de

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