Das Batman-Event 2008 – Der Abend war der Wahnsinn!

Mein unheimliches Glück sorgte dafür, dass ich mit einem anderen User dieses Blogs, Gatman, aufgrund eines Gewinnspiels von der bekanntesten Batman-Seite im Netz, den Film „The Dark Knight“ drei Wochen vor (fast) allen anderen Menschen sehen durfte. Was jetzt folgt ist eine halbwegs kurze, vorläufige Kritik des Films ohne jegliche Spoiler und einem generellen Fazit des Events, was hoffentlich zum Ausdruck bringt, wie genial der Abend war und wie unglaublich bombastisch, ich hoffe, mir fallen nachher passendere Begriffe ein, wie der neuste Batman-Film ist.

Wenn man eine Karte zum Batman-Event 2008 gewann, durfte man sich „The Dark Knight“ in einem der acht auserwählten Kinos in Deutschland ansehen, dies auch noch umsonst und man bekam noch als kleinen Schmankerl ein Buch zum Film, jenes gabs bei mir leider nicht mehr, und ein Poster. Gut 1 1/2 Stunden waren also Gatman und ich zu früh im Kino, das sorgte allerdings dafür, dass wir als die ersten durch die Metalldetektoren durchgehen durften, denn schon bald brach die Hölle im Kino los und hinter uns bildete sich ein Mob von Leuten, die reinwollten und Angst hatten, keinen guten Platz mehr zu bekommen. Bei der riesigen Leinwand und dem unglaublich gutem Ton ging dann doch nach über einer halben Stunde Verspätung der Film los. Während des Films schwieg wirklich jeder Zuschauer und wenn nicht, dann wurde er von den anderen zu Tode „gepsssst“. Wenn allerdings ein echt großer Moment im Film da war, klatschten alle Leute und jubelten, aber nur für wenige Sekunden, dann war wieder Totenstille. Außerdem wurde während des Abspanns und besonders, als Heath Ledgers Name zu lesen war, sehr lange geklatscht, was irgendwie bewegend war, denn Heath Ledger starb im Januar dieses Jahres und der neue Batman-Film war seine vorletzte Arbeit gewesen.

Ich versuche diese Kritik kurz zu halten und vor allen Dingen komplett ohne Spoiler, da sowieso die meisten Menschen den Film noch nicht kennen. Aber zum eigentlichen Film: Es stimmte alles. Wirklich alles. Die Geschichte war verdammt gut und die Inzenierung von Regisseur Nolan war dem würdig. Es passierte sehr viel parallel, die Handlung war sehr komplex und doch irgendwie einfach und überschaubar. Man hatte nie Angst, den Faden der Handlung zu verlieren, oder wegen der ganzen Komplexität einfach abzuschalten und die Geschichte nicht mehr folgen zu wollen. Wie der Charakter des „Jokers“ war der Film chaotisch. Man wusste nie, wohin der Film sich entwickeln würde. Es gab immer wieder neue Überraschungen und Wendungen. Die Atmosphäre des Films war unglaublich und trotz sehr weniger Anspielungen auf die Comics kam der Film doch mit Abstand am Nähesten an sie ran. Dazu kommt, dass der Film so spannend wie kaum ein anderer Film ist; schon von Anfang an ist man im Bann des Films.

Besonders die schauspielerischen Leistungen stechen stark hervor. Die Schauspieler, die schon in „Begins“ dabei waren, spielen wie gewohnt souverän, doch auch die Neuen spielen sehr überzeugend. Maggie Gyllenhaal ist besser als Katie Holmes, Aaron Eckhart ist der perfekte Harvey Dent, aber Heath Ledger schlägt sie alle. Er besitzt im Film eine Präsenz, die man mittlerweile bei Schauspielern selten sieht und man merkt, mit wie viel Leidenschaft er an diese Figur heran gegangen ist.

Doch auch die Kameraarbeit, der überall präsente Score und der restliche Teil, der zum Film gehört, ist mehr als nur überzeugend. Einzig ein paar extrem kleine Mängel sowie gewisse Special Effects, die nicht zu 100% überzeugend sind, existieren, fallen aber nicht ins Gewicht. Dieses „Machwerk“ ist definitiv der beste Batman-Film und für mich auch eine der besten Comicverfilmungen, wenn nicht sogar die Beste. Alle anderen Filme dieser Art müssen sich von nun an mit „The Dark Knight“ messen.

Das Batman-Event war klasse und es war von Warner Brothers eine wirklich tolle Idee, so etwas mal zu machen. Noch einmal Danke dafür!

Vor der Vorstellung und kurz danach habe ich mich jeweils einmal unabsichtlich als Journalist ausgegeben, was doch recht peinlich und irgendwo lustig war. Bei der Heimfahrt hingegen wäre ich auf der Autobahn fast mit einem Straßenschild und Dutzenden von „Verkehrshütchen“ kollidiert. Es war also so oder so ein ereignisreicher Abend!

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3 Kommentare

  1. Ohja, ich kann dem nur Zustimmen. Zu schade, dass ich keines der Heftchen ergattern könnte, aber es war schon etwas Besonderes. Wer kann schon von sich behaupten, dass er sich einer Leibesvisitation unterziehen musste, um ins Kino zu kommen? ;D
    Die Atmosphäre unter den Batmanfans war auch total klasse. Selbst nach dem Film sind die meisten Leute sitzen geblieben, was ich im Kino bisher doch eher selten erlebte. Natürlich merkte man auch, wie heiss alle auf den Film war und dass es keine einfache Vorführung, denn soeine Konzentration von Fans wirds wohl nach dem offiziellen Erscheinungstermin nicht mehr geben ^^

    Hat viel Spaß gemacht und der Film – ich könnt ihn jetzt nochma schaun. Es macht einfach nur Spaß zuzuschaun wie die Schauspieler performen.

  2. Es lässt mir doch keine Ruhe. Etwas muss ich noch sagen.
    Der Film ist kongenial. Er besitzt eine Kompromißlosigkeit, die seinesgleichen sucht. Man fährt von Anfang an die selbe Schiene und hat keine Angst, das die komplette Zeit bis zum Finale immer weiter zu steigern. Es gibt an so vielen Stellen des Films unglaubliche Action, die einem sonst nur in Finalen von anderen Blockbustern da ist. Der Film ist noch um einiges düsterer und vom Humor her schwärzer.
    Der Realismus passt hier auch viel besser als in „Batman Begins“.

  3. Ich habe mal die Bewertungssterne wieder rausgenommen, da dies ja nur ein Erlebnisbericht ist und für „The Dark Knight“ wohl noch eine eigenständige Kritik mit Bewertungsmöglichkeit kommen sollte, der Film hat das wohl verdient. Und da wir keine Events bewerten, sind die Sterne hier dann doch fehl am Platze.

    Ob einer von euch jetzt noch die „finale Kritik“ schreibt oder ob das jemand anders erst dann macht, wenn der Film offiziell in Deutschland anläuft, könnt ihr entscheiden.

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