Seriendesaster: Abgesetzt mit Cliffhanger!

Nicht jede Serie kann überleben, schon klar, hin und wieder wird auch mal eine Serie abgesetzt, aber warum kann man den Fans und den Machern gegenüber nicht so fair sein, solche Entscheidungen rechtzeitig zu treffen?! Ich darf jetzt mit nicht wirklich beendeten Storylines von „Sarah Connor Chronicles„, „Reaper“ und „My Name is Earl“ leben, die alle nicht verlängert werden.

Man sollte den Machern wirklich rechtzeitig sagen, dass eine Verlängerung unwahrscheinlich ist oder ihnen wenigstens eine weitere Folge für einen runden Abschluss gönnen, aber so ist das einfach nur zum Kotzen! Klar geht es nur um Geld, aber wieso werden solche Entscheidungen nicht getroffen, bevor die Dreharbeiten durch sind, oder man stellt das Geld zur Verfügung, damit gleich zwei alternative Enden gedreht werden können, nur für den Fall. Ok, bei „Jericho“ haben die Fans immerhin sieben Abschlussfolgen erwirken können, vielleicht sogar die bessere Variante im Vergleich zu einer weiteren kompletten Staffel mit neuem Cliffhanger, aber das wird anderen abgesetzten Serien wohl nicht so leicht gelingen.

Andererseits ist es genauso bescheuert, dass viele Serien ohne Grund sinnlos weiter fortgesetzt werden. „Scrubs“ hat mit der achten Staffel ein schönes Serienfinale bekommen, warum geht es hier dann noch weiter? Man kann nur hoffen, dass „Supernatural“ dem Vorbild von „Lost“ folgt und daran festhält, dass die Storyline nach der kommenden Staffel beendet sein sollte und auch „Heroes“ sollte seine kommende Staffel gleich auf ein Ende konzentrieren, auch hier sollten die Macher froh sein, die Story noch zu Ende erzählen zu dürfen. „Prison Break“ hat doch auch aufgehört, wobei man hier natürlich auch überlegen kann, ob es überhaupt noch rechtzeitig war oder schon nach der zweiten Staffel hätte Schluss sein müssen.

Es ist offensichtlich schwer in einer Geldproduktionsmaschine darüber nachzudenken, wie man aufhören kann, schließlich will man ja auf ewig Kohle machen. Aber vielleicht sollte man mal für die Zukunft über einen besseren Weg nachdenken, als einfach kurzfristig zu entscheiden, dass eine Serie mitten in der Story aufhört. Ich bin jedenfalls gerade ziemlich angefressen!

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8 Kommentare

  1. ist echt ne sauerei! ich hab erst vor kurzem angefangen reaper zu sehn und bin vom konzept der serie echt begeistert. schon schade, dass man niemals ein wirkliches ende geboten bekommen wird.

    eine weitere alternative, diese cliffhanger zu vermeiden, ist die abkehr von diesem seifenoper-prinzip, dass sich ein roter faden durch die komplette serie zieht, der dann irgendwann zertrennt wird.
    wenn die serie gut gemacht ist, dann kann auch das „monster of the week“-konzept echt laune machen. bei akte-x war es in den späteren staffeln echt so, dass das die einzig guten folgen waren und jede folge, die mit der alien invasion zu tun hatte, war nur scheiße.

    so ein roter faden widerspricht nun mal dem fernseh-prinzip. nur wenige halten sich wirklich mehrere abende in der woche frei, um dann unbedingt eine serie sehen zu müssen. und wenn die serie so aufgebaut ist, dass wenn man eine folge verpasst, man die komplette story nicht mehr versteht, ist es klar, dass die zuschauer nicht mehr einschalten. so eine serie eignet sich eher dazu sie auf dvd dann folge für folge hintereinander weg zu sehn. aber soweit denken die sender dann wohl nicht oder es ist ihnen einfach egal.
    irgendwo hab ich mal gehört, dass sich eine gute serie dadurch auszeichnet, dass eine folge in dem zustand endet, in dem sie auch begonnen hat. beispiele dafür wären z.b. die simpsons oder family guy.
    allerdings will man vllt auch bei solch einer serie dann irgendwann ein finale sehn. bei sledge hammer wurde das interessant gelöst. da wurde das serien finale einfach an die erste staffel gehängt und die zweite staffel spielte dann vor den ereignissen des finales.

    also von mir der rat, lieber gute selbstständige folgen, als eine schlechte rahmenhandlung, die nur künstlich verlängert von einem cliffhanger zum nächsten trudelt.
    oder von diesem prinzip des finalen cliffhangers weg. was soll das auch? wenn die serie bisher gut war schau ich mir auch die nächste staffel an, da brauch ich keinen cliffhanger für. im worst case sieht man dann die erste folge der neuen staffel und schaltet dann auch nciht mehr ein. naja, wäre alles besser als das jetzige prinzip!!

  2. Du hast jederzeit die Möglichkeit ein Serie zu beenden, Pau. Gucks Dir einfach nicht an. Wie Du richtig erkannt hast geht es nur ums Geld. Das heisst dann aber auch: es geht denen NICHT um die Geschichte. Die ist den Machern völlig egal. Man muss sich auch nicht über Logiklöcher, Ungereimheiten, wie die Geschichten weitergehen etc. Gedanken machen.
    Es geht nur ums Geld.
    Deshalb musst Du Dir auch keine Hoffnungen machen, dass sich an der Cliffhangerthematik irgendwas ändert. Jede noch so kleine Filmmacherleuchte möchte, dass ihre Serie weitergeführt wird, deshalb bloss keine Abschluss reinbauen, vielleicht, vielleicht gehts ja doch noch eine Runde weiter…
    Ein Ende am Abschluss einer Staffel einer mittelmässigen Serie ist das Todesurteil für die Fortführung.

    Weg mit dem Seriendreck – Nieder mit den Zeitdieben!!!

  3. Wobei es manchmal auch ungewollt cool sein kann: Twin Peaks hat mit das beste Ende, was ich je bei einer Serie gesehen habe… dennoch hatte man vielleicht darauf spekuliert, dass es noch weitergehen würde und ich bin mir nicht sicher, ob das so als Ende wirklich konzipiert gewesen ist…

  4. Hmm. Wohl wahr. Twin Peaks ist ein Phänomen für sich. Mag sein, dass es unter all den Serien das besonders leuchtende Juwel ist… Ich betrachte TP eigentlich weniger als Serie, sondern eher als einen sehr lang geratenen David Lynch Film. Wobei das „lang“ in diesem Falle nicht abwertend gemeint sein soll. Auch bei seinen normal langen Lynch-Filmen hat man ja mitunter das Gefühl, dass das Ende nicht unbedingt als das Ende konzipiert worden ist…
    Meines Wissens nach gab es aber seinerzeit tatsächlich sehr konkrete Pläne TP weiter fortzuführen. Woran es allerdings dann lag,dass das nicht passierte weiss ich nicht.
    Vielleicht lags ja am Geld. hihi
    QED :-D

  5. Das passt hier zwar nich ganz rein, aber: Brian K. Vaughn wird keine Drehbucharbeit mehr in der finalen sechsten Lost-Staffel leisten, wie bei den fünf davor. Hoffen wir mal, dass man keinen Qualitätsunterschied merken wird…

  6. Brian K. Vaughn ist mein Held! Macher der Comicserien „Y-The last man“ und „Ex machina“, die er selber als Kinofilm umsetzen will. Wobei beide Serien als Fernsehserien besser geeignet wären.

  7. Ich finde die macher von Dexter machen das Hervorragend, die schließen jede staffel ab, als obs die letzte währe.

  8. Wie Pau schon schrieb hat es nun auch „Flash-Forward“ erwischt… Die geplante Handlung kann nicht zuende gezeigt werden…

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