„Red Riding Hood“ – Rotkäppchen-Horror-Soap-Versuch!

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Zuerst klang die Idee, den Märchen-Klassiker „Rotkäppchen“ der Gebrüder Grimm mal einer Verjüngungskur zu unterziehen gar nicht schlecht, doch schon der Trailer wirkte dann eher kitschig als gruselig. Das trifft leider auch auf den Film selber zu, wirkliche Spannung oder echten Horror sucht man vergeblich, dafür findet man viel Schmachten und Liebesprobleme. „Rotkäppchen“ Valerie hat hier viel mehr mit ihren Verehrern und Gefühlen zu kämpfen als mit dem bösen Wolf, der hier in Form eines Werwolfes ihr Dorf heimsucht. Dabei hatte die Grundidee schon Potential, die Umsetzung von „Twilight“-Regisseurin Catherine Hardwicke ist dann aber doch wieder eher an ein weibliches Publikum gerichtet.

In Valeries Dorf hat der Werwolf nach vielen Jahren wieder einen Menschen getötet, und zwar ihre Schwester. Dieses Mal wollen die Dorfbewohner das Monster zur Strecke bringen, doch es könnte jeder von ihnen sein, auch die beiden gutaussehenden Kerle, die beide um die Gunst von Valerie buhlen. Aber auch die Hilfe eines fanatischen Kirchendieners, der sein Leben der Jagd nach Werwölfen widmet, führt nicht zum Ziel. Valerie hingegen realisiert immer mehr, dass der Werwolf tatsächlich in ihrem näherem Umfeld zu finden sein muss, er scheint nämlich selber ein Interesse an ihr zu haben.

Viel ist vom Originalmärchen natürlich nicht mehr zu finden, hier und da findet man ein paar Elemente wieder, aber insgesamt hat man sich schon eine völlig neue Geschichte ausgedacht. Die Idee, Rotkäppchen mit einem Werwolf zu konfrontieren, der jeder in ihrem Umfeld sein könnte, ist eigentlich nicht unbedingt unoriginell, aber die Umsetzung krankt dann an schlechten Kulissen und einer billigen Ausstattung, der zwischen Übertreibung, Kitsch und Langeweile hin- und herspringenden Handlung und den hölzern spielenden Darstellern. Gary Oldman legt sich zwar tierisch ins Zeug, sein Charakter will aber nicht wirklich funktionieren, Amanda Seyfried sieht wie immer gut und niedlich aus, mehr scheint man hier auch nicht von ihr gefordert zu haben und auch Julie Christie kann als Großmutter keine herausragenden Leistungen mehr auf ihrem langjährigen Filmkonto mehr verbuchen.

Schade, mit etwas mehr Stil, einer besser ausgearbeiteten Story und originelleren Charakteren, mit mehr Spannung und Horror und dafür weniger Kitsch hätte das echt ein guter Film werden können, so langt es gerade noch fürs Mittelmaß.

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2 Kommentare

  1. Ich weiß auch nicht was die mit ihrer schlechten Kritik haben.
    Hab den Film gerade gesehen und war positiv echt beeindruckt.
    1: Wunderschöne Landschaften
    2: Sehr sehr gute Kameraperspektiven
    3: Super Schauspieler ( wobei 2 vondenen ein bisschen zu hart gestyled sind)
    4: Super animation und spezialeffekte.
    Also im großen und ganzen von mir „5“ Sterne !!

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