Das Fantasy Filmfest – Für Freaks

Vor drei Tagen ging das 22. Fantasy Filmfest zu Ende. Eine ganze Woche lang wurdem in Kinos in verschiedenen deutschen Großstädten Filme im Bereich Fantasy, Horror, Splatter, Thriller und Sci-Fi Monate vor allen anderen deutschen Kinos, falls sie überhaupt in unsere Kinos kommen, in der Originalsprache und gegebenermaßen meistens mit englischen Untertitel ausgestrahlt. Ich persönlich habe es seit diesem Jahr für mich entdeckt und gebe meine Eindrücke von diesem doch recht schrägen Filmfest preis.

Wie oben schon geschrieben, wird einmal im Jahr ein großer Aufwand betrieben, um Filme aus aller Welt in deutsche Kinos zu bringen, teils Independent und teils etwas bekanntere Filme mit ebenfalls bekannteren Schauspielern.

Ich habe dieses Event leider zu spät bemerkt und konnte deshalb nur die letzten zwei Tage der Veranstaltung da sein. Vor den Kinos versammelten sich Freaks aus der ganzen Stadt, denn schließlich zeigt dieses Filmfest nur schräge Filme. Dabei lag der Fokus aber auf höchst blutrünstigen Filmen. Egal ob es Splatter, Horror oder Komödie war, hauptsache der Film hatte viel Blut, von den Fantasy-Filmen habe ich nur wenig mitbekommen. Es gab auch wenig Sci-Fi und ebenso wenig Animes. Das soll in den letzten Jahren anders gewesen sein, der Trend scheint also leider in die falsche Richtung zu gehen und so wirkte die Auswahl von Filmen etwas abwechslungsarm. Gerne gesehen hätte ich noch „My Name is Bruce“ und „The Outlander“, aber die waren schon vorbei.

Trotz alledem habe ich es geschafft, folgende drei Filme zu schauen:

Donkey Punch:

Drei Frauen und vier Jungs feiern auf einem Boot mitten auf der See, bis dann einer von ihnen stirbt. Alle bekommen Panik und schnell ist klar, die Leiche muss weg. Nur wie? Unterhaltsamer Thriller, wo aber nicht viel im Gedächtnis bleibt.

How To Get Rid Of The Others:

Dänische absurde Komödie über die nahe Zukunft, wo jeder Mensch in ein Lager gejagt wird, der den Staat zu viel kostet. Dann fangen sie an, die Menschen zu erschiessen. Extreme Komödie, aber ein bisschen langatmig.

The Midnight Meat Train:

Horror/Splatter-Film mit extrem viel Gore-Inhalt und mit bekannten Schauspielern wie Brooke Shields, dabei basierend auf einer Kurzgeschichte von Clive Barker. Joa, war nett, wenn auch viel zu extrem vom Gewaltfaktor und zu absurd. Wird wahrscheinlich bei uns im Kino laufen.

Für Fans von solchen Filmen, die diese gerne in der jeweiligen Ländersprache mit englischen Untertiteln und Monate vor deren Veröffentlichung sehen wollen, kann man nur raten, nächstes Jahr zum Fantasy Filmfest hinzugehen. Ich werde in Hamburg wieder dabei sein und dann mehr als nur drei Filme sehen. Alle anderen werden schon alleine ein Problem mit den Filmen haben, die fast ausschließlich FSK 18 bekommen werden.

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Ein Kommentar

  1. Ich war vor Jahren mal da, als sie auf dem Fantasy Filmfest „Freddy vs. Jason“ gezeigt haben. War schon eine krasse Erfahrung in einem großen Kino nur mit Verrückten zu sitzen, die bei jeder Splatterszene laut gegröhlt und applaudiert haben. Offensichtlich war ich für dieses Event dann doch nicht Freak genug. Aber immerhin saß Bela B. von „Die Ärzte“ auch mit im Kinosaal. :)

    Für Freaks ist dies sicher ein hervorragendes Event, aber so ganz mein Ding ist es dann doch nicht.

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