„Elysium“ – Spannendes Science-fiction-Drama!

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Regisseur Neill Blomkamp lieferte mit „District 9“ ein großartiges Debüt ab, entsprechend groß war die Erwartungshaltung an „Elysium“. Wieder befinden wir uns in einer schmutzigen, düsteren Zukunftswelt, die neben den Hochglanz-Sci-Fi-Filmen wieder erschreckend realistisch daher kommt. Mit viel Gesellschaftskritik, Stars wie Matt Damon und Jodie Foster, aber auch ein wenig mehr Popcornkino-Anteil kann auch dieser Film überzeugen, kann aber leider nicht den Independent-Status von „District 9“ halten und wirkt mitunter etwas zu sehr wie ein Hollywood-Film. Trotzdem inhaltlich gut und optisch hervorragend umgesetzt.

Die Erde der Zukunft ist heruntergekommen und abgewirtschaftet, während die arme Bevölkerung in Slums ums Überleben kämpft und unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten muss, wohnen die Reichen in der Raumstation „Elysium“ in einer Bilderbuchwelt, die endlosen Luxus und die Technologie zur Behandlung aller Krankheiten beinhaltet. Entsprechend achtet man darauf, dass die Unterschicht nicht nach Elysium kommt, was mit gekaperten Raumschiffen immer wieder versucht wird. Als Arbeiter Max eine Strahlendosis abbekommt, die seine Lebenszeit auf wenige Tage verkürzt, will er seine letzte Lebenszeit sinnvoll nutzen. Er wird von anderen Rebellen mit künstlichen Körperteilen ausgestattet und versucht, sich nach Elysium durchzuschlagen, um der Ungerechtheit ein Ende zu machen.

Man kann auch nach seinem zweiten Film auf die kommenden Filme von Neill Blomkamp gespannt sein, denn er versteht es weiterhin, intelligente Geschichten optisch ansprechend auf die große Leinwand zu bringen. „Elysium“ bietet Spannung, Action und Inhalt, eine heutzutage seltene Kombination, die Schauspieler sind gut besetzt und unterstützen das düstere Szenario durch ihre Darstellung. Während „District 9“ sich nicht nur inhaltlich sondern auch von der Machart sehr vom typischen Hollywoodkino bewegte, nähert sich „Elysium“ diesem jedoch etwas mehr an, hier muss man auch mit etwas mehr Pathos, übertriebenen Actionszenen und einem etwas schlichten Ende leben, aber das schmälert die Qualität des Films nur im Ansatz. Insgesamt kann man „Elysium“ durchaus als gelungen betrachten und sich jetzt schon auf den nächsten Film des Regisseurs freuen.

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2 Kommentare

  1. Schade, das war doch alles ziemlich platt, oberflächlich und lächerlich heroisch. Die Visualität kann sich zwar mehr als sehen lassen, erinnert aber dann doch etwas zu sehr an „District 9“, um wirklich originell zu sein; außerdem gab es dieses Jahr ja nun schon so einige visuell bombastische SciFi-Filme.

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