„Rock of Ages“ – Rockige Musical-Verfilmung!

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Wenn sich die Macher von „Hairspray“ ein Musical mit Rockklassikern aus den 80ern vornehmen, um es in einer Kinoversion umzusetzen, spricht das schon für ein sehr unterhaltsames Ergebnis. Mit Tom Cruise, Catherine Zeta-Jones, Alec Baldwin, Malin Akerman, Paul Giamatti, Russel Brand und Bryan Cranston wurden auch die Nebenrollen originell besetzt, allerdings sind die Hauptdarsteller Julianne Hough und Diego Boneta optisch und vor allem auch stimmlich unglaublich austauschbar, die Handlung ist nett und die Musik rockt zwar, aber ich muss echt zugeben, dass ich einen Großteil nicht kannte bzw. aufgrund der Neuinterpretation nicht wiedererkennen konnte.

Sherrie will Ende der 80er Sängerin werden und kommt deshalb nach L.A., wo sie in einer Rockbar einen Job bekommt und sich dort in Drew verliebt, der auch als Sänger Karriere machen möchte. Doch der Rock’n’Roll befindet sich in einer Krise, Superstar Stacee Jaxx ist nur noch neben der Spur, sein Manager ein Arschloch und vor der Tür protestiert die Frau des Bürgermeisters gegen die unsittliche Musik, alles nicht gerade gut für die Betreiber der Bar.

„Hairspray“ war damals super, lebte aber nicht nur von der tollen Musik, sondern auch von seinem bunten Setting und vor allem den Hauptdarstellern. „Rock of Ages“ kann mit seinen Rocksongs und vor allem mit der grandiosen Performance von Tom Cruise punkten, aber insgesamt bleibt er doch recht blass, weil seine Hauptdarsteller eben nicht gut und originell genug sind, um den Film zu tragen. Musical-Fans wird es reichen, dass nahezu keine Story vorhanden ist und sich eigentlich ein Song an den anderen anschließt, aber alle anderen müssen sich so leider durch ein paar Längen quälen, die nicht alle durch die witzigen Momente des Films wieder ausgeglichen werden können.

Wer in den 80ern groß geworden ist und viel Rockmusik gehört hat, wird natürlich vieles wiedererkennen, allerdings konnte ich einiges nicht zuordnen, vielleicht auch, weil die Neuinterpretationen der Klassiker manchmal doch etwas gewöhnungsbedürftig sind. Rocken tut der Soundtrack aber auf jeden Fall!

Insgesamt bietet „Rock of Ages“ trotzdem gute Unterhaltung und fetzige Musik, man wird ihn im Vergleich zu „Hairspray“ aber vermutlich nicht so oft wieder ansehen können.

Bildergalerie (zum Vergrößern anklicken)


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