„Jungle“ – Daniel Radcliffe kämpft gegen den Urwald!

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Das Finale der „Harry Potter“-Filmreihe liegt bereits sechs Jahre zurück und noch immer wird Daniel Radcliffe in erster Linie mit dem Zauberer in Verbindung gebracht. Und doch macht er weiterhin alles richtig in seiner Karriere, nach seiner einzigartigen Performance in „Swiss Army Man“ kann er in „Jungle“ erneut in einer absoluten Ausnahmerolle überzeugen. Realistisch, bitter und spannend erzählt der Film die reale Geschichte eines jungen Mannes, der in den 80ern mehrere Wochen alleine im südamerikanischen Dschungel überlebte. Neben einem großartigen Radcliffe, der für die Rolle fast bis auf die Knochen abmagerte, spielen auch Joel Jackson, Kevin Gale und Thomas Kretschmann die Rollen seiner Begleiter auf der Urwald-Expedition wirklich klasse. Der fieseste Darsteller ist allerdings der menschenfeindliche Dschungel selber.

Inhalt

Der junge Yossi Ghinsberg (Daniel Radcliffe) aus Israel will nicht auf die Universität und Erwartungen erfüllen, er will lieber im bolivischen Dschungel die Natur und Freiheit erleben. Dort lernt er mit Marcus Stamm (Joel Jackson) und Kevin Gale (Alex Russell) zwei gleichgesinnte kennen, die dann dem mysteriösen Österreicher Karl Ruprechter (Thomas Kretschmann) auf einen Abenteuertrupp in den Urwald folgen, dass sich für alle nicht so entwickelt, wie sie es erwartet haben, denn lauernde Jaguare, blutige Füße und unberechenbare Stromschnellen lassen die Freiheit schnell zu einem Gefängnis werden. Letztendlich zwingen die Umstände die vier Abenteurer auf getrennte Wege und bringt sie so in noch größere Gefahr.

Review

Wenn man Daniel Radcliffe auf seinem immer aussichtsloseren Kampf gegen den Dschungel begleitet, kommen einem schnell „Die versunkene Stadt Z“ oder auch „Rescue Dawn“ in den Sinn, die ebenso gekonnt die Gefahren und die Faszination des Urwalds in Szene gesetzt haben. Auch „Jungle“ versteht es, die mystische Welt zuerst verlockend und interessant wirken zu lassen, bis Radcliffe dann einem lauernden Jaguar gegenüber gestanden und aus einer Stirnbeule Würmer entfernt hat, fast im Schlamm versunken und im reißenden Fluss versunken ist. Irgendwann ist der Dschungel nur noch ein böses Monster, dass für den Abenteurer immer neue Gefahren ausspuckt. Nicht zuletzt dank der tollen Leistung Radcliffes und der authentischen Drehorte wird der lebensbedrohliche Trip auch im Heimkino Wirklichkeit.

Es tut dem Film zudem sehr gut, dass seine Darsteller keine Standardcharaktere spielen. Letztendlich ist auch Radcliffes Charakter mit am Schicksal der Abenteurer schuld, da er seinen Abenteuerdrang auch mal über das Wohl seiner Freunde stellt. Auch Thomas Kretschmann spielt den Aussteiger aus Österreich gekonnt undurchschaubar, eben noch beschützende Vaterfigur, dann wieder unberechenbarer Fanatiker. Ein tolles Schauspielerteam, eine spannende Handlung, optisch und akustisch großartig umgesetzt und bei uns völlig zu Unrecht nur für das Heimkino herausgebracht.

Fazit

Daniel Radcliffe kann so viel mehr als nur Zauberlehrling, wie er in diesem packenden Abenteuer-Drama erneut unter Beweis stellt. „Jungle“ ist ein mitreißender Abenteuertrip, eine interessante Grenzerfahrung, die mit einprägsamen Bildern und tollen Schauspielern absolut überzeugen kann.

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