„300“ – Beeindruckende Comic-Adaption

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Wer eine tiefgehende Story oder sogar eine weitreichende Botschaft erwartet, wird sicher nicht in „300“ gehen, aber wer unglaubliche Bilder sehen will, sollte sich dieses Spekatakel im Kino nicht entgehen lassen. Frank Miller ist auch Nicht-Comic-Fans seit „Sin City“ ein Begriff, hier hat man sich ein weiteres seiner Werke vorgenommen. Und auch wie bei „Sin City“ wurde fast alles digital zusammengebastelt, so dass jede Einstellung für sich ein wahrer Augenschmaus ist.

300-2.jpg Man sieht dem Film über die 300 Spartaner, die 480 v. Chr. der militärischen Übermacht der Perser entgegentreten, seine Vorlage an: Jede einzelne Einstellung könnte auch als eindrucksvolles Standbild verwendet werden. Zudem spielen die Darsteller mit soviel Hingabe, dass man sich problemlos in der ansonsten recht überschaubaren Story mitreißen lassen kann. Die neu dazu erfundenen Handlungsstränge über den politischen Machtkampf in Sparta wirken sogar fast deplaziert, der Film lebt in erster Linie von eindrucksvollen Aufnahmen und fantastischen Kampf-Choreographien.

Wer also mal wieder ein Donnerwetter für die Sinne erleben will, ohne viel seinen Kopf anzustrengen, sollte „300“ unbedingt im Kino sehen. Leute, die nur die bescheuerten Diskussionen zu „Gewaltverherrlichung“ und „Faschismus“ vorantreiben wollen, sollten es dann doch lieber sein lassen. Immerhin wirken die Spartaner schon von Anfang an selber so wahnsinnig, dass man sich auch mit ihnen nicht identifizieren kann.

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5 Kommentare

  1. Ich bin schon sehr gespannt auf den Film. Ich versprech mir von den Bildern viel, also bau ich da mal auf Pau. Die ganzen typischen Vorverurteilungen sind doch eh bla, es mußte halt irgendwas zu dem Film gesagt werden und der Kritikwürfel zeigte auf „Machofilm“…

  2. kann den film auch nur empfehlen – wenn man auf toll inszenierte bilder und kampfchoreographien steht… denn mehr hat der film auch nicht zu bieten. aber da man auch nicht mehr erwartet… schöne sache. aber mit „sin city“ kann er sich auf keinen fall messen, dafür dann doch etwas eintönig. und ging es nochjemandem so, waren das nicht irgendwann mal missbildungen genug? als dann irgendwann die sechsten oder siebten deformierten gestalten auftraten, hatte ich zumindest langsam genug von denen…

  3. So, hab den nun auch endlich gesehen und bin sehr begeistert von den Bildern, und dem ganzen Hüh und Hott.

    Die Story war… sofern vorhanden echt noch akzeptabel und hat nicht weiter gestört. Die Rahmenhandlung fand ich gut. Aber man muss schon Blut- oder Effekt-geil sein…

    Mit den Missbildungen geb ich threep recht. Man darf zwar nicht vergessen, dass es aus der gezeichneten Welt kommt, aber das war schon etwas viel. Den Xerxes Charakter fand ich sehr gut getroffen, genauso wie fast alle anderen. Nur der bucklige.. Ephialtes oder so? Das fand ich irgendwie verpufft, da hätte man dem Film mehr „Tiefe“ geben können, hätte man ein wenig mehr sein Dilemma beleuchtet… Naja, blubb.

    Also insgesamt von der Machart her nach „Sin City“ das Highlight der letzten Jahre. Ich hoffe auf mehr solcher Filme, die, wie auch „A Scanner Darkly“ oder „Renaissance“ (??) mal anders sind als der normale Kram. Irgendwann wird es bestimmt auch gelingen einen Film mit einer überragenden Story so zu „basteln“…

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