„Die wilden 70er“ – Zeitreise mit Lachgarantie!

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Normalerweise kann ich mit US-Serien, die sich durch ständiges Hintergrundlachen auszeichnen, nicht so wirklich etwas anfangen, aber in den letzten Wochen habe ich mal eben die sechs deutschen Staffeln von „Die wilden 70er“ durchgezogen und dabei schon fast so gelacht, wie ich es sonst nur von „Scrubs“ gekannt habe. Die Serie lebt natürlich von dem Feeling der 70er, aber wirklich einzigartig wird sie durch die großartige Auswahl verrückter Hauptcharaktere.

Eric (Topher Grace) lebt mit seiner Familie in Point Place, Wisconsin, Ende der 70er. Er und seine Freunde werden gerade volljährig und beschäftigen sich mit dem, was wohl alle Jugendlichen zu der Zeit interessiert: Frauen, Kiffen und Star Wars. Eric ist eigentlich ein Versager und doch wird er von Donna (Laura Prepon), der langbeinigen rothaarigen Schönheit geliebt, seine Freunde reißen sich hingegen alle um die süße, aber extrem eingebildete Jackie (Mila Kunis). Erics Freunde sind allerdings schon etwas speziell, Hyde (Danny Masterson) wurde von seinen Eltern verlassen und zeigt immer wieder anarchische und kriminelle Züge, Michael (Asthon Kutcher) würde im Intelligenztest gegen ein Toastbrot verlieren und hält sich für den Schönsten und Fez (Wilmer Valderrama) hat als Austauschschüler seine ganz spezielle Art, den American Way of Life zu interpretieren. Aber auch die Erwachsenen sind der Hammer, Erics Mutter Kitty (Debra Jo Rupp) ist die absolute Extremmutter, die einen schon echt mit ihrer Art nerven kann, und sein Vater Red (Kurtwood Smith) ist das herrliche männliche Gegenstück mit Koreakriegstick, übertriebener Autorität und immer drauf und dran, jemandem in den Arsch zu treten.

Die Dialoge in der Serie sind einfach großartig, wenn Eric von seinem Vater wieder niedergemacht wird, Michael wieder den größten Dumpfbackenmist von sich gibt und Fez mal wieder nicht rallt, warum man gewisse Sachen einfach nicht sagt oder tut. Das funktioniert tatsächlich über sechs Staffeln, die Serie schwächelt zwar etwas in der vierten und am Anfang der sechsten Staffel, aber grundsätzlich bietet sie in jeder Folge immer eine Ladung herrlicher Lacher.

Daher scheinen auch Gastrollen in der Serie sehr begehrt zu sein, so kann man Stars wie Brooke Shields, Seth Green, Shannon Elizabeth, Alyson Hannigan, Luke Wilson, Jessica Simpson, Katey Sagal, Robert Hays und Rachel Bilson in mehr oder weniger großen Rollen sehen.

Eine große Rolle als ständig zugedröhnter Fotoshopbesitzer hat Tommy Chong, vielen als Teil des Kifferduos „Cheech & Chong“ bekannt, der ebenso ein wirkliches Original der 70er ist wie auch Tanya Roberts, die damals in „Drei Engel für Charlie“ zu sehen war und in der Serie jetzt Donnas Mutter spielt.

Sicher wird nicht jeder die komplette Serie durchhalten, aber zum Schmunzeln dürfte sie wirklich jeden bringen, der mal reinschaut. Leider sind in Deutschland die siebte und achte Staffel nicht mehr im Fernsehen gelaufen und daher auch nicht auf DVD erschienen.

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2 Kommentare

  1. Hey, es gibt ein paar Gerüchte, dass aktuell wohl die siebte und achte Staffel auch noch synchronisiert werden und dann im Herbst auf Kabel 1 laufen sollen. Angeblich soll Staffel 7 sogar schon im Oktober auf DVD erscheinen. Das wäre ja super!

  2. Ok, ich habe es nicht ausgehalten und mir die letzten beiden Staffeln auf Englisch besorgt. :)

    Die siebte macht noch tierisch Spaß, aber die achte ist nur noch eine Qual. Warum macht man ohne Eric weiter und auch Michael ist nur noch wenige Folgen dabei, da hilft auch ein überflüssiger neuer Charakter namens Randy nicht viel. Schade, auch hier hat man leider erst eine Staffel zu spät begriffen, wann man hätte Schluss machen sollen. Naja, immerhin dann…

    Allerdings ist das Serienfinale wirklich klasse!

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