„Planet Terror“ – Neudefinition von Splatter!

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Was bereits vor einem halben Jahr in den USA (mäßig erfolgreich) in den Kinos lief, ist hier jetzt auch komplett: Das „Grindhouse Double Feature“ von Quentin Tarantino und Robert Rodriguez. Während Tarantinos „Death Proof“ bereits vor ein paar Monaten anlief, folgt jetzt Rodiguez‘ Hommage an das Splattergenre der 70er. Und heraus gekommen ist eine unglaubliche Gewaltorgie, die einen jedoch mehr zum Lachen als zum Gruseln animiert. Ein Streifen voller cooler Charaktere, ein Film, der gerade deshalb Spaß macht, weil er so schlecht ist!

Kanonenbeinprothesen, schleimige Zombies, ein Glas voller Hoden, sich auflösende Genitalien, ein einmaliges BBQ-Rezept und viel, viel Blut… das bietet „Planet Terror“. Mit bewusst eingesetzten Bildstörungen, fehlenden Filmrollen und miesen Schnitten gibt der Film einem wie schon „Death Proof“ das Gefühl, einen uralten Trashfilm zu sehen, dem die Zeit und das Script übel mitgespielt haben. Kopfschüttelnd lässt man eine Gewaltszene nach der anderen über sich ergehen und ertappt sich doch immer wieder dabei, laut loszulachen oder mindestens zu schmunzeln. Dieser Film geht gar nicht, aber das macht ihn so unterhaltsam. Man kann spüren, wieviel Spaß es dem Regisseur und seinen Darstellern, darunter Bruce Willis, Freddie Rodriguez, Rose McGowan, Josh Brolin sowie Splatter-Ikone Tom Savini und Quentin Tarantino in einer kranken Nebenrolle, gemacht haben muss, diesen kranken Irrsinn in Szene zu setzen.

Ein direkter Vergleich zu „Death Proof“ fällt schwer, war der doch stilistisch um einiges besser, „Planet Terror“ hingegen gestaltet sich deutlich kurzweiliger. Trashig sind sie beide und trotzdem cool, die Hommage also durchaus gelungen, aber trotzdem hat man von beiden Regisseuren schon besseres gesehen. Seltsam, dass Robert Rodriguez trotz des mäßigen Erfolgs noch seinen Fake-Trailer zu „Machete“ zu einem kompletten Film machen will, wo wir doch alle auf „Sin City 2“ warten. Die Fake-Trailer sollte man sich übrigens generell mal ansehen, besonders „Werewolf Women of the SS“ mit Nicholas Cage ist der Hammer! Schade, dass diese nicht alle im Kino liefen, aber vielleicht sind sie ja im Bonusmaterial einer der beiden DVDs…

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7 Kommentare

  1. naja, war halt das, was man erwartet hat. teilweise ja ganz lustig, die machart wie auch bei „death proof“ schon nett und bewusst eingesetzt und durch viele verbindungen zu „death proof“ nochmal ein wenig besser gemacht. aber mehr auch nicht. eigentlich hätte jetzt auch mal gut sein können, verdammt, ich will wieder mal einen (wirklich) guten tarantino oder rodriguez sehen. und letzterer soll verdammt noch mal „sin city 2“ machen und nicht noch so einen schund! „machete“: ein film, den die welt nicht braucht; kann sich mit „barbarella“ zusammentun!

  2. Ich glaube das ist das Problem, wenn die Regisseure echt nur das an Filmen machen, wozu sie Lust haben. Ok, Rodriguez ist echt krank drauf, ich meine… Spy Kids und Sin City gemacht zu haben… krank… Aber soll er mal ruhig machen und sich nicht von Studios drängen lassen.

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