„Ex Machina“ – Intelligenter Technik-Thriller!

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Künstliche Intelligenz und menschliche Roboter sind immer wieder Thema in Filmen, „Ex Machina“ hat seine ganz eigene Art, sich den Fragen, wie weit Technik gehen sollte und wie beeinflussbar der Mensch ist, zu stellen. Trotz seiner sehr ruhigen Erzählweise ist der Film sehr spannend, hält einen auch gedanklich immer auf Trab und kann immer wieder überraschen. Das Setting, die Optik, die Schauspieler und die Handlung – alles ist stimmig und zieht einen voll in seinen Bann. Endlich mal wieder ein Film, der auch nach dem Abspann im Kopf noch ein wenig weiter wirkt.

Caleb arbeitet in einer großen Computerfirma und gewinnt ein persönliches Treffen mit dem Genie Nathan, der hinter dem Computerkonzern steckt. Dieser lebt weit fernab der Zivilisation in einen extrem gesicherten Gebäudekomplex und ist ein zwar herzlicher, aber irgendwie unangenehmer Zeitgenosse. Als er Caleb erklärt, dass dieser an einem Experiment teilnehmen soll und einen mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Roboter daraufhin prüfen soll, ob er als Mensch durchgeht, ist Caleb begeistert. Der weibliche Roboter Ava punktet nicht nur mit ihrer menschlichen Art, sondern auch ihrem Aussehen. Mit jedem Gespräch weiß Caleb allerdings nicht mehr, wer hier wen testet und was Nathan tatsächlich bezweckt und warum ausgerechnet Caleb dafür ausgewählt wurde.

„Technik-Thriller“ klingt vielleicht zu bombastisch, eigentlich ist der Film dafür zu ruhig, aber spannend ist der Film in jedem Fall. Das abgeschiedene Gebäude, die wenige, schwer einzuschätzende Gesellschaft und die eigentliche Situation mit den Testgesprächen verursacht eine seltsam beklemmende Atmosphäre. Immer mehr Fragen kommen auf und man leidet mit Caleb, weiß nicht, ob man Nathan oder Ava trauen kann und welchem Zweck das ganze Experiment überhaupt dient. Zudem schafft es der Film jedes Mal, wenn man meint, den Durchblick zu haben, doch wieder eine überraschende Wendung und neue Fragen zu bieten. Dazu sind Domhnall Gleeson als Caleb, Oscar Isaac als Nathan und vor allem Alicia Vikander als Ava großartig besetzt und harmonieren bestens in ihrem Zusammenspiel.

Für Fans von Filmen dieser Art ist „Ex Machina“ definitiv ein absoluter Geheimtipp, Popcornkino wird man hier aber vergeblich suchen.

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4 Kommentare

  1. Guter Low-Budget-Film, der durch die drei fantastischen Darsteller lebt! Oscar Isaac zeigt wieder einmal, wie unglaublich wandlungsfähig ist – seinen unterschwellig aggressiv-machohaften Charakter stellt er so glaubwürdig dar, dass man ihn kaum wiedererkennt. Einer der besten Schauspieler seiner Generation!
    Aber man sollte sich auf keinen Fall den Trailer angucken; der verrät nämlich tatsächlich so ziemlich alles. Wenn man das aber nicht getan hat und unvoreingenommen an den Film herangeht, bekommt man einen sehr guten und teilweise recht klugen Beitrag des altbekannten Themas. (Und die Effekte sehen auch wirklich überraschend gut aus für so einen „kleinen“ Film).

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