„Die drei Musketiere“ – Degen, Luftschiffe und Langeweile

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Ich vermute, dass Musketiere-Filme Actionfilme für Frauen sind, denn trotz immer neuer Verfilmungen dieser Thematik kann mich dieses Thema überhaupt nicht ansprechen. Da helfen auch hochkarätig besetzte Nebenrollen nicht, wenn die Hauptrollen mit weitestgehend unbekannten, ausdrucksschwachen Schauspielern besetzt werden und einen die bekannte Haupthandlung trotz bombastischer Rockmusik, bunten Effekten und dem Dazudichten neuer Actionelemente absolut nicht umhauen kann. Das „Mantel-und-Degen“-Genre dürfte mit dem Film nicht wiederbelebt werden, aber hat es wirklich jemals gelebt?

Der junge D’Artagnan sucht in Paris nach den berühmten Musketieren, doch er findet nur drei alte Männer, die schon länger nicht mehr aktiv sind und sich nur noch Raufereien mit der Garde des Königs liefern. Doch als der zwielichtige Kardinal Richelieu zusammen mit der hinterhältigen M’lady de Winter und dem arroganten, britischen Duke of Buckingham eine Verschwörung gegen den jungen König Frankreichs anzetteln, tun sich die drei Musketiere mit D’Artagnan zusammen, um den Frieden zu erhalten.

Milla Jovovich, Christoph Waltz, Orlando Bloom, Mads Mikkelsen und in einer kurzen Nebenrolle Til Schweiger, das hört sich eigentlich noch einer großen Starriege an, und doch handelt es sich hier nur um die Nebendarsteller. In den Hauptrollen sieht man hingegen Logan Lerman, Ray Stevenson, Matthew Macfadyen und Luke Evans, schon irgendwie mal gehört? Ok, Ray Stevenson hatte eine Hauptrolle in der Serie „Rom“, aber das war’s auch. Oft können neue Gesichter ja auch mal überraschen, gerade weil man sie noch nicht kennt, hier leider Fehlanzeige! Vielleicht war der Film auch nicht die richtige Wahl von „Resident Evil“-Regisseur Paul W.S. Anderson.

Generell nimmt man sich hier die langweilie Standardstory, packt ein wenig Verschwörung, Schatzsuche und Luftschiffe dazu, fertig ist der Film! Keine Personenentwicklung, keine gelungenen, coolen Sprüche, eigentlich nur Langeweile. Vermutlich kann mir keiner erklären, warum man diesen Film brauchte, aber die Fortsetzung kommt ganz sicher, oder?

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3 Kommentare

  1. Natürlich „können“ Musketierfilme gut sein, wenn man auf Marketingstrategien bei der Besetzung verzichtet. Es soll ja kein Schönheitswettbewerb sein. Na ja und auf das laute Geknalle stehen doch wohl eher „Jungs“ und nicht Mädels. Die Geschichte der Musketiere ist kein „Frauenstoff“. Es ist peinlich sich darüber auszulassen, ob Mantel- und Degenfilme wiederbelebt werden können bzw. je gelebt haben. Ich wette Sie halten sich für gebildet, hm? Wohl eher nicht, wenn man glaubt, Dumas wollte pubertierende Mädchenherzen bedienen. Und ja, das 17. Jhd. hat einmal gelebt und kann jederzeit belebt werden. Doch nicht jeder ist künstlerisch begabt.

    Lesen Sie doch mal das Buch! Und es gibt eine gute Verfilmung aus den 70igern.

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