„Piranha 3D“ – Blut, Brüste und Gedärme

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Eigentlich wollte ich mir mit „Piranha 3D“ einen lustigen Monsterfilm für zwischendurch gönnen, das Remake eines Klassikers aus den 80ern, das neben Jerry O’Connell, Ving Rhames und Richard Dreyfuss auch noch das „Zurück in die Zukunft“-Team Christopher Lloyd und Elisabeth Shue wieder zusammenführt. Doch dann flimmerte der Regiename Alexandre Aja auf der Leinwand und mir wurde klar, dass ich mit dem Film doch einen großen Fehler begangen haben könnte. Und so wurde aus einem witzigen Horrorfilmchen ein blutiges Massaker mit pornografischen Elementen. Nach „The Hills Have Eyes“ und „Mirrors“ hat Aja mal wieder nicht begriffen, wo man Grenzen setzen sollte.

In einer kleinen Stadt in Arizona brechen mal wieder die Partywochen an, zahlreiche Jugendliche lassen am und auf dem Wasser die Sau raus. Blöd nur, dass ein Erdbeben den Zugang zu einem unterirdischen See geöffnet hat, aus dem jetzt eine Horde blutrünstiger Killerpiranhas ausbrechen. Schnell wird die Party zu einem absoluten Massaker.

Viel erwartet hatte man ja eigentlich nicht, aber ich hatte schon gedacht, dass der Film eher die unterhaltsame Schiene einschlagen würde, aber nicht, dass man hier nur nackte, tauchende Frauen und zerfleischte Körper zu sehen bekommen würde. Über die bescheuerte Story muss man gar nicht reden, Christopher Lloyd durfte auch nicht lange den verrückten Wissenschaftler mimen und Richard Dreyfuss war sogar schon vor dem Vorspann tot. Der Pornoregisseur-Charakter von Jerry O’Connell war eigentlich ganz witzig, der Film schien bewusst auf die B-Movie-Schiene zu gehen, aber dann wollte man dem Prädikat FSK 18 wohl alle Ehre machen. Für die notgeilen Männer durften dann zwei nackte Frauen minutenlang ihre gigantischen Erkennungsmerkmale über und unter dem Wasser in die Kamera drücken, danach wurde jeder schwarze Humor durch brutales Gemetzel und Großaufnahmen von völlig zerfetzten Körpern durch Ekel ersetzt, die Peinlichkeit gipfelte dann im Vertilgen eines abgerissenen Penis.

Dieser Film ist nichts für schwache Nerven und auch nichts für alle, die ein unterhaltsames B-Movie-Remake erwarten. Wer schon immer große Brüste und offene Fleischwunden in 3D sehen wollte, der könnte hier tatsächlich noch unterhalten werden. Allen anderen sei gesagt, dass man nicht gesehen haben muss, wie das Kino seinen FSK-18-Level mal wieder neu auslotet.

Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)


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