„Paul – Ein Alien auf der Flucht“ – Pegg, Frost und Bela B.

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Dass Regisseur Edgar Wright auch ohne seine Stars aus „Shaun of the Dead“ und „Hot Fuzz“ großartige Filme drehen kann, hat er mit „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“ eindrucksvoll gezeigt, jetzt bringen auch seine ehemaligen Hauptdarsteller Simon Pegg und Nick Frost wieder einen gemeinsamen Film auf die Leinwand, doch „Paul“ fehlt eben doch der britische Stil und die Originalität von Edgar Wright, um in einer Reihe mit den beiden Klassikern genannt werden zu können. Dennoch bleibt ein lustiger Alien-Klamauk, der doch einige Lacher und zudem für den Alien Paul die Synchronstimme von Bela B. zu bieten hat.

Die Nerds Graham und Clive sind extra für eine SciFi-Convention in die Staaten gekommen und unternehmen gerade eine Tour zu einigen Schauplätzen, die mit ihrer Alien-Begeisterung in Verbindung stehen, als ihnen plötzlich ein echter Alien begegnet. Dieser spricht ihre Sprache, verhält sich generell sehr menschlich und ist auf der Flucht. Als Graham und Clive sich mit Alien Paul anfreunden und dann auch noch aus der Not heraus eine junge Frau entführen, haben sie bald jede Menge Verfolger hinter sich. Eine verrückte Verfolgungsjagd beginnt, denn die Regierung will den entflohenen Paul natürlich unbedingt zurück.

„Paul“ ist einfach gestrickt und in vieler Hinsicht sehr platt, schafft es aber trotzdem, seine Gags größtenteils gut zu platzieren und vor allem sein eingespieltes Hauptdarsteller-Duo gut in Szene zu setzen. Auch funktioniert gerade das Einbeziehen der „Nerd-Welt“ sehr gut, wenn Paul in einer Rückblende Steven Spielberg Ideen für E.T. am Telefon gibt, Fox Mulder erfindet oder der Showdown am Teufelsberg aus „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ stattfindet. Auch die Stimme von Bela B. ist für den coolen, frechen Paul sehr passend ausgewählt worden. Auch Justin Bateman als Verfolger der Regierung, Sigourney Weaver als dessen Boss und Kristen Wiig als entführte Ruth, deren streng gläubige Erziehung durch die Begegnung mit Paul mal eben aus der Bahn geworfen wird, runden den Cast gut ab.

Auch wenn Simon Pegg und Nick Frost hier das Drehbuch für einen netten Klamauk für einen gemütlichen Abend geschrieben haben, kann man nur hoffen, dass der nächste gemeinsame Film wieder nach England verlagert und Edgar Wright als weiteren Autor und Regisseur wieder mit an Bord haben wird.

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