„Charlie Bartlett“ – Schulkomödie mit Botschaft

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Jedes Jahr kommen jede Menge Highschool-Komödien ins Kino, die sich in erster Linie auf platten Humor und sexuelle Inhalte reduzieren lassen. Somit erwartet man bei diesem Film, den die Sneak Preview in dieser Woche im Angebot hatte, auch nicht viel mehr. Und doch bietet „Charlie Bartlett“ mehr als der Einheitsbrei, auch wenn er trotzdem nicht genug Drama-Elemente hat, um wirklich anspruchsvoll zu sein. Trotzdem tut der Film nicht weh, was bei den meisten anderen Filmen aus diesem Bereich doch leider meistens der Fall ist.

Charlie möchte beliebt sein, er träumt davon, wie ein Rockstar von seinen Mitschülern bejubelt zu werden. Dabei ist er intelligent und reich und könnte einen völlig anderen Weg einschlagen. Doch als er nach wiederholtem Rausschmiss von einer Privatschule die Highschool besucht, versucht er alles, um beliebt zu sein. Da er leicht an Medikamente kommt, bringt er diese unter die Schüler und hilft ihnen außerdem als Gelegenheitstherapeut bei ihren Problemen. So wird er tatsächlich schnell zum Schulliebling und sogar der Schulrowdy wird sein Kumpel. Doch dem Schuldirektor ist sein Treiben ein Dorn im Auge, besonders weil Charlie ein Auge auf seine Tochter Susan geworfen hat. Als ein Schüler versucht, sich mit Charlies Medikamenten das Leben zu nehmen, muss dieser feststellen, dass seine Beliebtheit vielleicht auf falschen Grundsätzen aufgebaut wurde…

Der Film ist einfach nett, die Story ist sicher sehr vereinfacht, aber sie konzentriert sich auf die Schüler und ihre Probleme, schafft dabei jedoch ein gutes Mittelmaß zwischen Komödie und Drama. In erster Linie lebt der Film allerdings von seinem Hauptdarsteller Anton Yelchin, der den Charlie unglaublich facettenreich und unterhaltsam spielt, vermutlich ein Name, den man sich merken sollte. Demnächst ist er in „Star Trek 11“ als der junge Chekov zu sehen. Aber auch Robert Downey, Jr., dem man aufgrund von Drogen- und Alkoholexzessen keine wirkliche Zukunft mehr in der Filmwelt zugetraut hatte, kann hier überzeugen, vielleicht auch deshalb, weil er einen Charakter spielt, der mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat wie der Schauspieler selber. 2008 scheint aber Downeys Comeback zu starten, nach „Iron Man“ kann man sich dieses Jahr noch auf eine sehr spezielle Rolle in „Tropic Thunder“ freuen.

Generell wird man „Charlie Bartlett“ mögen, er tut nicht weh und bietet ausgewogene Unterhaltung, aber wirklich gesehen haben muss man ihn vermutlich nicht. Ach ja, als ich den Filmtitel das erste Mal gelesen habe, habe ich mich übrigens gefragt, warum man dem Serienkiller aus „The Frighteners“ einen eigenen Film widmen will… :)

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3 Kommentare

  1. Jo, war nett, teilweise ein wenig unglaubwürdig und gegen Ende zu schmalzig, aber wenigstens mit Moral und keiner falschen Botschaft, dass rebellierende Teenies cool sind und so… wie bei „21“. Hat mir ganz gut gefallen.

  2. ja, hat gut unterhalten. es dauert zwar etwas bis der film wirklich in schwung kommt, aber die zweite hälfte is schon sehr gut. man könnte das ganze als eine art realistischeren „parker lewis“ betrachten.
    für nen sneak-film top :)

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