„Der Lorax“ – Dr. Seuss gegen die Waldabholzung

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Hierzulande kennt eigentlich kaum einer Kinderbuchautor Dr. Seuss, doch in den USA ist der Autor von „Der Grinch“ und „Horton hört ein Hu“ wohl mit einer der meistgelesenen überhaupt. Jetzt hat sich das Team von „Ich – Einfach unverbesserlich“ eines weiteren skurillen Werkes angenommen, das zum einen recht putzig daher kommt, aber auch nach 40 Jahren nichts an seiner Aktualität hinsichtlich der Zerstörung der Umwelt durch den Menschen verloren hat. Wenn man hier auf das Gesinge verzichtet hätte, wäre es ein sehr kurzweiliger Animationsfilm mit sinnvoller Botschaft geworden. Für Kinder aber sehr empfehlenswert!

Ted lebt in Thneedville, wo alles künstlich hergestellt ist und ein gieriger Geschäftsmann den Bewohnern frische Luft verkauft. Als Teds Angebete Audrey ihm erzählt, dass sie mal einen echten Baum sehen möchte, schleicht Ted sich aus der Stadt und findet dort ein trauriges Bild vor, denn alle Bäume wurden vor Jahren abgeholzt. Ein mysteriöser Mann erzählt ihm daraufhin die Geschichte, wie er wegen einer Erfindung ein Paradies mit Wäldern voller lustiger Tiere abholzen ließ, obwohl ihn der Lorax, der griesgrämige Wächter des Waldes, immer darauf hinzuweisen versuchte, welchen Fehler er da begang.

„Der Lorax“ erreicht nicht den Verrücktheitsgrad von „Horton hört ein Hu“, kann aber durch lustige Einfälle mit viel Situationskomik und eine Reihe verrückter menschlicher und tierischer Charaktere punkten. Auch die lehrreiche Botschaft kommt zwar deutlich aber nicht mit dem Holzhammer daher. Für Kinder sicher ein Highlight inklusiver pädagogisch wertvollem Anteil, für Erwachsene immer noch genug gelungene Gags, um sich gut unterhalten lassen zu können. Nur das Gesinge nimmt auch hier wieder Ausmaße an, die dem Film eher schaden, als ihn zu unterstützen, immerhin nicht ganz so kitschig wie in Disney-Filmen. Ach ja, neues Liebhabtier ist übrigens ganz klar der dicke Bär.

Wer sich übrigens wundert, warum der Lorax mit diesem seltsamen Akzent spricht, dem sei gesagt, dass Danny DeVito dem Lorax nicht nur in der Originalfassung die Stimme leiht, sondern auch ein paar internationale Fassungen synchronisierte, obwohl er sicher nicht wusste, was er da sprach. Trotzdem macht er seine Sache gut und verleiht dem Lorax seinen ganz eigenen Charme.

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