Zeitreisen und ihre Logik

Nachdem ich die „Sarah Connor Chronicles“ gesehen habe und wieder über einige Logikfehler in den Zeitreisen gestolpert bin, habe ich mich gefragt, wie das in den alten „Terminator“-Filmen war. Meiner Ansicht nach kann es nämlich von der Logik her nur zwei Formen der Zeitreise geben. Zum einen die Variante, bei der jemand zurückreist und eine neue veränderte Zeitachse erzeugt bzw. die zukünftige Zeitachse verändert oder die Variante, dass der Zeitreisende schon immer ein Bestandteil der Zeitachse war und sich durch die Zeitreise nichts ändert.

Wenn man „Terminator 1“ ansieht, vermittelt er die Botschaft, dass Kyle Reese und der Terminator schon immer ein Teil der Zeitachse waren, denn die zukünftigen Ereignisse basieren auf Ihrem Handeln, John Connor wird es nur wegen des Zeitsprungs geben, er existiert aber schon auf der Zeitebene. Somit war der Versuch des Veränderns der Zukunft im zweiten Teil eigentlich schon sinnlos. Hätte der dritte Teil nicht eine „Verschiebung“ der Apokalypse beinhaltet, wäre er dem Schema auch treu geblieben, die Zukunft hätte festgestanden und niemand hätte sie verändern können. Die „Sarah Connor Chronicles“ lassen jetzt allerdings wieder so viele Zeitsprünge zu, dass im „Terminator“-Zeitkonstrukt eigentlich nichts mehr stimmt.

Am besten ist das Thema „Zeitreisen“ vermutlich immer noch in „Zurück in die Zukunft“ gelöst, vor allem auch deshalb, weil man sich ja die ganze Zeit an einer in sich logischen Theorie orientiert. Hier lässt sich die Zukunft verändern, wodurch Zeitachsen entstehen. Und doch stolpert auch hier die Theorie manchmal über sich selber, wenn der alte Biff beispielsweise nach seinen Änderungen in die Zukunft zurückkehrt, die er jetzt ja gar nicht mehr erreichen können dürfte.

Die peinlichsten Varianten bieten wohl aktuell der Film „A Sound of Thunder“ und die Serie „Primeval“, wo Zeitveränderungen in Schüben kommen und immer nur bei einigen Leuten Veränderungen hervorrufen. Generell sollte jeder den Inhalt der Chaostheorie anwenden, um zu wissen, dass das Kaputttreten eines Käfers in der Urzeit andere Auswirkungen haben würde. Änderungen in Wellen, das war echt lächerlich. Aber bei „A Sound of Thunder“ wurden Menschen dann ja auch zu blauen Glotzbibern. Ein weiteres aktuelles Beispiel ist „Déjà Vu“, auch hier verfolgt man einerseits den Aspekt, dass der Reisende schon immer ein Teil der Zeitachse war, aber dann plötzlich doch wieder etwas verändern kann. Das macht einfach keinen Sinn!

Wie steht ihr denn zu meiner Theorie? Habt ihr weitere filmische Beispiele, um sie zu untermauern oder zu widerlegen? Los geht’s, ich wünsche mir eine spannende Diskussion!

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12 Kommentare

  1. Ein gute Beispiel ist „The Timemashine“. da isses halt so, dass der Protagonist eine Zeitmaschine baut, um den Tod seiner Frau/Verlobten/whatever zu verhindern. Allerdings schafft er es einfach nicht dass der Tod ausbleibt und seine Frau(?) stirbt dann doch immer irgendwie auf eine andere Art. Irgendein komisches Wesen in der Steinzeit oder so sagt ihm dann, dass man die Zukunft nicht willens verändern kann, weil man damit ja den späteren Grund zerstört in der Zeit zurückzureisen.
    Daraus schließe ich dann mal, dass man absichtlich keine Gegebenheiten verändern kann, unabsichtlich aber schon, solange der Grund für die Reise einfache Neugier oder sowas war.
    Also das „Alter Biff“-Beispiel:
    Der alte Biff reist in die Vergangenheit, gibt dem jungen Biff den Sport-Almanach und reist zurück. Der junge Biff wird jetzt reich und hat somit keinen Grund mehr als alter Kacker zurückzureisen und den Almanach zu übergeben. Noch krasser ist, dass der Doc wahrscheinlich nicht einmal die Gelegenheit bekommt im Jahr 1985 den DeLorean zu testen und somit wäre eine Zeitreise nicht einmal möglich.

  2. Also gibt es insgesamt drei Möglichkeiten.
    1. Nichts ist veränderbar (angeblich mal Terminator)
    2. Alles ist veränderbar (ZidZ)
    3. Bestimmte Ereignisse sind nicht veränderbar, nur die Umstände (diese neue Version der „Zeitmaschine“)

    Zu „Terminator“ kann ich nichts sagen, ist viel zu lange her, dass ich die mal gesehen habe. Aber diese Serie klingt nach totalem Humbug.

    Zurück in die Zukunft fand ich einleuchtend und klasse, bis auf diese eine Ausnahme mit dem alten Biff, der zurück in die Zukunft (Hurra, Wortspiel!) reist.

    Aber generell finde ich die Variante, dass die Zeit unveränderbar ist und Reisen in die Vergangenheit schon immer dagewesen sind, für am logischsten. Meistens ist das in den Zeitreisefilmen ja immer die große Auflösung zum Schluss.

  3. Das interessante ist aber, dass in Terminator 1 andauernd die Botschaft vermittelt wird: „Die Zukunft steht nicht fest, Du kannst etwas bewegen“. Diese Aussagen treffen zumindest die Charaktere. Die Frage ist nun also, was ist die Grundaussage?
    Reese hat sich freiwillig bei Connor gemeldet, als der jmd suchte, der in die Vergangenheit geht. Connor hat nicht explizit Reese verlangt. Er hat ihm aber weit früher das alte Bild seiner Mutter gegeben, in das sich Reese verliebte, weshalb er in die Vergangenheit wollte. Am Ende kam dabei John Connor raus. Wenn also John dies alles wusste, hätte er eigentlich nichts tun müssen, um sich zu retten, denn in seiner Vergangenheit haben er und seine Mutter schon zweimal gegen die Terminatoren gewonnen. Da er jedoch jmd geschickt hat glaubt er also an die Veränderbarkeit der Zukunft. Also können wir davon ausgehen, dass alle Charaktere der T Serie an eine variable Zukunft glauben. (An parallele Zukunftsstränge würden sie wohl nicht glauben, da sie ja ihre eigene Gegenwart optimieren wollen.) Und an was denk/glaubt der Regisseur bzw. der mit der Idee?
    Er lässt alle Charaktere die Veränderlichkeit der Zukunft prädigen und zeigt dennoch im ersten Terminator deren Unveränderlichkeit. Am Ende sehen wir Sarah im Jeep neben dem Hund mit traurigem Blick und das besagt Foto entsteht. In der Special Edition sieht man, wie die Firma, in der der T101 zerstört wurde versucht den Vorfall zu vertuschen und die Überreste zu analysieren.
    Sind die Charaktere, die von einer veränderlichen Zukunft reden dann hier als karikierte Versionen der Menschen zu sehen, die glauben, dass man alles bewegen kann, alles verändern und verbessern kann? Und ist der Terminator und sich dann doch erfüllende Zukunft eine Metapher die Gesellschaft, die uns daran hindert uns zu entfalten und unseren eigenen Weg zu gehen?

    Ok, das ist sicher etwas viel reininterpretiert *g Aber ich bin mir dennoch unsicher, welche Version der Zukunftsansicht nun der erste Terminator Film verfolgt. Sobald ich den zweiten nochmal gesehen hab melde ich mich wieder.

  4. Noch ein Beispiel für „nichts ist veränderbar“: „12 Monkeys“.
    Wenn ich mich recht erinnere ging der ja auch so aus, dass Bruce die Vergangenheit auch nicht verändern kann und sich das, was er als kleiner Junge gesehen hat wiederholt.

  5. Macht euch keinen Kopf, Zeitreisen gibt es nicht! PUNKT
    Und somit braucht sich auch niemand darüber Gedanken zu machen, ob man was verändern kann oder nicht. Von verschiedenen Zeitreihen ganz zu schweigen.

  6. Hallo
    Ich finds komisch das T1 so abläuft ich verstehe nicht wie einer aus der Zukunft kommen kann und ein Kind zeugt unddieses Kind ihn aber geschickt hat?
    Was ist wenn dieses Kind ihn nicht geschickt hätte?

  7. Das Huhn hat sich aus einem andern Tier durch die Zahlreichen Mutationen entwickelt.
    Und hat dann im laufe seines Lebens viele Eier gelegt.

  8. Aber das erste mutierte Huhn muss ja auch aus einem Ei gekommen sein; es gibt ja keine Spontanmutationen. Somit gab es zuerst ein Ei, in dem erstmals die neue Spezies Huhn drin war. Aber einigen wir uns, dass dieses Rätsel nur ein Wortspiel sei und Sinnbild für: „Es ist ein Paradoxon, was man nie eindeutig lösen kann.“

  9. Ja gut
    besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können!

    Hast du schon den Film gesehen:
    Der Tag an dem die Welt still stand?
    Ich guck mir den mal morgen an!
    Ich hoffe der is jut Ich liebe solche Filme!

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