„The Commuter“ – Liam Neeson wieder voll in Action!

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Da dachte man nach „Silence“ und „The Secret Man“ doch schon für einen kurzen Moment, Liam Neeson würde endlich wieder ins Charakterfach zurückwechseln und den immer gleichen Charakter des Familienvaters, der zum Wohle seiner Familie seine Talente im Töten auspackt und Verbrecher unschädlich macht, endlich hinter sich lassen. „The Commuter“ kommt zwar etwas entspannter daher als „96 Hours“, „Run All Night“ oder „Non-Stop“, aber unterm Strich ist es eigentlich die gleiche Meterware. Der Film ist zwar größtenteils ganz spannend, aber eben doch Action-Massenware mit einem Neeson auf seinem typischen Killer-Level. Da er hier aber ein Ex-Cop ist, soll er sich eher aufs Kombinieren als aufs Töten konzentrieren, Leichen und Prügeleien gibt es aber trotzdem genug. Wer Lust auf einen „Liam-Neeson-Actionfilm“ hat, der kann auch „The Commuter“ sehen. Wer etwas Originelles sehen will, hat sicher schon vorher geahnt, dass er das hier nicht finden wird.

Inhalt

Seit er vor zehn Jahren seine Karriere als Cop für einen Job als Versicherungsberater an den Nagel hängte, läuft der Tag von Michael MacCauley (Liam Neeson) immer gleich ab. Doch an dem Tag, als er überraschend seinen Job verliert, ist alles anders. In dem Zug voller Pendler, den er immer nach Hause nimmt, spricht ihn eine blonde Frau (Vera Farmiga) an und bietet ihm 100.000 Dollar an, wenn er seinen Spürsinn wieder auspackt und einen besonderen Passagier ausfindig macht. Während MacCauley alles zuerst für einen Witz hält, wird aus allem bitterer Ernst, als seine Auftraggeber ihm klar machen, dass sie seine Frau und seinen Sohn töten, wenn er ihnen nicht hilft. Für MacCauley wird er ein Spiel auf Zeit, allerdings auch ein Gewissenskonflikt, ob er für seine Familie einen möglicherweise Unschuldigen ans Messer liefern würde.

Review

Wie schon erwähnt ist der Film grundsätzlich spannend und actionreich, Liam Neeson spielt souverän, auch die Nebendarsteller Vera Farmiga, Patrick Wilson, Sam Neill und Jonathan Banks machen ihre Sache gut, doch wie erwartet ist „The Commuter“ Massenware, in der Liam Neeson sich wieder als cooler Retter der Welt darstellt und wieder in die immergleiche Rolle schlüpft, die für viele inzwischen schon die einzige Rolle ist, mit der man den eigentlich viel wandlungsfähigeren Schauspieler in Verbindung bringt. Genau das ist vermutlich auch mein Problem mit diesen Filmen, ich finde es einfach schade, dass Neeson sich dermaßen auf diese Rolle festlegen lässt. Für das Genre ist der Film zwar völlig in Ordnung und schafft es auch, bis ganz zum Schluss spannend zu bleiben, aber etwas Neues bekommt man hier nicht zu sehen.

Fazit

Für viele ist „Liam-Neeson-Film“ inzwischen schon ein Genre an sich, da passt auch „The Commuter“ problemlos rein. Liam Neeson lässt es mal wieder krachen, dieses Mal darf er in einem Zug kloppen und ballern. Wer darauf steht, wird perfekt bedient, wer wie ich gerne mal was Originelleres von dem Schauspieler sehen würde, ist es dann doch irgendwie wieder enttäuschend.

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