„Star Trek: Discovery“ – Geniale Serie abseits der Trekkie-Regeln!

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Da ich nie wirklich ein „Star Trek“-Fan war, in erster Linie die Filme und Folgen aus „Next Generation“ und „Voyager“ kenne, hat mich auch „Discovery“ zuerst gar nicht gelockt. Doch nachdem ich so viel Gutes über die Serie gehört habe und gerade die Fan-Diskussion bezüglich „The Orville“ sehr interessant fand, habe ich dann doch gestartet. Und wurde von der ersten Staffel echt umgehauen! Die Charaktere waren beeindruckend vielschichtig, die Handlung nicht nur herrlich überraschend und unorthodox, dazu auch noch voll origineller Ansätze und nicht absehbarer Wendungen. Hinzu kommt der tolle Cast, der neben „Walking Dead“-Star Sonequa Martin-Green und Veteranen wie Jason Isaacs und Michelle Yeoh gerade mit den tollen Nebendarstellern wie Doug Jones, Anthony Rapp, Rainn Wilson oder Mary Wiseman absolut ins Schwarze getroffen hat. Was mich aber meisten begeistert hat, ist, dass die Serie die typischen „Star Trek“-Regeln mit Füßen tritt und nicht nur komplett einem roten Faden folgt, sondern auch Gut und Böse deutlich facettenreicher abbildet und so eher zum Stil der neuen Kinofilme passt. Man kann nur hoffen, dass die Serie da auch in Staffel 2 dran festhält und sich nicht dem Gemurre der Trekkies beugt und eine typischen „Star Trek“-Serie wird.

Inhalt

Zehn Jahre vor den Abenteuern von Kirk ist das Raumschiff Discovery für die Sternenflotte unterwegs, um den Krieg mit den Klingonen zu beenden. So ist kaum nachvollziehbar, dass Captian Lorca (Jason Isaacs) ausgerechnet Michael Burnam (Sonequa Martin-Green) auf das Schiff holt und ihr eine Position anbietet, obwohl diese zwar über eine überragende Intelligenz erfügt, die sie sogar zur Ausbildung unter den Vulkaniern befähigte, die aber wegen eines gewagten Manövers und der damit verbundenen Rebellion gegen ihren Captain Philippa Georgiou (Michelle Yeoh) zu lebenslanger Haft verurteilt wurde und in gewisser Weise sogar für den Ausbruch des Kriegs mit den Klingonen verantwortlich war. Doch die Discovery hat noch etwas mehr zu bieten, einen revolutionären Antrieb, der er ihr ermöglicht, sich überall hin in der Galaxie zu versetzten. Doch der problemanfällige Antrieb und die nicht immer einige Crew bieten viel Potential für Komplikationen.

Review

Ich bin sicher, dass es für Trekkies sicher Unmengen an Anspielungen und Querverweisen auf das „Star Trek“-Universum gibt, die ich nicht erkannt habe, aber als unabhängige Science-Fiction-Serie hat mich „Star Trek: Discovery“ voll abgeholt und für die komplette Staffel gut bei Laune gehalten. Die Macher haben genau den richtigen Riecher bewiesen und bewusst auf episodenhafte Abenteuer, eindeutig als gut und böse erkennbare Charaktere sowie jugendfreie Kämpfe und Beziehungen verzichtet. Schon die ersten Episoden zeigen, dass hier ein rauerer Ton herrscht, dass Taten hier auch unschöne Konsequenzen haben und vor allem, dass man selber entscheiden kann, wen man mag und wen nicht, denn fast jeder trifft hier Entscheidungen, die man aus verschiedener Sicht sehen kann. Das macht die Serie aber so interessant, gerade Michael Burnam und Gabriel Lorca sind zwei der sicher interessantesten Charaktere im Trek-Universum.

Da ich zuerst „The Orville“ gesehen habe, welche bewusst als Mischung aus Hommage und Parodie angesetzt war, aber in ihrer ganzen Art sehr an „Next Generation“ erinnerte, kann ich nachvollziehen, warum so manche Trekkies tatsächlich eher von der Parodie angetan waren und eher von den Abenteuern der Discovery. Für mich haben die ganz klar die Nase vorne, selten hat mich eine Raumschiffserie so überraschen können und so viele tolle Ansätze gehabt.

Fazit

Endlich eine „Star Trek“-Serie, die nicht vorrangig für Trekkies gedreht wurde, sondern als losgelöste Serie auch Nicht-Trekkies mit seinen spannenden Charakteren und den originellen Handlungssträngen voll und ganz überzeugen kann.

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