Hat das Marvel-Crossover „The Avengers“ Potenzial?

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Angesichts der derzeitigen Fülle an Superheldenverfilmungen jedweder Art ist mein persönliches Interesse an diesen fast vollständig verebbt. Doch Marvel will mit „The Avengers“ ein unvergessliches Superhelden-Crossover schaffen. Das wäre die konsequente Weiterführung des Plans, in allen Marvelverfilmungen deutlich zu zeigen, dass sie auch tatsächlich alle im Marvel-Universum spielen. Doch will man das eigentlich?

Marvel hat dieses ultimative Crossover lange geplant und alle Schauspieler im Vorwege bei ihren jeweiligen Verfilmungen (z.B. „Iron Man“) unterschreiben lassen, dass sie auch bei einem „Avengers“-Film mitspielen werden, um sicherzustellen, dass in einem solchen letztlich nicht nur neue, unbekannte Gesichter zu sehen sein werden. In den einzelnen Heldenverfilmungen hat es ja bereits schon Crossover und Cameos gegeben.

Zu sehen sein werden wohl Robert Downey Jr. als Iron Man, Chris Evans als Captain America, Chris Hemsworth als Thor, Mark Ruffalo als Hulk, Jeremy Renner als Hawkeye, Scarlett Johansson als Black Widow, Samuel L. Jackson als Nick Fury und Clark Gregg als S.H.I.E.L.D.-Agent Coulson.

US-Kinostarttermin ist der 04.05.2012. Regie führen wird der polarisierende „Buffy“-Schöpfer Joss Wheadon.

„The Avengers“ ist nun die Heldenzusammenführung, was im DC-Universum die „Justice League“ mit Superman und Co. darstellt. Aber eine Verfilmung von dieser wurde inzwischen anscheinend wieder ganz eingestellt.

Ich persönlich (kein Fan von Superheldencomics und absolut Unwissender) kann mir trotz des Staraufgebots nicht vorstellen, dass so ein Film noch interessant sein kann. Inzwischen langweilen mich die ganzen Hero-Verfilmungen (erst Recht mit ihren zahlreichen Reboots) und bis auf die großartigen „Batman“-Filme von Christopher Nolan reizen sie mich wirklich quasi gar nicht mehr. Auch Regisseur Joss Wheadon spricht in meinen Augen sehr für Trash.

Für viele Comicfans ist es allerdings aber wohl das langerwartete Ereignis der Superlative, erst Recht mit diesen Schauspielern. Aber was sagt der normale Kinozuschauer? Kann der Film irgendetwas Neues bringen, was man inzwischen nicht schon tausendmal in den anderen Superheldenverfilmungen gesehen hat und ist so eine Ansammlung der Helden nicht dazu verdammt, eine lächerliche Geschichte zu präsentieren?

Was haltet ihr von „The Avengers“ und Marvels Strategie, die Filme nicht einzelnd stehen zu lassen, sondern in die Filme selbst immer wieder Anspielungen einzubauen? Genial oder nervig?

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3 Kommentare

  1. Na ja, es ist auf jeden Fall ein riesiges Wagnis.
    Früher oder später soll es halt geschehen, dass ein „großkallibriges“ Heldenteam verfilmt wird.
    Die Pläne eines Justice League Filmes wurden in der Zeit des Autorenstreiks in Hollywood eingefroren.
    Damit ist DC/Warner (Marvels Konkurrent) erst mal abgehängt, wobei die Abteilung mit Nolan einen Top-Filmemacher an der Angel hat, der ja nach dem dritten Batman auch einen neuen Superman-Film „überwachen“ (nicht drehen) soll.
    2011 kommt dann Green Lantern, was wiederum ein Ansatz sein könnte, ala Iron Man ein konsistentes Film-Universum aufzubauen.
    Inwiefern die Nolan-DC-Filme sich mit einem Team-Film vereinen lassen, ist nicht abzuschätzen.
    Eigentlich lassen Filme wie Batman Begins und The Dark Knight kein Superhelden-Gekloppe zu. Aber abwarten.
    Green Lantern soll jedenfalls „DC-Universums-offen“ gestaltet sein.

    Aber zum Thema: dass man einen Heldenteam-Film machen kann, der auch Absatz findet, haben Filme wie X-Men oder Watchmen gezeigt.
    Und das marketing-technische Potential einer Heldengruppe um Merchandise-Magnete wie Superman, Batman (DC) oder Iron Man, Hulk (Marvel) ist ja vorhanden. Kinder und Geeks auf der ganzen Welt würden sich freuen. ^^
    Insofern wäre Hollywood schön dumm, wenn es sich die Gelegenheit entgehen lässt, damit Geld zu machen.

    Es gibt übrigens schon die ersten Ausschnitte aus „Thor“ zu sehen, also dem nächsten Marvel-Film, der szenentechnisch direkt nach Iron Man 2 spielt (Hammer nach dem Abspann). Und demnach scheint Marvel da gute Karten zu haben, das Projekt „Avengers“ zu vollenden.
    Thor ist so gut wie abgedreht. Captain America wird bis Kinostart ebenfalls in der Mache sein.
    Also, selbst wenn diese Filme floppen, ist man produktionsmäßig eigentlich schon beim Avengers-Film, der dann mit vier Filmtitel-Helden (Iron Man, Hulk, Thor, Captain America) werben kann und wird. So etwas gab es bis dato eigentlich noch nie.

    Noch was zu Whedon: wer Serenity kennt, kann durchaus berechtigt Vertrauen in ihn haben. :-)

  2. Also so wie ich heute gelesen habe sollen bei Warner Bros. die Pläne für die Justic Leaug ebenfalls wieder aus der Schublade geholt worden sein, nachdem man diese vorerst verworfen hatte um Nolan nicht zu „beleidigen“.

    Ich für meinen Teil möchte kein derartiges Superhelden-Team sehen egal ob mit Iron Man & Hulk auf Marvel-Seite oder mit Batman&Superman auf DC-Seite.
    Ohnehin finde ich die Marvel-Comics (Spiderman incl.) nicht sonderlich umwerfend genausowenig wie ihre verfilmungen. Zugegeben „Iron Man“ (der erste Teil) hat Spass gemacht und die X-Men-Triologie fand ich ebenfalls gelungen. Das wars aber auch schon. Die X-Men tauchen in „The Avengers“ sowieso nicht auf und seit ich den zweiten Iron Man gesehen habe interessiert mich auch dieser nicht mehr wirklich. Zumal der 2. Iron Man ohnehin zur Hälfte die Vorbereitung auf das Großprojekt war.
    „The Avengers“ wird also wahrscheinlich nicht mehr zu verhindern sein, was ja eigentlich egal ist ich werde es mir nicht anschauen. Ein positiver Aspekt ist jedoch: Wenn Marvels Superhelden-Truppe an den Kinokassen abstürzt (was jedoch NICHT sicher ist) wirft viellicht Warner/DC ihre Pläne der Gerechtigkeits-Liga (ohnehin ein bescheuerter Name) in den Papierschredder. Somit wäre auch Batman wieder einmal gerettet, denn diese meine Lieblingsfigur könnte man bei so einem Filmprojekt nur unweigerlich versauen!

    Egal ob „The Avengers“ oder „Justic Leauge“, sie sind mit X-Men nicht wirklich zu vergleichen und schon gar nicht mit „Watchmen“. Watchmen ist ein einzelnes Kunstwerk mit seiner eigenen Welt und Problematik. Bei den X-Men ist es ähnlich, die verfilmungen basieren auf dem Problem Mensch/Mutant bei denen es tatsächlich meist um die Gruppe geht.
    Bei den anderen Großprojekten treffen wahre Individuelle Helden zusammen, da liegt schon ein großes Problem.
    Und welchen Gegner bzw. welche Gegner sollen diese Helden-Teams denn Bitteschön haben?

    Und selbst wenn das funktioniert haben wir doch in vielen bisherigen Superheldenverfilmungen etwas gelernt: Zuviele Schurken sind schlecht für die Handlung: Sieht man am Beispiel von Spiderman & Batman&Robin. Zuviele Charaktere für zuwenig Zeit auf zu kleiner Leinwand. Und so wird es auch werden wenn es zu viele Helden sind.

    Aber mal sehen was draus wird.

    Schöne Grüße
    Mr. J.

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