„Die Qual der Wahl“ – Will Ferrell im US-Wahlkampf

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Auch, wenn man nicht in den Staaten wohnt, ist man froh, dass der ewige Wahlkampf in den USA endlich vorbei ist. Eine nette Komödie zu dem Thema ist bei uns allerdings etwas untergegangen, dabei kann Will Ferrell hier nach langer Zeit endlich mal punkten, denn auch wenn man hier natürlich wieder durch einge niveaulose Gags durch muss, nimmt sich der Film sehr böse die Machenschaften des US-Wahlkampfes und die erschreckend naiven und beeinflussbaren Wähler vor. Der Film kann sich zwar nicht mit Filmen wie „The Ides of March“ messen, trotzdem hält er wenn auch nicht auf gerade politisch korrekte Weise der korrupten Politik den Spiegel vor.

Cam Brady will wieder ohne Gegenkandidaten für seinen Bezirk in den US-Kongress einziehen, als sich plötzlich der Versager Marty Huggins als Gegenkandidat aufstellen lässt. Da bei diesem reiche Industrielle als Geldgeber und Strippenzieher fungieren, wird er schnell zu einer ernsthaften Konkurrenz. Doch Brady ist jedes Mittel recht, um zu gewinnen. Somit beginnt ein Wahlkampf ohne jegliche Tabus.

Viele werden die Gags unter der Gürtellinie vermutlich mehr im Kopf behalten als die tatsächliche Kritik an der Politik, dabei nutzt man hier sehr schöne Beispiele, um auch dem einfach gestrickten Zuschauer vorzuführen, wie er eigentlich verarscht wird. Wenn Brady mit gut klingenden Floskeln ohne Aussage die Wähler zum Jubeln bringt oder der eigentliche Individualist Huggins auf den Geschmack kommt, seine Prinzipien und seine Familie zurück stellt und lieber den Vorgaben der Industriellen folgt, um an die Macht zu kommen.

Der Film hat mit seinen Hauptdarstellern Will Ferrell und Zach Galifianakis zwei wirklich passende Hauptdarsteller ausgewählt und mit Dan Aykroyd, John Lithgow und Brian Cox auch die Nebenrollen prominent besetzt. Dieses Gesamtkonstrukt geht auf, mit ein paar kritischen Ansätzen wurde eine solide Komödie produziert, die gut unterhalten kann. Für wirkliche Politexperten dürfte der Film allerdings doch zu flach geraten sein, Fans von Will Ferrells verrücktem Humor müssen sich allerdings keine Sorgen machen, trotz des Themas gibt es davon noch genug.

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