Als ich beim zappen gerade mal wieder “King Kong” sah, fiel mir ein, dass mir bei diesem Film das erste mal so wirklich aufgefallen ist, dass eine recht imposante Szene (King Kongs Schrei “aus der Höhle” mit Jack Black im Vordergrund) anscheinend echt nur für den Trailer gedreht oder verwendet wurde. Von solchen Filmschnippseln gibt es sicher viele, aber ist das nicht irgendwie Beschiss? Für den Trailer gedreht, also fürn A**** gedreht?

Man wirbt für den Film unter Vorspiegelung falscher Tatsachen. Das ist quasi die Tütensuppe, auf deren Verpackung ein Drei-Gänge-Menü abgebildet ist, die aber auch mit aller Kochkunst auf ewig eine chemische Mischung aus Industrieabfall, Wasser und schlechtem Geschmack bleiben wird. Ok, der ein oder andere wird nun sagen: “Hey, King Kong war aber ein toller Film! – Da ist das mir doch egal, ob alles stimmt, oder nicht.” Klar, “King Kong” ist ein guter Film. Zum einen weil Peter Jackson “Herr der Ringe” machte und zum anderen, weil es wirklich ein bildliches Feuerwerk ist. Aber was ist mit all den anderen Filmen, die einem so im Laufe der eigenen Kino-Karriere zuerst heiß und feurig angepriesen wurden und man dann den Oscar doch lieber an den Trailer und nicht den Film geben möchte. Schaut Euch “Harry Potter 5″ an – der Trailer versprach einem ein gigantisches Finale, eine große Schlacht, man wollte mehr sehen. Aber? Ich möchte fast behaupten, dass die große Schlacht im Trailer länger und bombastischer war, als im eigentlichen Film.

Geht es nur mir so, oder wird da viel in die Werbetrommel und Verpackung investiert? Sollte ein Trailer nicht eigentlich die Grundstimmung des Films wiedergeben und aus wirklichen Teilen des Films bestehen? Oder sehe ich das falsch und der Trailer an sich ist schon ein eigener Film, der im Grunde komplett eigen gedreht wird. So wie ein Werbespot, an dessen Ende man nicht mal mehr weiß, welches Produkt beworben wurde, aber schön war er irgendwie doch…? Ich Trailer, also bin ich!