„Die Tribute von Panem – Mockingjay, Teil 1“ – Schwächelt!

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Dass man eine Buchreihenverfilmung streckt, indem man den letzten Teil auf zwei Filme verteilt, ist in den letzten Jahren sehr beliebt, also hat man sich auch bei den „Tributen von Panem“ dafür entschieden. So kommt nach einem soliden ersten Teil und einer spannenden Fortsetzung nun des dritten und letzten Teils erste Hälfte und die wirkt auch so, als würde sie nur eine halbe Handlung erzählen. Hinzu kommt, dass sich das komplette Setting geändert hat und man statt bunten Arenen und düsteren Wäldern fast ausschließlich graue Trümmer und triste Bunker zu sehen bekommt. Die Story wird zwar interessant weitererzählt, aber irgendwie kann einen „Mockingjay, Teil 1“ nicht mehr so gut unterhalten wie seine Vorgänger. Warten wir mal, was der Abschluss nächstes Jahr noch zu bieten hat.

Katniss und einige andere aus dem Umfeld der „Hunger Games“ sind nach ihrer Flucht bei den Rebellen untergekommen, die im Verborgenen den Sturz des Systems planen. Dafür möchten diese unbedingt die populäre Katniss als Propaganda-Mittel nutzen. Als die sich ein Bild der Zerstörung ihres Heimatdistrikts macht, willigt sie ein. Doch im Gegenzug nutzt die brutale Regierung Katniss Freund Peeta als Gegenpol, um die Bevölkerung gegen die Rebellen aufzuhetzen. Katniss zweifelt immer mehr an beiden Seiten.

Der Film will sich irgendwie nicht in das bisherige Setting einfügen, er erzählt zwar die Handlung weiter, passt aber nicht zum bisherigen Stil. Zwar sind neben Jennifer Lawrence auch Woody Harrelson, Elizabeth Banks, Josh Hutcherson, Donald Sutherland und Liam Hemsworth wieder dabei, allerdings mehr im Hintergrund. Neu dabei sind Julianne Moore und Natalie Dormer, die auch ihre Sache gut machen, aber sich auch nicht besonders hervortun. Der kürzlich verstorbene Philip Seymour Hoffman ist hier in einer seiner letzten Rollen zu sehen, aber wirklich punkten kann er hier auch nicht. Der Fokus steht fast ausschließlich auf Jennifer Lawrence und die liefert im Vergleich zu ihren grandiosen Darstellung außerhalb des Panem-Franchises ebenfalls eine recht blasse Darstellung ab.

Insgesamt ist dieser erste Teil eben nicht mehr als eine etwas gestreckte Einleitung für das Finale, von dem zu erwarten ist, dass es wieder mehr überzeugen kann. Als Bestandteil der Reihe gehört dieser Teil natürlich dazu, ist aber bisher der schwächste.

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