„Das Kabinett des Doktor Parnassus“ – Ledgers letzte Rolle

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Terry Gilliam ist dafür bekannt, dass er gerne mal Zeitpläne und Budgets überschreitet, aber in den letzten Jahren scheint ihm das Glück nicht unbedingt zur Seite zu stehen. Sein „Don Quixote“ konnte wegen zahlreicher Katastrophen nicht fertig gestellt werden, das wäre mit „Doktor Parnassus“ fast ebenfalls passiert, als Hauptdarsteller Heath Ledger überraschend verstarb und Gilliam nur durch einen kleinen dramaturgischen Trick und die Mithilfe von Ledgers Freunden Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell seinen Film doch noch auf die Leinwand bringen konnte.

Doktor Parnassus konnte vor Jahrhunderten durch einen Deal mit dem Teufel Unsterblichkeit erlangen und tingelt mit seinem kleinen Wandertheater durch die feindliche heutige Welt, zusammen mit seiner schönen Tochter und ein paar anderen Verrückten bietet er den Leuten einen fantastischen Trip in deren eigene Traumwelt. Doch ein neuer Deal mit dem Teufel soll diesem Parnassus‘ Tochter an deren 16. Geburtstag zuspielen, der Doktor und seine Freunde suchen jetzt nach einem Ausweg. Als sie Tony retten, der mit einer Schlinge unter der Brücke hängt, hofft der Doktor hier den fehlenden Joker gefunden zu haben, doch der Teufel setzt genauso auf Tony und seine Seele.

Terry Gilliams neuer Film ist wieder verrückt, voller großartiger Bilder, toller Schauspieler und doch nicht mit seinen früheren Meisterwerken zu vergleichen. Der Trick, Ledger in der Spiegelwelt durch seine Schauspielerkollegen zu ersetzen, ist zwar raffiniert, verwirrt aber ebenso. Fans von Gilliam werden den Film sicher mögen und werden an einigen Stellen sogar an die alten Animationszeiten von „Monty Python’s Flying Circus“ erinnert. Die Story ist leider insgesamt etwas zu wirr, um einen die ganze Zeit bei der Stange halten zu können. Schade, da hätte mehr draus werden können, trotzdem ist „Das Kabinett des Doktor Parnassus“ sicher einer der verrückteren Filme des gerade gestarteten Filmjahres und eine passable letzte Rolle für den verstorbenen Heath Ledger.

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6 Kommentare

  1. Klar ist, dass der Film nicht für die breite Masse geeignet ist.
    Filmliebhaber, die das skuriele suchen, werden bei dem Film gewiss ihre Freude haben.

    Ich habe die ganze Zeit gewartet, dass der Film anfängt, bis ich mich wohl damit auseinander setzen musste, dass wir schon mittendrin sind.
    Ich konnte für mich auch keinen Protagonisten ausmachen. Wußte auch net, wer den nun Heath ist… gut, böse…

    Nun ja, ich hatte mit dem Film meine Schwierigkeiten. Nach dem Film war ich auch eher irritiert als ich dass ich mich über den Film gefreut habe.

    Die Bilder waren teilweise toll. Mit der Story konnte ich wenig anfangen.
    Das Einzige, was mich bei dem Film berührt hat, dass Johnny, Colin und Jude zu Ehren von Heath Ledger den Film beendet haben.

    Also wer nicht weiß, worauf er sich einlässt und Werke von Terry Gilliam noch nicht kennen, sollte noch einmal über einen teuren Kinobesuch nachdenken.

  2. „…zu Ehren von Heath Ledger…“, ja sicher, natürlich, glaub ich sofort. Die ganze Kohle spielte sicher keine Rolle… ;)

  3. Natürlich werden Filme wegen des Geldes gemacht, aber trotzdem denke das bei diesen Film Heather Ledger gemacht wurde.
    Es schoner film wo auch mehr hätte daruas maachen konnen der Verwirrt mich ich glaube es gibt sowas wie gut und böse in diesen Film nichtSchauspielerischen Leistungen waren gut aber Story Verwirrend. Ein sicher einer der verrücktesten Film den ich je gesehen habe ,aber ich mag verrückte Filme es wirkte schön gemacht. Ich geb ihn 3 Sterne.

  4. @hanky kranky: Es ging darum das Johnny Depp, Colin Firth und Jude Law das zu ehren von Heath Ledger gemacht haben.
    Das es ihnen dabei nicht um Kohle ging merkt man daran, das sie ihre Gage für den Film gespendet haben. Also mehr oder weniger umsonst spielten. Wie das allerdings der Rest der Besetzung sieht ist wieder eine andere Sache.
    Aber jeder muss schauen wo er bleibt.

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