„The Imitation Game“ – Cumberbatch als Mathegenie!

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Die Thematik der Entschlüsselung des Geheimcodes der Deutschen im Zweiten Weltkrieg wurde bereits mit Kate Winslet in „Enigma – Das Geheimnis“ verfilmt, doch „The Imitation Game“ setzt den Fokus auf das Mathegenie Alan Turing, der die geniale Maschine zur Entschlüsselung des Codes entwickelte, aber gleichzeitig wegen seiner arroganten Art auf der einen Seite und auf der anderen wegen seiner Homosexualität Probleme hat, seine Genialität unter Beweis zu stellen und Verbündete zu finden. Eine Paraderolle für Benedict Cumberbatch, der mit seiner Darstellung einem Genie, das zu Lebzeiten nie für seine Leistungen geehrt wurde, ein echtes Denkmal setzt.

Nachdem Alan Turing aufgrund seiner mathematischen Fähigkeiten dem geheimen Projekt zur Entschlüsselung des geheimen Enigma-Code der Deutschen beitritt, kann er aufgrund seiner Art kaum Zugang zu seinen Mitstreitern finden, zu arrogant und abgehoben tritt er auf. Doch dank der Mathematikerin Joan Clarke kommt er mit seiner Idee weiter, eine Maschine zu entwickeln, die das Unmögliche möglich machen und den sich täglich änderndern Code in Kürze knacken soll. Doch Turing muss dazu noch ein ganz anderes Geheimnis wahren: Niemand darf erfahren, dass er homosexuell ist.

Die Thematik ist fast unglaublich und der perfekte Stoff für einen spannenden Film, doch „The Imitation Game“ widmet sich vorrangig der Person Alan Turing, der trotz seiner Genialität nie für seinen Einfluss auf den Verlauf des Zweiten Weltkrieges geehrt wurde und sich aufgrund seiner Homosexualität zeitlebens verstellen musste, um nicht dafür ins Gefängnis zu wandern. Aus heutiger Sicht ist es immer wieder schockierend zu sehen, wie man damals mit Homosexuellen umgegangen ist und was die Betroffenen durchstehen mussten. Durch dieses Biopic bekommt die Thematik eine völlig neue Richtung und nicht zuletzt dank der grandiosen Leistung von Benedict Cumberbatch der geniale Turing eine späte Ehrung für seine Verdienste. Ein in vieler Hinsicht sehenswertes Drama, spannend und emotional zugleich, in dem auch die Nebendarsteller wie Keira Knightley, Matthew Goode, Charles Dance oder Mark Strong überzeugen können. Ein durchaus berechtigter Kandidat für die Oscarverleihung!

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