„Fast verheiratet“ – Fast nicht zum Aushalten!

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Wenn man wie ich selber eine knappe Woche vor dem Ja-Wort steht, im Hinterkopf hat, dass „Die Hochzeits-Crasher“ und „Eine Hochzeit zum Verlieben“ eigentlich ganz unterhaltsam waren und dass man Jason Segel auch in „How I Met Your Mother“ ganz lustig findet, dann gibt man auch einem Film wie „Fast verheiratet“ eine Chance. Das hätte ich allerdings mal lieber bleiben lassen, denn neben ein paar lustigen Momenten zieht der Film sich ewig in die Länge, ist für eine Komödie nicht komisch und für ein Drama nicht anspruchsvoll genug. Keine Ahnung, welche Zielgruppe hier angesprochen werden sollte, für einen Frauenfilm ist er nicht rührseelig-kitschig genug und für Männer fehlt hier einfach ein wenig Klamauk.

Als Tom und Violet sich verloben, ist ihnen nicht klar, dass sich in den nächsten Jahren so einiges im Leben der beiden ändern wird, was eine Hochzeit immer weiter in die Zukunft schiebt. Violet bekommt ihren erträumten Studienplatz, leider muss sie dafür für zwei Jahre in eine andere Stadt ziehen. Tom gibt ihretwegen seinen erfolgreichen Job als Koch auf, um mit ihr kommen zu können. Doch ihr neues Zuhause ist nicht nur beruflich für ihn ein Albtraum. Während Violet weiter glücklich ihre beruflichen Träume verwirklicht, gibt Tom sich immer mehr auf. Als Violet das Angebot bekommt, ihre Stelle um weitere Jahre verlängern zu können, werden die Hochzeitsplanungen wieder verschoben und die Beziehung hängt am seidenen Faden.

Ja, Beziehung bedeutet immer Kompromisse, aber das Szenario hier nervt einfach nur, zu sehr leidet man mit Tom und fragt sich, warum er das alles über sich ergehen lässt. Offensichtlich versucht man hier mal, einen ernst zu nehmenden Liebesfilm zu präsentieren, der nicht von Zoten, Peinlichkeiten und Kitsch dominiert wird, aber vielleicht hätte das dem Film irgendwie gut getan. Irgendwie nimmt sich „Fast verheiratet“ einfach zu ernst, versucht sich zu sehr vom typischen „Hochzeitsfilm“ abzuheben, verfehlt damit aber absolut sein Ziel. Emily Blunt und Jason Segel und auch Rhys Ifans in einer Nebenrolle geben sicher ihr Bestes, aber ohne Momente zum Lachen und Mitfühlen ist es einem irgendwann egal, was aus Tom und Violet wird, man hält den Film einfach nur noch durch. Zudem hatte ich das Gefühl, der Film würde einfach zu wenig mit Musik unterlegt sein, die die oft sehr langatmigen Szenen vielleicht noch etwas gefühlvoller hätte wirken lassen können. Vielleicht können andere mit diesem Film etwas mehr anfangen, ich habe bis zum Ende nicht verstanden, was „Fast verheiratet“ eigentlich darstellen und aussagen wollte.

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Ein Kommentar

  1. Ja, der Film hat seine Längen. Und auch wenn die Gag-Rate nicht so hoch ausfiel, fand ich die Darsteller sehr harmonisch.
    Ich finde, der Film ist kein Muss, aber auch keine Zeitverschwendung.

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