„Im Herzen der See“ – Gelungener „Moby Dick“-Film!

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herzenderseeDer Roman „Moby Dick“ gilt in den USA als einer der Grundpfeiler amerikanischer Literatur, daher wurde der Stoff auch schon mehrmals verfilmt. Ron Howard geht mit „Im Herzen der See“ einen neuen Weg, widmet er sich doch den Begebenheiten, die damals als Vorlage des Romans galten. Natürlich nimmt sich der mit Chris Hemsworth, Cillian Murphy, Ben Whishaw und Brendan Gleeson gut besetzte Film einige Freiheiten, wenn es um den Wahrheitsgehalt geht, das Ergebnis ist aber absolut gelungen, sowohl Handlung als auch optische und akustische Umsetzung können sich sehen lassen.

Der Autor Herman Melville hofft auf eine großartige Romanvorlage, als er den letzten Überlebenden eines angeblich von einem Wal versenkten Walfängerschiffes aufsucht und sich die Geschichte erzählen lässt. Damals konnten ein unerfahrener Kapitän und ein versierter erster Offizier nur aufgrund des gleichen Ziels, nicht ohne Beute von ihrem Walfangzug zurückzukehren, trotz ihrer Differenzen nebeneinander bestehen, bis plötzlich ein sehr großer Wal das Schiff angreift. Der darauf folgende Kampf ums Überleben fordert viele Opfer.

Ron Howard versteht es, den Kampf zwischen Mensch und Tier großartig in Szene zu setzen, der Film ist spannend und abwechslungsreich, optisch wirklich super umgesetzt und auch gut besetzt. Der Mythos „Moby Dick“ bekommt so eine interessante neue Sichtweise hinzu, zudem muss man kein Fan des Romans sein, um hier gut unterhalten zu werden.

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Ein Kommentar

  1. Hat mich gar nicht überzeugt. Der Film ist gerade visuell wirklich kaum erträglich. Abgesehen von den z. T. wirklich mies aussehenden Effekten und vor allem der Bluescreen-Optik, die so offensichtlich ist, dass man selten das Gefühl hat, da sei jemand tatsächlich in einem Boot, gibt einem das surreale krass grün eingefärbte Bild dann den Rest (ich dachte erst, das soll den erzählerischen Aspekt unterstreichen, aber auch die Rahmenhandlung mit dem Autor war so stark eingefärbt), so dass der ganze Film nur noch künstlich aussieht. Auch die hektische Kameraführung und die schnellen Schnitte haben mir wenig gefallen, tragen sie noch weniger dazu bei, dass sich eine realistische oder beklemmende Atmosphäre auf hoher See ergibt (umwerfend gutes Gegenbeispiel: „Master and Commander“). Weiterhin hat die wirklich sehr schwurbelige Musikuntermalung auch nicht begeistert, so dass der Film insbesondere zum Ende hin sehr kitschig war. Und letztlich: Der Wal kam so gut wie im ganzen Film nicht vor. Es gab ganze drei (sehr kurze) Walkampf-Szenen, die allesamt bereits in den Trailern zu sehen waren. Also alles in allem: Kann man sich durchaus mal angucken, wenn man nicht viel erwartet, aber als wirklich gelungenen Film würde ich ihn wirklich nicht sehen.

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